Zehn Verletzte

Schwefelsäure-Tanker im Hamburger Hafen gesunken

Im Hamburger Hafen ist am Montagabend ein mit Schwefelsäure beladener Tanker nach einer Kollision mit einem Containerschiff gesunken. Aus einem beschädigten Tank lief Schwefelsäure in das Becken des Petroleumhafens, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Dienstagmorgen sagte. Durch die aufsteigende Säurewolke seien zehn Personen verletzt worden, darunter zwei Polizisten. Sie seien mit Haut-, Atemwegs- und Augenreizungen in ein Krankenhaus eingeliefert, bis auf eine Person aber bereits wieder entlassen worden.

Nach Angaben der Norddeutschen Affinerie als Eigentümerin des Gefahrgutschiffs sind die Säuretanks des Spezial-Transportschiffs ENA 2, das zur Zeit kieloben im Petroleumhafen liegt, bei der Kollision unbeschädigt geblieben. Die Schwefelsäure trete vermutlich über das Belüftungssystem der Tanks aus. Das Schiff sei mit insgesamt rund 960 Tonnen Schwefelsäure beladen. Aufgrund des Havarie-Schadens an der äußeren Stahlhaut sei offenbar Wasser in den Hohlraum zwischen Säuretanks und Schiffswand eingedrungen und habe das Kentern verursacht, erklärte das Unternehmen.

Um das auf Grund gelaufene Schiff wurde nach Angaben der Polizei eine Druckluft-Öl-Sperre errichtet. Sie soll verhindern, dass sich die auslaufende Säure im Hafenbecken ausbreitet. Ein Polizeisprecher wollte nicht ausschließen, dass der Kapitän des gesunkenen Schiffes alkoholisiert war. Das Containerschiff setzte seine Fahrt nach der Kollision auf der Elbe fort. Das gesunkene Schiff sollte am Dienstagvormittag gehoben werden.

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