Tierversuchslabor Covance

22.000 Unterschriften gegen Affenversuche an Ministerin Bärbel Höhn übergeben

Rund 22.000 Unterschriften für den sofortigen Stopp aller Tierversuche der Firma Covance Laboratories Münster hat Umweltministerin Bärbel Höhn heute im Düsseldorfer Landtag von Vertretern des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte und der Vereine "Münsteraner Initiative für Tierrechte" sowie "Die Tierbefreier" entgegengenommen. Zudem hat die Ministerin in einem anschließendem Gespräch weitergehende Maßnahmen erörtert.

Bei Entgegennahme der Unterschriften betonte Ministerin Höhn die Wichtigkeit dieser starken öffentlichen Resonanz. Sie stimmte mit den Tierrechtlern überein, dass die Firma Covance im Umgang mit den Versuchsaffen in schwerwiegender Weise gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat. Zudem beklagte die Ministerin die leider nur eingeschränkte Unterstützung der Stadt Münster bei der Durchsetzung der von ihr angeordneten Maßnahmen. Sie sei aber überzeugt, dass eine punktuelle Anbringung von Videokameras in dem noch ausstehenden Hauptverfahren vor dem Verwaltungsgericht Münster durchsetzbar sei. Perspektivisch müsse ein bundesweites Verbot von Affenversuchen folgen. Hierzu hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte bereits eine neue Kampagne in Vorbereitung.

Die Unterschriften wurden im vergangenen halben Jahr gesammelt, nachdem das ZDF im Dezember 2003 in der Sendung Frontal 21 undercover aufgenommene Bilder ausstrahlte, die einen brutalen Umgang mit den Versuchsaffen und katastrophale Haltungsbedingungen im Münsteraner Tierversuchslabor Covance demonstrieren. NRW Umweltministerin Bärbel Höhn ordnete ein Widerrufsverfahren der Erlaubnis zum Halten von Versuchstieren für Covance an sowie als Erstmaßnahme die Installation von Videoüberwachungskameras in den Tierställen. Die Firma Covance wehrte sich dagegen vorläufig erfolgreich über die Verwaltungsgerichte Münster.

Zudem versuchte Covance, Kritiker mundtot zu machen und ließ einzelnen Tierschützern und Medienvertretern per einstweiliger Verfügung verbieten, die Dokumentaraufnahmen zu verbreiten.

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