Walfangtagung
Desaster für Wale droht
Japan hat bereits vor Jahren angekündigt, konsequent neue Länder für internationale Gremien wie die IWC zu gewinnen. "Mithilfe gezielter Entwicklungshilfe aus Tokio werden immer mehr kleine und arme Staaten zu treuen Vasallen", berichtet Altherr. Die IWC hat derzeit 55 Mitgliedsstaaten(Stand vom 15. Juli 2004), die sich in folgende Lager aufteilen:
- Walschutzländer (26): Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Irland, Italien, Mexiko, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Oman, Peru, Portugal, San Marino, Schweden, Schweiz, Spanien, Südafrika, Ungarn
- Walfangländer (27): Antigua & Barbuda, Belize, Benin, China, Dänemark, Dominika, Elfenbeinküste, Gabun, Grenada, Guinea, Island, Japan, Korea, Marokko, Mauretanien, Mongolei, Nikaragua, Norwegen, Palau, Panama, Russland, Senegal, Solomonen, St. Kitts & Nevis, St. Lucia, St. Vincent & die Grenadines, Tuvalu.
- nicht stimmberechtigte oder teilnehmende Länder (in der Regel steht die Zahlung der hohen IWC-Mitgliedsgebühren aus): Costa Rica und Kenia.
"Beide würden den Walschutz unterstützen, fehlen aber mangels Stimmrecht als Verbündete", bedauert die Pro Wildlife Sprecherin. Einige weitere Länder treffen offensichtlich derzeit Vorkehrungen, noch für die diesjährige IWC-Konferenz ihren Beitritt fristgerecht abzuschließen, hierzu zählen Griechenland, die Kapverdischen Inseln, Trinidad & Tobago, Vanuatu, Kiribati und Samoa. "Lediglich Belgien würde sich klar für den Walschutz stark machen, alle anderen wären Unterstützung für Japan & Co.", so Altherr. Erst zum Tagungsbeginn am kommenden Montag morgen steht die Liste der abstimmungsberechtigten Mitgliedsstaaten endgültig fest. Potenzielle Walschutzländer wie Tschechien und Polen haben aufgrund des immensen Druckes aus Tokio auf ihren IWC-Beitritt vorerst verzichtet.
"Bleiben die Stimmenverhältnisse so ungünstig, droht die kommende Walfangkonferenz zum schlimmen Wendepunkt im Schutz der Meeresriesen zu werden", befürchtet die Pro Wildlife Sprecherin. Besonders dramatisch: "Auf der letztjährigen Konferenz wurde die sog. "Berlin-Initiative verabschiedet, die Schutzmaßnahmen für Kleinwale, Delfine und den Lebensraum Meer vorsieht." Dieses Gremium wäre durch die neuen Mehrheitsverhältnisse lahm gelegt.
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Am 15. Jul. 2004 unter:
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« Moschustiere in Russland und der Mongolei sind durch Wilderei stark bedroht
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