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Sudan erlaubt endlich Verteilung von Nahrungsmitteln an Flüchtlinge

Afrika

In der Region Darfur im Sudan sind laut Welthungerhilfe fast eine Million Menschen auf der Flucht; 200.000 Menschen hätten im Nachbarland Tschad vor den Massakern der von der Regierung unterstützten Milizen Zuflucht gesucht. Die Deutsche Welthungerhilfe, die als einzige deutsche Organisation in Darfur tätig ist, hat erst gestern die Erlaubnis erhalten, ab dem 1. Juni die dort seit Anfang Mai eingelagerten 1.100 Tonnen Nahrungsmittel an die Bevölkerung zu verteilen. Nun sollen schnellstmöglich weitere Hilfsgüter in die Region gebracht werden.

Die Vorsitzende der Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble, nannte das späte Eintreffen der Erlaubnis "unmenschlich". Viele Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn ihre Organisation bereits vor drei Wochen Lebensmittel hätte verteilen können.

Die Deutsche Welthungerhilfe hat im Jahr 2003 mit 91 Millionen Euro das zweitbeste Ergebnis in ihrer 42jährigen Geschichte erzielt. 66 Millionen Euro an öffentlichen Zuschüssen und 25 Million Euro an Spenden standen der Organisation für die Durchführung ihrer Arbeit zur Verfügung, berichtete die Vorsitzende Ingeborg Schäuble anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts heute in Berlin. Wichtigste Zuschussgeber waren die Europäische Union, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das Welternährungsprogramm sowie USAID.

Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln konnte die Welthungerhilfe im vergangenen Jahr 137 Projekte in 39 Ländern neu bewilligen. 57 Prozent der Zuwendungen gingen nach Afrika, 33 Prozent nach Asien. Die höchsten finanziellen Zusagen erhielt Mosambik, gefolgt von Angola, Indien, der Demokratischen Republik Kongo und Äthiopien.

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