Studie der Kindernothilfe
Armutsbekämpfung lässt Belange von Kindern ausser acht
Die Kindernothilfe fordert mit der Übergabe der Studie an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Roten Rathaus in Berlin die Bundesregierung auf, die Rechte der Kinder innerhalb der internationalen Prozesse zur Armutsbekämpfung zu stärken. So müssen hochverschuldete Länder ein solches Papier erstellen, um beispielsweise einen Schuldenerlass oder auch neue Kredite erwirken zu können. Klaus Heidel, Autor der Studie:
"PRSP-Prozesse müssen dahingehend weiterentwickelt werden, dass sie künftig zur Stärkung der Rechte der Kinder beitragen."
Weltweit leben zu Beginn des 21. Jahrhunderts rund 1,2 Milliarden Menschen in absoluter Armut - die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Sie versuchen, mit weniger als einem US-Dollar täglich zu überleben. Schutzlosigkeit, Machtlosigkeit, Aussichtslosigkeit und Ausgrenzung umschreiben nüchtern das Leben dieser Mädchen und Jungen.
"Erfreulicherweise räumt die Weltgemeinschaft der Armutsbekämpfung seit dem Millenniumsgipfel 2000 in New York höchste Priorität ein", lobte Frau Christina Rau, Mitglied des Stiftungsrates der Kindernothilfe-Stiftung, die an der Veranstaltung im Roten Rathaus teilnahm.
"Soll die Armutsspirale durchbrochen werden, muss Armutsbekämpfung bei Kindern ansetzen. Denn Kinder, die in Armut geboren werden, bleiben mangels Bildung, Ausbildung und Arbeit arm - und ihre Nachkommen auch. Dieses gerade vor dem Hintergrund, dass Kinder und Jugendliche in vielen der ärmsten Länder die größte Altersgruppe darstellen", so Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe. Es ist daher naheliegend, dass diese Zielgruppe eine zentrale Rolle innerhalb der PRSPs einnimmt. Inwieweit dies in der Praxis tatsächlich der Fall ist, sollte im Rahmen der von der Kindernothilfe in Auftrag gegebenen Studie überprüft werden.
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Am 23. Jun. 2004 unter:
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