Kraftwerke

Kohle und Öl verschmutzen Luft in den USA

Kohle und Öl gefeuerte Kraftwerke sind die größten Giftgasproduzenten in den USA und in Kanada. Mehr als 45 Prozent der über 755.000 Tonnen jährlich produzierten giftigen Gase gingen auf die Kraftwerke zurück. Das berichtet die Commission for Environmental Cooperation. Die in Montreal ansässige Agentur, die vor zehn Jahren im Rahmen der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA gegründet wurde, kam zum Schluss, dass die Kraftwerke im Jahr 2001 zumindest 45 Prozent der giftigen Gase erzeugten. Zusätzlich seien unter den 50 größten Verschmutzern 46 Kraftwerksbetreiber, die Kohle und Öl verfeuerten.

In der Studie waren Gas- und Wasserkraftwerke nicht berücksichtigt. Die Staaten mit der größten Luftverschmutzung waren die US-Bundesstaaten Texas, gefolgt von Ohio, Michigan und der kanadischen Provinz Ontario. Allein in diesen vier Staaten würden 28 Prozent der gesamten giftigen Gase produziert. n Die Kohlekraftwerke zählten zu den größten Verschmutzern überhaupt: 64 Prozent aller Quecksilber-Emissionen würden durch diese verursacht. Positiv falle lediglich auf, dass die Quecksilber-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2000 um 48 Prozent gefallen seien. Quecksilber gilt als hochtoxischer Stoff, der schwere neurologische Störungen hervorruft und bei Kindern zu verzögerter Entwicklung führen kann. "Egal, ob nun die Quecksilber-Emissionen verringert wurden, die Mengen reichen immer noch aus, um gefährliche Erkrankungen, vor allem bei Kindern, zu verursachen, da das Gift über Seen und Flüsse in die Nahrungskette gelangt", berichtet William Kennedy, CEO der Commission for Environmental Cooperation. n In den USA zählten insbesondere drei Kraftwerke, Progress Energys CP&L Roxboro in Semora, North Carolina, Reliant Energys Keystone in Shelocta, Pennsylvania und Georgia Powers Bowen in Cartersville, Georgia zu den massivsten Luftverschmutzern.

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