Energiewende statt Klimawandel

Jugendliche übergeben Forderungskatalog des Youth Energy Summit

Erneuerbare Energien stärken, mehr für Energieeffizienz tun und Investitionen in fossile Energieträger stoppen, das forderten die TeilnehmerInnen des YES2004, zu der 150 Jugendliche aus 16 Nationen an den Pfingsttagen in Bonn zusammengekommen waren. Eine solch radikale Umstrukturierung für eine zukunftsfähige Energiepolitik ist nach Ansicht der Jugendlichen notwendig, um die Energiewende zu schaffen. Außerdem soll es künftig eine echte Beteiligung Jugendlicher in Form eines Jugendkomitees geben, das die Jugend der Welt auf allen Energiekonferenzen vertritt.

"Ich fühle mich verantwortlich für die Umwelt, ich sehe mich als Teil dieser Welt und denke wir haben keine Zeit zu verlieren", erklärt Miriam Boschmann, Teilnehmerin des YES2004 und fügt hinzu: "Wir sind die EntscheiderInnen der Zukunft und wir sollten jetzt von der Politik angehört werden!" Sie nahm mit rund 400 Jugendlichen auch an der großen Abschlussaktion "Das Wunder von Bonn" teil, dem Fußballspiel zwischen den "Power renewables" gegen die "Dino Fossils" auf dem Bonner Münsterplatz, wo der Öffentlichkeit gezeigt wurde, warum Erneuerbaren Energien die Zukunft gehört. Bei der Siegerehrung übergaben die Jugendlichen ihren Forderungskatalog zur Energiewende, den sie während der Jugendkonferenz erarbeitet hatten, an die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Margareta Wolf.

"Ich werde die Forderungen auf der Sitzung der "Stakeholder" bei den renewables2004 vortragen, die ich leite" versprach die Staatssekretärin den Jugendlichen. Sie sei dankbar für die Erklärungen und Verträge "als Stimme der Jugend". Die Staatssekretärin griff auch die Forderung nach einer echten Beteiligung Jugendlicher direkt auf. Sie versprach in ihrem Büro ein Jugendkomitee für Erneuerbare Energien, bestehend aus Kindern und Jugendlichen einzurichten, in dem die Mitglieder des Jugendbündnis Zukunftsenergie vertreten sein werden.

Das Jugendbündnis Zukfunftsenergie, Veranstalter des YES2004, zeigte sich mit seiner Konferenz sehr zufrieden. "Die in einer Deklaration zusammengefassten Forderungen der Jugendlichen zeigen, dass sich die TeilnehmerInnen engagiert in den Workshops beteiligt und sich intensiv mit den verschiedenen Facetten Erneuerbarer Energien auseinandergesetzt haben", sagt Franz Hänsler vom Jugendbündnis Zukunftsenergie.

Das Jugendbündnis Zukunftsenergie ist eine gemeinsame Initiative aus der Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUNDjugend), der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB), dem Youth for Intergenerational Justice and Sustainability (YOIS) und der Naturschutzjugend (NAJU). Das Jugendbündnis Zukunftsenergie wird unterstützt von Germanwatch, dem Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie, AIESEC, dem Ökologiereferat des AStA Bonn.

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