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Demonstrationen zum Schutz des "Grünen Bandes"

62. Umweltministerkonferenz

Am Rande der 62. Umweltministerkonferenz demonstrierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute für die Einrichtung weiterer Schutzgebiete an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation leben in dem sogenannten Grünen Band mehr als 600 gefährdete Tier- und Pflanzenarten, die auf der "Roten Liste" stehen. Jahre nach der Grenzöffnung sei dieser längste Biotopverbund Mitteleuropas nun durch landwirtschaftliche Nutzung, Landverkäufe und Autobahnprojekte gefährdet. Auf 200 Kilometer Länge seien Teile davon bereits durch illegale Beackerung oder das Anlegen von Intensivgrünflächen schwer beeinträchtigt oder zerstört.

Mit einem Anteil von rund 65 Prozent ist die Bundesregierung bislang größter Flächenbesitzer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Mit der Übertragung aller Bundesflächen an die Länder könnten mit einem Schlag 11.500 Hektar des "Grünen Bandes" gesichert werden. Das entspreche der Größe der Nationalparke Jasmund auf Rügen und der Sächsischen Schweiz zusammen.

"Die Bundesregierung will diese schützenswerten Flächen kostenlos abgeben und die betroffenen Länder stimmen dem zu. Erforderlich sind jetzt dringend Regierungsbeschlüsse aller beteiligten Länder zur Übernahme der Flächen.?, so BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Dabei müsse sichergestellt werden, dass ihre Nutzung ausschließlich für Naturschutzzwecke und das Grüne Band erfolge. Entscheidend für die Funktion des Biotop-Verbundes sei auch, dass tatsächlich alle Bundesflächen im Grünen Band unentgeltlich übertragen würden.

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