Südostasien als Müllhalde
Greenpeace fordert Abkommen gegen illegalen Abfallhandel
Der Adressat war der malaysische Ziegelhersteller SynEnviro Sdn Bhd, die Importgenehmigungspapiere waren gefälscht. Aus dem giftigen Schlamm hätten tatsächlich Ziegel hergestellt werden sollen. Malaysien erlaubt die Einfuhr von manchen giftigen oder gefährlichen Abfallstoffen, wenn der Beweis einer fachgerechten Entsorgung geliefert werden kann.
Doch handelt es sich bei diesem Fall um kein Einzelbeispiel. Mehr als 4.000 Tonnen Altbatterien aus Neuseeland wurden zwischen 2000 und 2003 auf die Philippinen exportiert. In einer Bleischmelze, die nicht den internationalen Umweltstandards entspricht, wurden die Batterien recycelt. 20 Tonnen Industrieabfälle wurden 2003 zufällig in Thailand entdeckt: Absender war ein britisches Unternehmen. Der Importeur hatte die Abfälle nach Auffliegen des Skandals einfach liegenlassen. 2.700 Tonnen Asche aus Verbrennungsanlagen zum Teil stark mit Quecksilber kontaminiert wurden von der Formosa Plastics Corporation aus Taiwan in Kambodscha deponiert.
Die südostasiatische Region ist offensichtlich ein willkommenes Ziel für den internationalen Abfallhandel. Dort fehlen einheitliche Rahmenbedingungen und die lokale Behörden sind mit der Materie zuwenig betraut. Greenpeace will nun die zehn Mitgliedsstaaten der asiatischen Wirtschaftsorganisation ASEAN dazu animieren die Basler Konvention, ein Rahmenwerk über den Handel von Abfall, zu ratifizieren.
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Am 16. Jun. 2004 unter:
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Klinische Tests mit Vorsicht geniesen »

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