Eingespart

Ausgaben für Medikamente sinken

Die Ausgaben für Medikamente sinken weiter. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, lagen die Ausgaben im April nach ersten vorliegenden Zahlen aus Baden-Württemberg um rund 15 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Damit habe sich der Trend des ersten Quartals im April fortgesetzt. Im ersten Quartal waren die Ausgaben um mehr als 900 Millionen Euro gesunken. Im Gegensatz zu den Spitzenverbänden der Krankenkassen rechnet daher das Bundesgesundheitsministerium mit einer weiteren kräftigen Reduzierung der Arzneimittelausgaben im Jahresverlauf. Nach Angaben eines Sprechers sind die baden-württembergischen Zahlen in der Regel auf das Bundesgebiet übertragbar.

In den ersten vier Monaten seit Inkrafttreten der Gesundheitsreform seien die Ausgaben für Tabletten und Salben damit um etwa 1,2 Milliarden Euro gesunken. Auch der Apothekenverband habe sinkende Arzneimittelausgaben bestätigt.

Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen hatten hingegen zu Wochenbeginn darauf verwiesen, dass ungeachtet der massiven gesetzlichen Eingriffe die Ausgaben für Medikamente "in einem rasanten Aufwärtstrend" lägen. Die erhofften Einspareffekte seien daher zweifelhaft. Zwar bestätigten die Krankenkassen die Rückgänge in den ersten drei Monaten, doch seien diese auf Vorzieheffekte im Dezember 2003 zurückzuführen. Schon im März hätten die Arzneimittelausgaben nur noch um 1,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres gelegen.

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