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Gericht stärkt Verbraucherrechte bei 0190er-Nummern

Verbraucherschutz

Das Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) hat die Rechte von Verbrauchern bei der Benutzung von 0190-Telefonnummern gestärkt. Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil müssen Netzbetreiber wie die Telekom sicherstellen, dass Telefonverbindungen zu 0190-Service-Nummern nach einer Stunde abgeschaltet werden. Im konkreten Fall ging es um einen Kunden der Telekom, der eine Telefonverbindung zu einem 0190er-Dienst unbeabsichtigt 50 Stunden aufrecht erhalten hatte.

Dem Versuch der Telekom, über den Klageweg rund 5.500 Euro von dem Kunden einzutreiben, machte das OLG nun einen Strich durch die Rechnung.

Der Telekom sei bekannt gewesen, dass durch technische Defekte am Endgerät oder versehentliche Fehlbedienung Telefonverbindungen aufrecht erhalten werden können, ohne dass der Kunde dies bemerke, erklärten die Frankfurter Richter. Da der Kunde generell nicht damit rechne, dass nach Auflegen des Hörers die Verbindung fortbestehen könne, entspreche es dem Verbraucherschutz, dass der Netzbetreiber Schutzvorkehrungen trifft.

Der von der Telekom verklagte Kunde muss nun lediglich für eine genutzte Stunde Gebühren entrichten.

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