WWF zieht Bilanz
Internationale Walfang-Konferenz in Italien
Zu den Erfolgen der IWC-Tagung zählt der WWF die Absicht, die Beifänge drastisch zu reduzieren. Nach Angaben des WWF verrenden jedes Jahr schätzungsweise 300.000 Wale in Fischernetzen. Der WWF hatte erst letzte Woche eine Studie präsentiert, die zeigt, dass der Einsatz "reflektiver Netze" die Schweinswal-Beifänge senken würde. Diese Netze können von den Walen besser geortet werden.
Sehr erfreut zeigt sich die Naturschutzorganisation über die Resolution zum Schutz des am stärksten bedrohten Großwalbestandes - der letzten 100 Westpazifischen Grauwale vor der Küste Rußlands. Schließlich stoppte die IWC Japans Versuch, das 1994 auch auf Initiative des WWF eingerichtete Walschutzgebiet im Südpolarmeer zu kippen. Japan wollte hier künftig 3.000 Minkwale jagen.
Hingegen gelang es den Walfängern um Japan, Norwegen und Island, die Einrichtung neuer Schutzzonen im Südwestpazifik und im Südatlantik zu verhindern. "Eine Tragödie für den Walschutz", so Homes. "Nur die Einrichtung weiterer Schutzgebiete ermöglicht es den Staaten, die Gefährdung bedrohter Walarten durch Beifang, Lärm, Meeresverschmutzung, Jagd und Schiffskollisionen wirksam zu bekämpfen."
Heftige Kritik übt der WWF auch an dem vom IWC-Vorsitzende Henrik Fischer vorgelegten Plan, das seit 1986 geltende Walfangverbot durch einen Bewirtschaftungsplan mit wenigen Auflagen zu ersetzen. Damit würde der kommerzielle Walfang automatisch wieder zugelassen. "Der Vorschlag ist völlig unakzeptabel. Fischer vernachlässigt den Walschutz", so Homes. Über den Vorstoß wird die IWC frühestens im nächsten Jahr abstimmen.
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Am 22. Jul. 2004 unter:
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