Abrüstung

Mahnwache vor den Werkstoren der Bundeswehrhubschrauber-Hersteller

Die Friedensaktivisten der DFG-VK-Aktionsradtour "Rüstungshaushalt senken - Schritte zur Abrüstung statt Sozialabbau" haben am Montag morgen zwischen 6 und 8 Uhr vor der Firma Eurocopter in Donauwörth eine Mahnwache mit Transparenten und der Verteilung von Flugblättern durchgeführt. Mit der Mahnwache vor Eurocopter will die DFG-VK einen Impuls für eine Umstellung der Rüstungsindustrie auf eine zivile Produktion geben. "Anstatt der geplanten Steigerung der Verteidigungsausgaben ab 2006 von 24,3 Milliarden auf über 25 Milliarden Euro, die ab 2007 jährlich weitergeführt werden soll, setzen wir uns für eine 5 prozentige Senkung des Rüstungshaushalts pro Jahr ein", stellt Thomas Rödl, Bundessprecher der DFG-VK, die Alternativen vor. Die über 50 Milliarden Euro, die auf diese Weise bis 2013 frei würden, könnten laut DFG-VK dann für soziale Leistungen, eine sinnvolle Energiepolitik und Entwicklungshilfe zur Verfügung stehen.

Hintergrund dieser Mahnwache sei, dass Eurocopter mit circa 3.500 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in Nordschwaben sei und etwa 50 Prozent des Umsatzes mit Militärhubschraubern erzielen würde. Insbesondere der von der Bundeswehr georderte Kampfhubschrauber "Tiger" und der Transporthubschrauber "NH 90" würden für steigende Umsätze sorgen. Der Kampfhubschrauber "Tiger" sei als reine Angriffswaffe zu betrachten, die bei künftigen Interventionskriegen eine zentrale Rolle spielen solle.", so Rödl.

Am Dienstag seien weitere Aktionen vor Rüstungsbetrieben und Kasernen vorgesehen, nämlich Infostände, Mahnwachen und andere gewaltfreie Aktionen in Neuburg/Donau sowie vor den Werkstoren des EADS/Eurofighter-Werk in Manching bei Ingolstadt.

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