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Drastischer Anstieg von Klinikaufenthalten wegen Alkoholmissbrauchs

Alkoholmissbrauch ist bei Männern mittlerweile der zweithäufigste Anlass zu einer Behandlung im Krankenhaus. Die Zahl der deswegen stationär Behandelten habe sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt, sagte Dieter Hebel, Vorstandsvorsitzender der Gmünder Ersatzkasse (GEK), am Dienstag bei der Präsentation einer Studie in Berlin. Arbeitslose Männer seien sechsmal häufiger betroffen.

Auch bei Jugendlichen ist der Studie zufolge ein drastischer Anstieg von Alkoholmissbrauch zu verzeichnen. Neben der Altersgruppe der 45- bis 49-Jährigen bildeten die 15- bis 19-Jährigen einen zweiten Altersgipfel. Die Behandlungsrate unter jungen Männern habe sich seit 1990 mehr als verdoppelt und bei jungen Frauen fast verdreifacht, sagte Hebel. Mit Blick auf diese Ergebnisse lobte er die Entscheidung der Bundesregierung, künftig eine Sondersteuer auf so genannte Alcopops zu erheben.

Hebel kündigte an, die Entzugsmöglichkeiten für Alkoholkranke zu verbessern. Besonders eine lückenlose Überleitung von der Entgiftung in die ambulante Weiterbehandlung solle in Zukunft gewährleistet werden.

Das in Hannover ansässige Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG) hatte für die GEK die anonymisierten Routinedaten zu 2,1 Millionen Behandlungsfällen in Krankenhäusern von 1990 bis 2003 ausgewertet. Dabei wurde untersucht, wie viele der GEK-Versicherten in diesen Jahren wegen Alkoholmissbrauch eingewiesen wurden und welche Auffälligkeiten dabei bestanden.

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