Geheimgehalten

Tropenholz bei Aldi mit unbekannter Herkunft

Der Lebensmitteldiscounter Aldi hält geheim, woher das Tropenholz für die Gartenmöbel stammt, die seit Mittwoch dieser Woche in den Filialen von ALDI Nord verkauft werden. Wie die Umweltorganisation Robin Wood berichtet, stamme Meranti-Holz, aus dem die Gartenmöbel laut ALDI-Prospekt bestehen, aus den Naturwäldern Südostasiens, in denen eine zerstörerische Forstwirtschaft vorherrsche. Aldi werbe damit, das Holz sei "aus staatlich kontrollierter Forstwirtschaft", habe das aber bis jetzt nicht belegt.

Nach telefonischer Auskunft komme das Holz aus Indonesien. Dort kooperiere der Staat mit der Holzmafia, Behörden und Militär seien in Korruption verstrickt und verdienten selbst mit an der Plünderung der Wälder. Der Holzeinschlag erfolge überwiegend illegal. Indonesion sei damit das Land, das weltweit am meisten Land Wald verliert. Aufgrund der rasant fortschreitenden Entwaldung würden sich Katastrophen wie Überschwemmungen und Erdrutsche häufen.

"Die KundInnen haben ein Recht darauf zu erfahren, ob sie mit dem Kauf der ALDI-Möbel zur Vernichtung von Regenwäldern beitragen", sagt Robin Wood-Tropenwaldreferent Peter Gerhardt. Sollte Aldi nicht sicher ausschließen können, dass das Holz aus Raubbau stamme, fordern die Umweltschützer den Discounter auf, den vorhandenen Warenbestand zugunsten einer südostasiatischen Umweltorganisation abzuverkaufen und sicherzustellen, dass sich ein derartiges Ereignis nicht wiederhole.

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