Tag des Folteropfers
Systematische Folter in Marokko nachgewiesen
"Die Folterer drohten den Inhaftierten, sie würden ihre weiblichen Verwandten vergewaltigen", sagte die Marokko-Expertin von ai, Ange-Marie Pioerron. "Einige mussten sich nackt ausziehen und wurden in schmerzhafter Position an der Decke aufgehängt." amnesty international begrüßt, dass die marokkanische Regierung einen Entwurf für ein Gesetz gegen Folter und Diskriminierung vorgelegt hat. "Doch gegen die existierende Folter in Témara unternimmt die Regierung nichts; schlimmer noch, sie leugnet die Folter rundweg", sagte Pioerron.
Die meisten der Gefolterten sind Islamisten oder des Islamismus Verdächtige, die seit 2002 verhaftet worden sind. Das vom marokkanischen Geheimdienst DST betriebene Témara-Haftzentrum ist als Folterstätte bekannt. Das Antifolterkomitee der UNO hatte Marokko im November 2003 untersucht. Der Bericht des Komitees registrierte neben positiven Veränderungen der Menschenrechtslage auch eine gestiegene Zahl von Folter- und Misshandlungsvorwürfen, die sich vornehmlich gegen den DST richteten.
Am UN-Tag des Folteropfers erinnert ai daran, dass bisher erst drei Staaten das Zusatzprotokoll zur UN-Anti-Folter-Konvention ratifiziert haben. Vertragsstaaten des Protokolls verpflichten sich unter anderem, auf ihrem Gebiet unangemeldete Besuche in Haftanstalten zuzulassen. Diese und andere Maßnahmen sollen Folter und Misshandlungen vorbeugen. "Deutschland muss endlich mit gutem Beispiel vorangehen und das Zusatzprotokoll alsbald unterzeichnen und ratifizieren", forderte Pioerron. "Gerade angesichts der jüngsten Foltervorfälle im Irak wäre das das richtige Zeichen."
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 24. Jun. 2004 unter:
nachrichtenStichworte:
« Wirtschaft klagt über mangelnde soziale Kompetenz von Berufseinsteigern
Anschlag beweist Fortsetzung des Krieges im Kaukasus »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
