Indonesien

Palmölkonzern soll Dorfbewohner auf Sumatra mit Geld der Deutschen Bank bedrohen

Der indonesische Palmöl-Konzern "PT London Sumatra", der finanziell offenbar maßgeblich von der Deutschen Bank gestützt wird, ist nach Darstellung der Organisation Rettet den Regenwald aktuell in schwere Menschenrechtsverletzungen verstrickt. In Pergulaan, einem Dorf im Norden der Insel Sumatra, bedrohe "PT London Sumatra" die Bewohner, die mit friedlichen Protesten eine Rückgabe ihrer Wälder erreichen wollen. Laut Rettet den Regenwald hat der Konzern einen tiefen Graben um das Dorf ausheben lassen, um die Bewegungsfreiheit der protestierenden Bewohner abzuschneiden.

Zusätzlich habe der Konzern Milizen geschickt, um die Proteste gewaltsam zu beenden. In London hatte es vergangene Woche Umschuldungsverhandlungen mit dem hoch verschuldeten Konzern gegeben. Danach werde die Deutsche Bank in Kürze 35 Prozent Anteile bei "PT London Sumatra" übernehmen und damit zum größten Aktionär des Konzerns werden.

Rettet den Regenwald fordert die Deutsche Bank auf, unverzüglich Druck auf "PT London Sumatra" auszuüben, die schweren Menschenrechtsverletzungen sofort zu stoppen. Zudem müsse die Deutsche Bank jegliche Finanzierung von Palmölplantagen beenden, durch deren Anlage Regenwälder vernichtet werden. "Die Deutsche Bank muss sich endlich auf Umweltstandards verpflichten, die die Finanzierung von Regenwaldvernichtung ausschließen, so wie das kürzlich beispielsweise die Citigroup in den USA getan hat", fordert Reinhard Behrend, Vorsitzender von Rettet den Regenwald.

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