Proben zur Hälfte PCB-verseucht

1300 Tonnen möglicherweise verseuchte Tiernahrung bereits verfüttert

Rund 1300 Tonnen möglicherweise verseuchte Tiernahrung aus Sachsen sind in den vergangenen Monaten in insgesamt vier Bundesländern verfüttert worden. Lediglich zehn Tonnen des belasteten Futters aus sächsischer Herstellung sind rechtzeitig sichergestellt worden, wie das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag in Dresden mitteilte. Futtermittelkontrollen ergaben in der vergangenen Woche einen stark überhöhten Wert krebserregender so genannter Polychlorierter Biphenyle (PCB). In den Wochen davor waren Lieferungen mit verseuchter Tiernahrung an 58 landwirtschaftliche Betriebe gegangen, darunter an 28 in Sachsen sowie an 23 Betriebe in Bayern, 5 in Thüringen und 2 in Brandenburg.

Wie das Ministerium am Donnerstag weiter mitteilte, ergab sich bei der Hälfte der sichergestellten zehn Tonnen Futter ein PCB-Gehalt von bis zu 0,018 Milligramm pro Kilogramm. Der Grenzwert liegt bei 0,005 Milligramm pro Kilogramm. Die betreffende Charge bleibe gesperrt. Bei den anderen fünf Tonnen lag der Wert hingegen unter der Obergrenze. Die Verunreinigung stammt den Angaben nach vermutlich aus Pflanzenöl, das zur Futterherstellung verwendet wurde.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!