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Jüdische Organisationen warnen vor wachsendem Antisemtismus in Europa

"Europa muss endlich aufwachen"

Anlässlich der am Mittwoch in Berlin beginndenden Antisemitismus-Konferenz hat der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, davor gewarnt, dass der Antisemitismus in der Europäischen Union nach der EU-Erweiterung zunehmen wird. "In den acht mittelosteuropäischen Staaten ist das Phänomen noch nicht einmal im Ansatz aufgearbeitet", sagte Korn der "Berliner Zeitung". Das "antisemitische Potenzial" in der EU werde damit größer werden. Vertreter von 55 OSZE-Staaten wollen am Mittwoch und Donnerstag über den Kampf gegen Antisemitismus in Europa beraten.

Korn appellierte an die Teilnehmer der Konferenz, diese Gefahr nicht zu unterschätzen, sondern klar und deutlich zu benennen.

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Edgar Miles Bronfman forderte: "Europa muss endlich aufwachen und aufhören, die Gefahr zu leugnen." Nach all dem, was Juden in Europa über die Jahrhunderte angetan wurde, dürfe es heute kein Wegducken, kein Leugnen, kein Zaudern mehr geben.

Nach Ansicht von Bronfman nehmen einige Politiker "vor lauter politischer Feigheit die Fakten nicht zur Kenntnis". Der WJC-Präsident warnte davor, das Problem der Judenfeindlichkeit zu verharmlosen. Der Antisemitismus sei in vielen europäischen Ländern spürbar gestiegen. Es müsse ein Klima geschaffen werden, "in dem Jude sein genauso normal ist wie Christ sein oder Moslem oder was auch immer".

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