Verursacher weiter unbekannt

Ölfilm vor Rügen verflüchtigt

Der großflächige Dieselölfilm auf der Ostsee nordöstlich der Insel Rügen hat sich offenbar verflüchtigt. Die Besatzung eines Überwachungsflugzeuges bestätigte am Mittwoch, dass es keine Spur mehr von der am Vortag entdeckten Umweltverschmutzung gebe. Daraufhin wurde ein im Seegebiet patrouillierendes Gewässerschutzschiff aus dem Bereich abgezogen, wie ein Sprecher des Havariekommandos Cuxhaven sagte. Die Suche nach dem Verursacher werde aber fortgesetzt.

Auf einem Routineflug war am Dienstagmorgen ein etwa zwei Quadratkilometer großer Dieselölteppich entdeckt worden. Aufgrund der günstigen Witterung hatte sich die verschmutzte Fläche bis zum Abend bereits deutlich verkleinert. Nach der Entdeckung des Ölteppichs nahmen die Besatzungen von insgesamt vier Schiffen des Bundesgrenzschutzes, der Fischereiaufsicht und des Gewässerschutzes die Verschmutzung unter die Lupe und sicherten das Seegebiet ab. Zwei Ölüberwachungsflugzeuge aus Deutschland und Schweden versuchten aus der Luft, die Spur des Verursachers aufzunehmen.

Katastrophenschützer bezeichneten die Verschmutzung trotz der großen Fläche als wenig dramatisch. Dieselöl verflüchtigt sich bei warmen Temperaturen und Sonneneinstrahlung von selbst. Eine Gefahr für die Küsten bestand nach Angaben des Havariekommandos nicht.

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