Regierung will UN-Sanktionen
Spendenaufruf für Sudan-Flüchtlinge
Die schwarzafrikanischen Flüchtlinge sind von arabischen Dschandschawid-Milizen vertrieben worden. In Massen - ihre genaue Zahl ist unbekannt, dürfte aber in die Hunderttausende gehen ? leben sie an der Grenze zwischen Sudan und Tschad in Lagern aus notdürftig errichteten Grashütten. Da die Behausungen gegen die Regenfälle nur unzureichenden Schutz bieten, breiten sich hygienebedingte Krankheiten wie Durchfälle schon jetzt aus. Unicef fürchtet zudem einen Ausbruch der Cholera.
Wieczorek-Zeul nannte neben der Versorgung der Flüchtlinge deren Sicherheit als den "zentralen Punkt". Bislang habe die sudanesische Regierung ihre Zusagen zur Entwaffnung der Milizen nicht eingehalten. Sie appellierte deshalb an den UN-Sicherheitsrat, Sanktionen wie ein Waffenembargo oder das Einfrieren von Auslandskonten zu verhängen. "Wir müssen alles tun, um einen Völkermord in Zeitlupe zu verhindern", unterstrich die Ministerin.
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Am 23. Jul. 2004 unter:
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