Grenzregion zwischen Sudan und Tschad
Regenzeit erschwert humanitäre Hilfe im Sudan
Die Zahl der über die Grenze Fliehenden wachse täglich. Karge Böden, Trinkwassermangel und die bestehende Armut unter der Bevölkerung im Tschad erschwerten die Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge. Erst 77.000 - ein Drittel der Flüchtlinge - hätten bisher eines von neun bestehenden Flüchtlingslagern im Tschad erreicht. Die anderen hielten sich in Gruppen im Grenzgebiet auf und seien zum größten Teil von jeder humanitären Hilfe und Versorgung abgeschnitten.
Die vor Ort arbeitenden Hilfsorganisationen versuchten so viele Flüchtlinge wie möglich vor dem Regen aus den unsicheren und teilweise verminten Grenzregionen in die Flüchtlingslager im Landesinneren zu transportieren. Doch der Transport ist nicht einfach: "Die Flüchtlinge wandern oft mit ihrer einzigen Versorgungsquelle, dem noch verbliebenen Vieh", so Wallmeier. "Dieses kann nicht auf Lastwagen mittransportiert werden. Deshalb entscheiden sich viele Verzweifelte dafür, zu Fuß zu den Lagern weiter zu ziehen." Eine weitere Sorge seien die anhaltenden Übergriffe der sudanesischen Janjaweed-Milizen im Tschad. Immer häufiger überquerten auch sie die Grenze, um die Flüchtlinge weiter zu verfolgen und zu misshandeln. Die Regierung des Tschad versuche diese Übergriffe mit Militäreinsätzen zu unterbinden.
Mit Einbruch der Regenzeit werde das ohnehin karge Trinkwasser in der Region zu einem der größten Probleme. In der Regenzeit könne kein Trinkwasser mehr zur unterversorgten Bevölkerung transportieren werden. Die bestehenden Trinkwasserreservoirs würden mit verunreinigtem Wasser überschwemmt werden und zu Brutstätten für Krankheiten.
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Am 01. Jun. 2004 unter:
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