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Ab heute globales Verbot für besonders schädliche Chemikalien

Die Stockholm- Konvention

Die Umweltorganisation "World Wide Fund For Nature" (WWF)begrüßt das ab heute geltende globale Verbot schädlicher Chemikalien. WWF begrüßt besonders, dass heute die Stockholm-Konvention in den bisher 59 Unterzeichnerstaaten in Kraft tritt. Die Konvention verbietet bzw. begrenzt die Produktion und Verwendung von zwölf besonders gefährlichen Substanzen, so genannte persistent organic pollutants (POPs), und schreibt vor, vorhandene Altlasten fachgerecht zu entsorgen. "Dafür müssen sich allerdings auch wichtige industrie- bzw. bevölkerungsreiche Staaten wie USA, China und Indien schnell zur Ratifizierung entschließen", sagt Ninja Reineke, Chemikalienexpertin des WWF und ergänzt: „Diese Gifte haben sich über Wind und Wasser weltweit verbreitet, und das Verbot der Substanzen kommt allen Menschen und der gesamten Umwelt zugute."

„Es ist höchste Zeit, dass diese giftigsten Chemikalien, die einst bei uns entwickelt wurden und in den Industriestaaten längst verboten sind, keinem Menschen auf der Welt mehr zugemutet werden. Doch das so genannte „dreckige Dutzend“ ist nur die Spitze des Eisberges, und nun müssen weitere, ähnlich gefährliche Stoffe ebenfalls in die Konven-tion mit aufgenommen werden.“

Die Konvention startet mit einer Liste der 12 gefährlichsten POPs: Industriechemikalien wie polychlorier-te Biphenyle (PCBs), Pestizide wie DDT sowie Dioxine und Furane, die als Nebenprodukte bei Verbren- nungsvorgängen auftreten. POPs sind so gefährlich, weil sie bereits in kleinen Mengen Immun- und Nervensystem schädigen sowie Fortpflanzungs- und Entwicklungsstörungen und Krebs hervorrufen können. Sie sind langlebig und akkumulieren im Körperfett von Menschen, marinen Säugetieren und anderen Le-bewesen und werden von der Mutter an den Fötus weitergegeben.

„Jetzt müssen sauberere Industrietechnologien angewandt und giftige Schädlingsbekämpfungsmittel sicher entsorgt werden. Bisher landen die Altlasten aus Industriestaaten vor allem in Afrika oft auf wilden Deponien, wo sie Grundwasser und Boden verseuchen und dadurch Menschen und Tiere gefährden. Der WWF fordert, dass den Worten endlich auch Taten folgen.“ resümiert Dr. Ninja Reineke. Eine Gelegenheit, dem Gesetz zum Leben zu verhelfen, bietet sich auf der Beitrittsstaatenkonferenz im nächsten Jahr in Uruguay.

Der WWF spielte in den Vertragsverhandlungen der im Jahr 2001 verabschiedeten UNEP-Konvention eine entscheidende Rolle und hat seitdem beständig die Regierungen zur Ratifizierung gedrängt. Die Umweltorganisation wird sich weiterhin in Zusammenarbeit mit den Vertragsparteien dafür einsetzen, dass der Inhalt effektiv umgesetzt wird und dass weitere Vertragsstaaten der Konvention beitreten.

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