WWF warnt
EU-Gelder für Tunfischfarmen im Mittelmeer gefährden Blauflossentun
Die Entwicklung einer nachhaltigen kommerziellen Fischzucht, oder Aquakultur, ist einer der Förderschwerpunkte in der europäischen Subventionspolitik. Doch bei den Tunfischfarmen handelt es sich nach Ansicht des WWF nicht um eine nachhaltige Aquakultur, weil hier nicht gezüchtet, sondern Wildfisch aus dem Meer gefangen und gemästet wird. Gesetzeslücken im europäischen Regelwerk ermöglichen jedoch den Ausbau der Tunfischfarmen und der damit verbundenen Fischerei. Der WWF fordert die EU auf, diese Gesetztelücken zu schließen. Die aktuelle Subventionspraxis unterlaufe die Vereinbarungen der reformierten europäischen Fischereipolitik.
Der WWF fordert neben der Streichung der EU-Subventionen für die Tunfischfarmen auch mehr Kontrollen und eine größere Transparenz beim Handel mit Blauflossentun und Fangquoten für die Farmen. Daran müssten sich auch Mittelmeerstaaten wie Tunesien und Marokko beteiligen. Auf diese Weise soll unter anderem der illegale Tunfischfang unterbunden werden. Etwa ein Zehntel des verkauften Blauflossentuns stammt aus illegalem Fang.
Durch die riesigen Tunfischfarmen hat, laut der Studie, auch der Befischungsdruck auf andere Arten wie beispielsweise Sardellen, stark zugenommen. Ohne bessere Kontrollen könnte dementsprechend auch eine Überfischung der Bestände, die zur Fütterung der gefangenen Tunfische benötigt werden, drohen.
Mit der Erweiterung sind neben Spanien, Italien und Frankreich mit Malta und Zypern zwei weitere Staaten in die EU gekommen, die sich an der Ausbeutung der Tunfischbestände beteiligen. "Die EU muss jetzt dringend handeln, sonst könnte es für den Blauflossentun im Mittelmeer zu spät werden", so der WWF. Als ersten Schritt fordert die Naturschutzorganisation ein Moratorium, mit dem der Bau weiterer Tunfischfarmen verhindert werden soll.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 07. Jun. 2004 unter:
nachrichtenStichworte:
« Greenpeace testet Mais auf Gentechnik
250.000 Radler beteiligten sich an der Sternfahrt »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
