Proteste
Aldi verkauft Gartenmöbel aus Tropenholz
Die Aldi-Gartenmöbel - Klappstühle, Gartenbänke und Tische - sind laut Prospekt aus Meranti-Holz und werden vom Discounter mit dem Öko-Versprechen "aus staatlich kontrollierter Forstwirtschaft" angepriesen. Meranti stammt aus den Naturwäldern Südostasiens, in denen eine zerstörerische Forstwirtschaft vorherrscht. Gegenüber Robin Wood weigerte der Konzern sich tagelang, über die Herkunft des Holzes zu informieren. Gegenüber Kunden gaben Aldi-Mitarbeiter lediglich die telefonische Auskunft, das Holz stamme aus Indonesien.
"Aldi soll sofort die Herkunft seiner Holzmöbel bekannt geben und nachweisen, dass die Möbel aus ökologisch unbedenklichen Quellen stammen", fordert Robin Wood-Tropenwaldreferent Peter Gerhardt. Skepsis ist berechtigt. Denn in Branchenkreisen ist bekannt, dass in Indonesien staatliche Pseudo-Zertifikate existieren, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. So bekamen Robin Wood-Aktivisten, die sich bei Recherchen auf Java als Gartenmöbeleinkäufer ausgaben, Blanko-Zertifikate angeboten.
Sollte Aldi keinen glaubwürdigen Nachweis erbringen können, fordern die UmweltschützerInnen den Discounter auf, den vorhandenen Warenbestand zugunsten einer südostasiatischen Umweltorganisation abzuverkaufen und sicherzustellen, dass sich dieser Fehler nicht wiederholt.
Robin Wood empfiehlt Möbel aus zertifizierten heimischen Hölzern wie Buche und Lärche. Gartenmöbel aus Tropenholz sind allenfalls zweite Wahl und nur mit dem FSC-Siegel akzeptabel. Der Forest Stewardship Council (FSC)zertifiziert weltweit Produkte, die aus ökologisch und sozial akzeptabler Waldwirtschaft stammen und ist derzeit das einzig glaubwürdige Siegel. Bei zertifizierten Möbeln muss das FSC-Logo - ein stilisierter Baum mit den Buchstaben FSC - direkt am Produkt angebracht sein.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 12. Mai. 2004 unter:
nachrichtenStichworte:
« UNO warnt vor Ende der Bambuswälder
Aufnahme der gefährdeten Seepferdchen-Arten in das Washingtoner Schutzabkommen »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
