Atomkraftwerke

AKW Fessenheim akut erdbebengefährdet - unsicherstes Werk in Frankreich

Die Französische Sicherheitsbehörde hält Fessenheim für höchst erdbebengefährdet und möglicherweise für nicht sanierungsfähig. Von der Organisation "sortir du nucléaire" hat das NWA in den letzten Wochen eine Unterlage erhalten, aus der hervorgeht, dass die unabhängige Behörde "Bureau d’Expertise et de Recherches Sismiques (BERSSIN)" die Erdbebensicherung von Fessenheim und Bugey, nebst anderen Atomkraftwerke für stark sanierungsbedürftig hält.

Im Bericht erweist sich, dass Fessenheim das älteste und unsicherste Werk in Frankreich ist: "Sehr wichtige Bedrohungen erscheinen namentlich von den Reaktoren von Bugey und Fessenheim auszugehen, für welche die angekündigten Werte weit über das hinausgehen, was man vernünftigerweise und angesichts der bestehenden [Bau-]Konzeption in Rechnung stellen sollte…" Es ist dann weiter die Rede davon, die Branche wolle gegenüber den Sicherheitsbehörden "ausserhalb der technischen Debatte" fest bleiben. Insbesondere will man sich die Federführung in dieser Frage nicht aus der Hand nehmen lassen und man scheut die Kosten.

Entscheidend sind die Anmerkungen in der Annexe 1: Darin wird offen gelegt, dass die Beurteilung der ISRN (französische Sicherheitsbehörde) wesentlich weiter geht als was die EDF bisher erwogen hat. Entscheidend ist ein Passus, der besagt, dass Bugey und Fessenheim unter Umständen baulich gar nicht zu sanieren sind.

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