Gentechnik

Unterschriftenaktion gegen genmanipulierte Lebens- und Futtermittel

Mit einer Massenpetition an das Parlament der Europäischen Union (EU) will die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) gegen den Vormarsch der Gentechnik im Lebensmittelsektor protestieren. Kernforderungen der Petition sind das Verbot des Imports, des Anbaus und des Verkaufs von gentechnisch verändertem Saatgut sowie das Verbot von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln. Auch Patente auf Leben innerhalb der EU sollen für ungültig erklärt werden. Rund 80 Prozent der EU-Bevölkerung seien dafür, gentechnisch veränderte Saaten, Lebens- und Futtermittel in der EU unbefristet zu verbieten. Bis Oktober 2004 will die Partei bundesweit 100.000 Unterschriften von Bürgern und Bürgerinnen für ihre Petition gewinnen.

"Ernährungssicherheit und Gesundheit der Bevölkerung dürfen nicht dem Freihandel geopfert werden", sagte Klaus Buchner, Bundesvorsitzender der ödp. Der Handel sei kein Selbstzweck. Seine Regeln müssten sich dem Wohl der Menschen und der Natur unterordnen. Hierzu sei auch die Welthandelsorganisation WTO verpflichtet. "Die EU darf sich nicht WTO-Forderungen beugen, die gegen den Schutz der eigenen Bevölkerung gehen", forderte Buchner.

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