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Aktionen gegen Urantransport im Münsterland geplant

Atommüll soll nach Russland

Auf dem Gelände der Uran-anreicherungs-anlage (UAA) in Gronau soll laut dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (Aktionsbündnis Münsterland) zur Zeit ein weiterer Transport von abgereichertem Uranhexafluorid (UF6) nach Russland vorbereitet werden. Ab Montagnachmittag soll es eine öffentliche Dauermahnwache vor dem Haupttor der Urananreicherungsanlage Gronau geben, um vor Ort gegen die Abfahrt des Atommülls zu protestieren. Unter dem Motto "Stoppt den Atommülltourismus!!" soll die Abfahrt des Atomzuges verhindert werden. Am Abend würde dann in der Nähe der UAA ein Widerstandscamp aufgebaut werden. "Die Erweiterung der UAA ist das genaue Gegenteil von einem Atomausstieg", stellen die Bürgerinitiativen fest. Sie fordern deshalb einen Stopp des Ausbaus und die Schließung der Anlage in Gronau.

Die Lieferung von abgereichertem Uran (DU, depleted uranium) soll nach Russland erfolgen, da die Anreicherung preiswerter sein soll. Gleichzeitig aber entledige sich die UAA auf diese Weise des anfallenden abgereicherten Urans, das sonst dauerhaft gelagert oder anders verwertet werden müsste, so das Aktionsbündnis Münsterland.

Diese Großtransporte nach Russland fänden zur Zeit etwa alle zwei bis drei Monate statt. Die Atomanlage in Gronau solle noch im Sommer eine Ausbaugenehmigung durch die NRW-Landesregierung erhalten, die eine Vergrößerung der Anlage auf das zweieinhalbfache der jetzigen Größe ermögliche. Nach diesem Ausbau könne die Atomfabrik in Gronau laut Aktionsbündnis Münsterland etwa 35 AKWs weltweit mit Brennstoff versorgen. Dementsprechend sei auch mit einer deutlichen Zunahme dieser Transporte zu rechnen.

Laut Aktionsbündnis Münsterland würden die Urantransporte nach Russland seit etwa zwei Jahren auf dem Schienenweg durchgeführt. Bis zu 18 Waggons sollen auf dem Gelände der UAA in Gronau zusammengekoppelt und dann auf der Strecke Gronau - Steinfurt - Münster - Rheine ? Bad Bentheim nach Rotterdam gefahren, um dort eingeschifft zu werden. Der Transport durch das Münsterland dauere in der Regel mehrere Stunden: Auf den ersten 60 Kilometern (Gronau- Münster) - einer eingleisigen Nahverkehrsstrecke - dürfe der Zug nur langsam fahren und müsse mindestens einmal einen der dort verkehrenden Triebwagenzüge passieren lassen. In Münster müsse der Atomtransport rangieren und sich für rund eine halbe Stunde oder länger im Münsteraner Güterbahnhof aufhalten. Kurz vor dem Grenzübergang zu den Niederlanden würde der Zug noch einmal einen Halt in Bad Bentheim einlegen.

Zahleiche Bürgerinitiativen aus dem Münsterland sollen bereits im Vorfeld gegen den gefährlichen Atomtransport protestiert haben. Desweiteren will das Steinfurter Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (SAgA) am Dienstag vor dem Borghorster Bahnhof eine Mahnwache abhalten.

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