Almauftrieb in Köln
Urteil vom Landgericht Köln verbietet Proteste gegen Gen-Futter bei Müllermilch
Danach darf Greenpeace darf der Molkerei Müller aus Aretsried nicht länger die Verwendung von Gentechnik in ihren Milchprodukten unterstellen. In einer von dem Unternehmen erwirkten einstweiligen Verfügung untersagte das Kölner Landgericht am Mittwoch Greenpeace insbesondere die Verwendung des Begriffs "Gen-Milch" sowie die Behauptung "Gen-Milch Skandal bei der Müller-Partei?".
Nach Ansicht der 28. Zivilkammer behaupte Greenpeace, dass Milch, die von Kühen stamme, die gentechnisch verändertes Futter gefressen hätten, eine andere Zusammensetzung aufweise als andere Milch. Die Unternehmensgruppe Müller habe aber durch die Vorlage zweier wissenschaftlich begründeter Stellungnahmen, die von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft stammen, glaubhaft gemacht, "dass nach unumstrittener wissenschaftlicher Erkenntnis der Einsatz gentechnisch manipulierter Futtermittel nicht zu Veränderungen der Milch führt".
"Solange die Milchkühe bei Müller weiterhin Gen-Futter bekommen, wird Greenpeace die Verbraucher auch darüber informieren. Daran wird auch das heutige Urteil nichts ändern", sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace. "Die große Mehrheit der Verbraucher will nicht, dass Gen-Pflanzen zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden. Dies beinhaltet auch den Einsatz im Tierfutter. Müller sollte sich nach den Wünschen der Verbraucher richten und auf Gen-Futter verzichten", so Brendel. Die Müller GmbH bestreitet übrigens nicht, dass Gen-Futter von ihren Milchbauern eingesetzt wird.
Greenpeace legte dem Gericht eine Untersuchung des Forschungszentrums für Milch und Lebensmittel in Weihenstephan/Bayern vorlegen. Daraus geht hervor, dass gentechnische Verunreinigungen sehr wohl in die Milch geraten können, wenn auch abschließende Untersuchungen dazu noch fehlen. "Verbrauchern dürfte es egal sein, ob die Genschnipsel über die Luft oder über den Magen der Kuh in die Milch gelangen. Gen-Pflanzen haben bei der Herstellung von Lebensmitteln nichts zu suchen. Weder im Futtertrog noch als Zutat", sagt Brendel.
Bei der Fütterung von Milchkühen könne ohne Probleme auf Gen-Pflanzen verzichtet werden. Auf dem deutschen Markt dei ausreichend gentechnikfreies Futtermittel vorhanden. Eine Liste der Anbieter finde sich zum Beispiel im Internet. Einige Molkereien garantierten bereits eine Milchproduktion ohne Gen-Futter. Zahlreiche Molkereien wie zum Beispiel Ehrmann haben mittlerweile zugesagt, konkrete Schritte zu unternehmen, um auf eine gentechnikfreie Fütterung der Milchkühe umzustellen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
