August 2004

Verbraucherschutz

Ratgeber gegen Feuchtigkeit und Schimmelbildung

Feuchtigkeit und Schimmelbildung in Wohnräumen ist häufig die Folge des kalten und feuchten Wetters im Herbst und Winter in Verbindung mit Lüftungs- und Heizungsfehlern. Auch undichte Wände, Dächer oder Fenster können die Ursache sein. Schimmel verschwindet nicht von alleine und kann schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Ein Ratgeber der Verbraucherzentralen gibt nützliche Tipps. Die Energieberater stehen aber auch für die persönliche Beratung zur Verfügung.

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Agenda 2010 und Hartz

Anhaltende Proteste bei Montagsdemos setzen Bundesregierung unter Druck

Die anhaltenden Montagsdemonstrationen zeigen nach Ansicht des globalisierungskritischen Netzwerks Attac Wirkung. Mit der Rücknahme der "Zahnpauschale" und den angekündigten Veränderungen bei der so genannten 58er-Regelung reagiere die Bundesregierung auf die wachsenden Proteste gegen den Sozial-Kahlschlag, sagte Peter Wahl vom Attac-Koordinierungskreis. Gestern hatten nach bisherigen Schätzungen erneut 120.000 bis 150.000 Menschen in mehr als 200 Städten demonstriert.

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Rüstungshaushalt senken

Kampagne "Schritte zur Abrüstung" greift in heißen Herbst ein

Im Rahmen der Kampagne "Schritte zur Abrüstung" startet die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) zum Antikriegstag am 1. September, dem 65. Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen, die Aktion "Rüstungshaushalt senken". Mit Unterstützung bundesweiter und regionaler Organisationen - u.a. Kooperation für den Frieden, attac, GEW Baden-Württemberg, Pax Christi, NaturwissenschaftlerInnen-Initiative für Frieden und Zukunftsfähigkeit, Bundesjugendwerk der AWO ruft die DFG-VK dazu auf, im September und Oktober einige Zehntausend Protestpostkarten an Bundeskanzler Schröder zu schicken und so der Forderung einer Senkung des Rüstungshaushaltes Nachdruck zu verleihen. Damit greift die älteste deutsche Friedensorganisation aktiv in den "heißen Herbst" ein.

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Antikriegstag 2004

Aktionen für internationalen Einfluss eines friedlichen sozialen Europas

Mit Friedensfesten, Ausstellungen, Konzerten, Demonstrationen, Kranzniederlegungen, Gedenk- und Diskussionsveranstaltungen wird in zahlreichen Städten der Antikriegstag begangen, der an den Beginn des 2. Weltkriegs am 1. September vor 65 Jahren erinnert. Weit über 150 Veranstaltungen zum Antikriegstag listet das Netzwerk Friedenskooperative in diesen Tagen auf.

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Demokratie

"Rollendes Gesprächsangebot" startet Tour durch Skandinavien und Baltikum

Ein "rollendes Gesprächsangebot" wirbt für eine Volksabstimmung über die Europäische Verfassung: Nach einer längeren Reparatur ist der Mehr Demokratie-Kampagnenbus wieder unterwegs. Am morgigen Mittwoch startet der Bus in Stockholm eine Rundreise durch Skandinavien und die baltischen Staaten. Bis zum 17. September sind Aufenthalte in Schweden, Finnland, Lettland und Estland geplant.

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Umweltschutz

Nationalpark Unteres Odertal nicht leichtfertig aufs Spiel setzen

Angesichts der für Mittwoch angekündigten Wahlkampfkundgebung der SPD in Schwedt warnt der Brandenburger Naturschutzbund NABU davor, den Nationalpark Unteres Odertal im Wahlkampf zu verheizen. Der uckermärkische SPD-Landtagskandidat Mike Bischoff hatte zu Protesten gegen den Nationalpark aufgerufen. "Mit solchem Verhalten beschädigt Bischoff nicht nur die eigene Regierung, sondern fügt auch der Region schweren Schaden zu" sagt NABU-Landesvorsitzender Tom Kirschey.

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Tierschutz

Am 1. September beginnt auf Malta die Jagdsaison auf Zugvögel

Während uns in Deutschland gerade die ersten Zugvögel wie z.B. Störche und Schwalben in Richtung Winterquartier verlassen, haben Vogelfänger Maltas Küste bereits in eine tödliche Falle für sie verwandelt. Ab Mittwoch dürfen auf Malta nach Angaben des Bonner Komitees gegen den Vogelmord ganz offiziell mehr als 6000 bis zu 50 Quadratmeter große Fangnetze für den Fang von Singvögeln, Turteltauben und Goldregenpfeifern aufgestellt werden. Zusätzlich dürfen ab dem 1. September wieder etwa 12.000 registrierte Jäger mit der Flinte auf die Vogelpirsch gehen.

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ARD-Magazin Plusminus

Drastische Hygienemängel in deutschen Krankenhäusern festgestellt

Die hygienische Situation in zahlreichen deutschen Krankenhäusern ist nach Recherchen des ARD-Magazins "Plusminus" mangelhaft (Das Erste, Dienstag, 31.08.2004, 21.55 - 22.30 Uhr). Viele Ärztehände seien nicht ausreichend desinfiziert. Bei Stichproben in den allgemein zugänglichen Bereichen mehrerer Krankenhäuser war die Hälfte der Ärztehände zu hoch mit Keimen belastet.

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Trinkwasser

Neue Umweltkarte für Deutschland zeigt Überschreitung der Blei-Grenzwerte

23 700 Wasserproben hat die STIFTUNG WARENTEST in den vergangenen zehn Jahren auf Schwermetalle untersucht. Und aus den Ergebnissen jetzt aktuell eine Umweltkarte zum Thema Blei im Trinkwasser erstellt. Ergebnis: In vielen Regionen Deutschlands ist das Problem noch nicht gelöst. Das gilt besonders für Ballungsregionen Nord- und Ostdeutschlands. Hier wiesen jeweils mehr als fünf Prozent der eingesandten und analysierten Wasserproben einen Bleianteil über dem aktuell geltenden Grenzwert auf.

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Sudan

Flüchtlinge aus Darfur sollen ungefährdet zurückkehren können

Die Vorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble, ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Druck auf den Sudan zu verstärken, um eine sichere Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimatdörfer zu ermöglichen. Dreißig Tage nach Verabschiedung der UN-Resolution zum Sudan zieht Schäuble nach ihrer Rückkehr von einer einwöchigen Reise in den Sudan eine gemischte Bilanz: "Die Versorgung der Flüchtlinge hat sich verbessert, nicht jedoch die Sicherheitslage. Die Flüchtlinge misstrauen den Sicherheitskräften, daher wagen sie es nicht, in ihre Heimatdörfer zurückzukehren." Viele Flüchtlinge berichteten von fortdauernden Überfällen.

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Demokratie

SPD entscheidet sich für Abstimmung über EU-Verfassung

Die Bürgeraktion Mehr Demokratie begrüßt den Kurswechsel der SPD in der Frage einer Volksabstimmung über die Europäische Verfassung. Der Vorstand der Sozialdemokraten hatte am vergangenen Wochenende auf einer Klausurtagung beschlossen, mit der Einführung bundesweiter Volksbegehren und Volksentscheide auch die Grundlagen für ein EU-Referendum in Deutschland zu schaffen. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll dem Bundestag im Herbst vorgelegt werden.

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Verbraucherschutz

Tipps gegen miese Tricks bei Handwerker- und Kundendienstrechnungen

Verstopftes Rohr, defekter Fernseher oder ein Auto, das nicht mehr fährt: In solchen Fällen sind guter Rat und schnelle Hilfe vom Fachmann lieb und teuer. Den Ärger gibt’s häufig frei Haus dazu. Da werden Termine nicht eingehalten oder die vereinbarten Kosten überschritten, und bei der Ausführung wird geschlampt. "Unliebsame Überraschungen und Streitigkeiten lassen sich jedoch vermeiden, wenn Angebote zu Handwerker- und Kundendienstleistungen vorher sorgfältig gecheckt und die Kosten schriftlich fest fixiert werden", rät die Verbraucherzentrale NRW.

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Wehrdienst

200 Millionen Euro zuviel im Zivildiensthaushalt ?

Die Bundesregierung hat einen Haushaltsentwurf für den Zivildienst vorgelegt, der nicht plausibel ist, wie die Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e.V. feststellt. Öffentlich werde bekundet, Wehr- und Zivildienstpflichtige gleich zu behandeln, intern werde aber vorbereitet, Kriegsdienstverweigerer in sehr viel größerem Umfang als Wehrpflichtige zum Dienst heranzuziehen. Während Verteidigungsminister Struck im nächsten Jahr 66.700 Wehrpflichtige einberufen will, sollen zum Zivildienst 105.000 Zivildienstpflichtige herangezogen werden. Das jedenfalls sieht der Haushaltsentwurf von Jugendministerin Renate Schmidt vor, den die Haushaltsfachleute der SPD-Fraktion auf einer Klausur vom 29. bis 31.8.2004 im Schloss Krickenbeck in Nettetal beraten.

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Ab 9.9.2004

Ausstellung über das Atommülllager Morsleben im Uniklinikum Magdeburg

Am Donnerstag, den 9. September laden die Greenkids in Zusammenarbeit mit der Blutbank des Uniklinikums um 19.00 Uhr zur Vernissage der Ausstellung "Morsleben - Geschichte eines umstrittenen Atomprojekts" ein. Die Ausstellung ist bis mindestens Ende November in den Räumen des Instituts für Transfusionsmedizin zu besichtigen und wandert dann zum nächsten Ausstellungsort, wahrscheinlich der Gedenkstätte in Marienborn.

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Naturschutz

Der Wald leidet als Open-Air-Fitnessstudio

Jährlich suchen viele Millionen Menschen im Wald Erholung vom Alltagsstress. Dabei wird längst nicht mehr nur klassisch gewandert, sondern es sind gerade die Trendsportarten wie Walking, Jogging, Mountainbiking und Hiking, die sich einer steigenden Beliebtheit erfreuen. Dies ist im deutschen Wald alles erlaubt und kostenfrei möglich, seitdem 1975 das freie Betretungsrecht im Bundeswaldgesetz festgeschrieben wurde. Doch führt die Vielzahl der Waldbesucher auch zu Schäden, die in der Regel durch Unkenntnis und Achtlosigkeit hervorgerufen werden, beklagt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, AGDW.

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Verbraucherschutz

Energiesparberatung vor Ort bis 2006 verlängert

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geförderte Projekt "Energiesparberatung Vor Ort" wird um 2 weitere Jahre fortgeführt. Es bietet dem Eigenheim- oder Mehrfamilienhausbesitzer die Möglichkeit sich ein umfassendes energetisches Bild von seinem Gebäude anfertigen zu lassen und dabei in den Genuß einer Förderung von mindestens 300 € zu kommen. Die Beratung beinhaltet die Erhebung des Ist-Zustandes, einen ausführlichen Beratungsbericht sowie ein eingehendes, persönliches Beratungsgespräch vor Ort, teilt der Bundesverband für Umweltberatung mit.

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Algerien

Internationaler Gedenktag der Verschwundenen

Amine Amrouche "verschwand" am 30. Januar 1997. Auf Polizeirevieren, in Gefängnissen und Kasernen, in Kranken- und Leichenschauhäusern hat seine Mutter nach ihm gesucht. Doch von Amine fehlt jede Spur. Ebenso von 4.000 anderen "Verschwundenen", deren Fälle amnesty international (ai) dokumentiert hat. An deren Schicksal erinnert ai anlässlich des Internationalen Tages der "Verschwundenen" am 30. August.

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Karlsruhe

Ende des Gen-Futters bei Müllermilch gefordert

Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Karlsruhe protestierten am Sonnabend auf dem Marktplatz von Karlsruhe dagegen, dass der Molkereikonzern Theo Müller GmbH weiter zulässt, dass seine Vertragsbauern genmanipuliertes Futter an ihre Milchkühe verfüttern. Die Aktivisten stellen eine hölzerne Milchkuh mit Müller-Logo auf, die aus einem Trog "Gen-Futter" frisst. Verbraucher, die gegen Gentechnik im Futter protestieren wollten, konnten sich mit Sprechblasen "Muh gegen Gen-Futter" oder "Gen-Futter - nein Danke" neben der Kuh fotografieren lassen.

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Atomenergie

Ministerforderung zur Laufzeitverlängerung von Biblis A zurückgewiesen

Der Naturschutzbund NABU hat die Ankündigung von Umweltminister Wilhelm Dietzel zum 30jährigen Betriebsjubiläum des Atomkraftwerks Biblis scharf zurückgewiesen, im Falle eines Regierungswechsels in Berlin über eine Laufzeitverlängerung von Biblis A zu sprechen. Der NABU bezeichnete es als "absurd", den Ausstieg aus der Atomenergie als eine "Fehlentwicklung" zu bezeichnen.

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Stromkennzeichnung

Verbraucher haben Recht auf vollständigen Herkunftsnachweis ihrer Energie

Der Stromanbieter Greenpeace energy eG fordert bei der anstehenden Pflicht eines Herkunftsnachweises für Strom die Nennung aller Stromquellen. Eine einfache Unterteilung in "Atomenergie", "Fossile Energie" und "Erneuerbare Energien" reicht nicht aus. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns EWE, hatte sich am Mittwoch gegen eine Deklarationspflicht aller Stromquellen gegenüber den einzelnen Kunden ausgesprochen.

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Tierschutz

Auch Tiere sind Athleten - Olympiafans sollen Meere schützen helfen

Olympiafans können durch Spenden der Umweltstiftung WWF helfen, Athleten der Meere zu schützen. Der WWF engagiert sich für eine nachhaltige Fischereipolitik und ökologische Fischereimethoden. Der schnellste Fisch ist der Schwarze Marlin, ein Schwertfisch mit bis zu 4,5m Länge. Er schwimmt dreieinhalb Mal so schnell wie ein '100 Meter in 10 Sekunden' - Weltklassesprinter. "In Sachen Fair Play können wir von dem Pistolenkrebs lernen: Er ist zwar laut, hält aber beim Kräftemessen mit seinen Artgenossen immer den Sicherheitsabstand ein, so dass so gut wie nie ein anderer Krebs zu Schaden kommt. Die Natur ist darauf angewiesen, dass wir ebenso fair mit ihr umgehen", sagt Kirsten Andrä, WWF-Pressereferentin.

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Lateinamerika

Peru braucht sofort einen nationalen Menschenrechtsplan

Einen nationalen Menschenrechtsplan mit konkreten Maßnahmen hat amnesty international (ai) von der peruanischen Regierung gefordert. Anlass ist der erste Jahrestag der Veröffentlichung des Berichts der Wahrheits- und Versöhnungskommission (CVR) am 28. August. Der Bericht belegt, dass im bewaffneten Konflikt zwischen Regierung und Guerilla zwischen 1980 und 2000 fast 24.000 Menschen ums Leben gekommen oder "verschwunden" sind. Die CVR schätzt, dass die tatsächliche Zahl der Opfer drei Mal höher liegt.

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1. September - Antikriegstag

Deutschlandweite Demonstrationen gegen Krieg und Rüstung

Wie in jedem Jahr finden am und um den 1. September herum zahlreiche Gedenk- und Mahnveranstaltungen sowie Aktionen der Friedensbewegung statt. Anlass ist das Erinnern an die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs durch den deutschen Faschismus. Im Lauf des Krieges wurden über 50 Millionen Menschen getötet, darunter sechs Millionen Juden, die von der Vernichtungsmaschinerie der SS systematisch ausgerottet wurden. Nach Einschätzung des Bundesausschusses Friedensratschlag finden anlässlich des Antikriegstags bundesweit mehr als 170 Veranstaltungen statt. In der Themenvielfalt der Veranstaltungen lassen sich zwei inhaltliche Schwerpunkte ausmachen: der Irakkrieg und die Situation im Nahen Osten sowie die Militarisierung der Europäischen Union.

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Tierschutz

Hände weg von exotischen Tier- und Pflanzensouvenirs

Die Ferienzeit geht zu Ende. Aus Unwissenheit nehmen viele Urlauber exotische Tiere und Pflanzen mit, die eigentlich geschützt sind. "Mehr als 40 000 Pflanzen und 8 000 Tierarten sind durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) geschützt" so Laura Zimprich von der Tier- und Artenschutzvereinigung animal public. Jeder Urlauber, der derartige Souvenirs kauft, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er damit zum Artensterben beiträgt. Zudem werden damit skrupellose Wilderer und Geschäftemacher unterstützt. Wird dem Käufer vom Händler eingeredet, dass dies alles erlaubt sei oder erstellt er gar eine Ausfuhrgenehmigung aus, ist Vorsicht geboten. Nur die Behörden des jeweiligen Urlaubslandes dürfen amtliche Bescheinigungen ausstellen.

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Arbeitsmarktreform Hartz IV

Protestaktionen verständlich - Gesetz nach zwei Jahren überprüfen

Die Transportgewerkschaft TRANSNET hält die Protestaktionen gegen Hartz IV für verständlich. Sie seien Ausdruck ehrlicher Sorge der Bevölkerung. Die Gewerkschaft fordert Nachbesserungen in einigen Segmenten. Außerdem müsse die Reform nach zwei Jahren überprüft werden. Dies gilt vor allem für mögliche Härtefälle und die Arbeitsplatzeffekte. Sollte es nicht zu einem Stellenzuwachs kommen, muss dieser durch Arbeitszeitverkürzung erreicht werden.

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Verbraucherschutz

Umfassende Kennzeichnung auch bei losen Lebensmitteln gefordert

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen unterstützt die vom Bundesministerium für Verbraucherschutz geplante Einführung einer umfassenden Kennzeichnungspflicht unverpackt angebotener Lebensmittel. Der Handel hingegen malt schwarz und prognostiziert das Ende der Bedienungstheken, den Verlust tausender Arbeitsplätze sowie eine Verarmung der Sortimentsvielfalt. 15.000 Konsumenten hatten schon 2002 im Rahmen der Rote Karte-Aktion "Ich will wissen, was drin ist" mit ihrer Unterschrift dieser Forderung Nachdruck verliehen.

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Flussausbau

Umwelschützer gegen Elbe-Saale-Kanal

Mit Verärgerung hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf den Brief aus dem Bundesverkehrsministerium an das Bundesumweltministerium reagiert, in dem ein Raumordnungsverfahren für den geplanten Saale-Elbe-Kanal angekündigt wird. Der Kanalbau an der Saale sei nicht nur unwirtschaftlich, er würde auch Zwänge schaffen, im Anschluss daran die noch weitgehend naturbelassene Elbe weiter zur Wasserstraße auszubauen. Diese Vorhaben widersprächen dem rot-grünen Koalitionsvertrag. Nach der Hochwasserkatastrophe von 2002 habe Konsens bestanden, die Elbe in ihrem Naturzustand zu belassen und alle Bauvorhaben entlang der Flüsse auf den Prüfstand des ökologischen Hochwasserschutzes zu stellen.

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Irak

Entführter italienischer Journalist ermordet

Reporter ohne Grenzen ist erschüttert über den "barbarischen" Tod des italienischen Journalisten Enzo Baldoni. Der 56-jährige freie Journalist wurde letzte Nacht von seinen Entführern ermordet, meldeten der arabische Fernsehsender Al Dschasira und die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die italienischen Behörden bestätigten diese Information und veruteilten die Hinrichtung Baldonis. Enzo Baldoni hat für das unabhängige Wochenmagazin Diario della Settimana gearbeitet.

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Iran

Nach Hinrichtung einer Sechzehnjährigen Abschaffung der Todesstrafe gefordert

Tod durch Erhängen wegen "unkeuschen Verhaltens", so lautete das Urteil gegen Ateqeh Rajabi. Laut Presseberichten hat der Richter der 16-Jährigen den Strick eigenhändig umgelegt. Vollstreckt wurde die Todesstrafe am 15. August, in Neka in der nordiranischen Provinz Mazandaran. "Die Hinrichtung von Ateqeh Rajabi ist ein Skandal. Das Mädchen hatte kein faires Gerichtsverfahren, konnte offenbar nie mit einem Anwalt sprechen", sagte Ruth Jüttner, Iran-Expertin von amnesty international (ai).

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Sudan

Neue Luftbrücke für Flüchtlinge in Darfur verstärkt Hilfsoperation

Angesichts der wachsenden Krise in Darfur errichtet das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) von Genf aus eine weitere Luftbrücke. In sechs Flügen werden 720 Tonnen Hilfsgüter und Geländefahrzeuge nach Darfur transportiert. Ziel der neuen Luftbrücke ist es, die Tausenden von Notleidenden zu erreichen, die immer noch keine humanitäre Hilfe erhalten haben.

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Irak

Freiheit für entführten italienischen Journalisten gefordert

In einem Appell hat sich Reporter ohne Grenzen an die Entführer des seit Tagen als vermisst geltenden italienischen Journalisten Enzo Baldoni von der Wochenzeitung Diario gewandt und seine sofortige Freilassung gefordert. Eine Gruppe, die sich als Islamische Armee im Irak bezeichnet, hat sich in einem am 24. August von Al Dschasira ausgestrahlten Video zu der Entführung bekannt. Sie forderte den Abzug der italienischen Streitkräfte aus dem Irak binnen 48 Stunden. Als Nachweis für seine Identität nannte Baldoni in dem Video seinen Namen. Außerdem wurden sein Pass und sein Presseausweis gezeigt.

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Friedensbewegung

Weiterer Strafprozess gegen Irakkriegsgegner in Frankfurt

Erneut findet am Montag, 30.8.2004, um 13.00 Uhr vor dem Frankfurter Amtsgericht ein Strafprozess gegen vier Personen aus der Friedensbewegung statt, die sich wegen des Irak-Krieges am 15.3.2003 an einer Sitzdemonstration vor der US-Airbase Rhein-Main beteiligt hatten. Am 30. August 2004 verhandelt Amtsrichterin Walter gegen vier Angeklagte, denen die Staatsanwaltschaft den Straftatbestand der Nötigung (§ 240 StGB) vorwirft, teilt das Komitee für Grundrechte und Demokratie Köln mit.

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Ständige Impfkommission

Windpocken-Impfung jetzt für alle Kinder empfohlen

Die Impfung gegen das Windpocken-Virus gehört ab sofort zum Routine-Impfprogramm. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt den Impfschutz jetzt für Kleinkinder zwischen dem vollendeten 11. und vollendeten 14. Lebensmonat. Zusätzlich sollen alle ungeimpften und noch nicht an Windpocken erkrankten Kinder und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr die Impfung gegen Windpocken schnellstmöglich nachholen.

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Künstliche Befruchtung fördern

Geburtenzahl in Deutschland sinkt 2004 um rund 10 Prozent

Wie die Kaufmännische Krankenkasse berichtet, sinkt die Zahl der Geburten in Deutschland dramatisch. "Wir verzeichneten einen Rückgang um rund 10 Prozent allein im 1. Halbjahr 2004 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum", so Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit. Die KKH erhebt die Geburtenzahlen im Rahmen ihres Modellvorhabens zur Vermeidung von Frühgeburten.

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Überfischung

Fischer beschießen Greenpeace-Aktivisten mit Seenotraketen

Mit einer Aktion auf der Nordsee hat Greenpeace am Donnerstag versucht, das Seegebiet der Doggerbank vor Überfischung zu schützen. Drei Aktivisten vom Greenpeace-Schiff "Esperanza" hatten sich selbst und einen Schwimmkörper an den Stahlseilen befestigt, mit denen der Fischkutter "Friendship" sein Netz zieht. Der Kapitän der "Friendship" weigerte sich, die Doggerbank zu verlassen. Die Besatzung beschoß die Aktivisten mit Seenotraketen. Dies ist die dritte Aktion in drei Wochen, mit der Greenpeace gegen zerstörerischen Fangmethoden in dem ehemals artenreichen Seegebiet vorgeht. Greenpeace fordert, die Doggerbank zum Schutzgebiet zu erklären.

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"Vögel des Glücks"

Kraniche rasten wieder zu Tausenden in Mecklenburg-Vorpommern

Herbstzeit ist in Mecklenburg-Vorpommern auch Kranichzeit. Wieder wird an den Rastplätzen der "Vögel des Glücks" ein grandioses Schauspiel geboten, wenn sie zu Tausenden geräuschvoll starten und landen. Im Frühjahr machen diese imposanten Vögel nur kurz Rast auf dem Weg zu ihren Nist- und Brutplätzen in Skandinavien und Osteuropa. Länger in Mecklenburg-Vorpommern bleiben die Kraniche dagegen bei ihrem herbstlichen Rückflug, teilt der Tourismusverband des Landes mit.

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Antarktis

Zunehmender Tourismus gefährdet sensibles Ökosystem um den Südpol

Seit 1994 steigt die Zahl der Antarktis-Touristen kontinuierlich an - von damals 8.000 auf nunmehr jährlich 20.000. Nach den US-Amerikanern stellen die deutschen Touristen mit etwa 15 Prozent die zweitgrößte Gruppe der Besucher. Somit erfreut sich ausgerechnet der unwirtlichste aller Kontinente bei Reisenden aus aller Welt wachsender Beliebtheit. Der zunehmende Tourismus stellt jedoch eine Bedrohung für das empfindliche Ökosystem der Antarktis dar.

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Tierschutz

Kormoranabschuss soll vor Gericht verhindert werden

Der Naturschutzbund (NABU) Landesverband Brandenburg wird gerichtlich gegen den vom Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung (MLUR) beabsichtigten Umgang mit dem Kormoran in Brandenburg vorgehen, wenn dieser wie geplant umgesetzt werden sollte. Dies machte NABU-Landesvorsitzender Tom Kirschey auf einem Treffen mit Minister Wolfgang Birthler am Mittwochabend deutlich. "Der NABU sieht die EG-Vogelschutzrichtlinie in eklatanter Weise verletzt und sieht gute Möglichkeiten, die geplante Vergrämung und Reduzierung des Kormoranbestandes gerichtlich zu stoppen," so Kirschey.

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Gentechnik

Japanische Wissenschaftler arbeiten an der tränenfreien Zwiebel

In Japan wird an der tränenfreien Zwiebel gearbeitet, berichtet Dipl. troph. Silvia Roser vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München im Apothekenmagazin "Gesundheit". Wie der quälende Tränenfluss zustande kommt, wissen Ernährungswissenschaftler recht genau: Einer der charakteristischen Geschmacksstoffe der Zwiebel ist das Alliin. Ein Enzym der Knolle kann es in das Tränen treibende Gas "Propanthialsulfoxid" umwandeln, wenn die Zwiebel geschnitten wird. Dieses Enzym wollen die japanischen Wissenschaftler gentechnisch ausschalten.

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Stadt und Umwelt

Preis "Natur in der Stadt" geht in diesem Jahr nach Lahr

Im Rahmen des Wettbewerbs "Entente florale - Unsere Stadt blüht auf" hat der Naturschutzbund NABU den Sonderpreis "Natur in der Stadt" in diesem Jahr an die baden-württembergische Stadt Lahr verliehen. "Mit dem grundlegenden Umbau eines traditionellen Badebetriebes zu einem Naturbad wurde in Lahr ein ökologisches Vorzeigeprojekt realisiert", sagte Ulrich Kriese, siedlungspolitischer Sprecher des NABU, anlässlich der Preisverleihung auf dem Gelände des ZDF-Fernsehgartens. Die 6-köpfige Jury des NABU habe sich einstimmig für das Naturbad Sulz entschieden.

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Umfrage

CDU/CSU-Wähler mehrheitlich gegen Atomkraft

Anders als die Unionsspitze will die Mehrheit der CDU/CSU-Anhänger am Atomausstieg festhalten - oder ihn sogar noch beschleunigen. Dies ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag des GREENPEACE MAGAZINS. Danach sind 53 Prozent der Unions-Wähler dafür, die heute laufenden Atomkraftwerke in den nächsten zwei Jahrzehnten oder sogar noch schneller vom Netz zu nehmen. Einen weiteren Ausbau der Atomkraft unterstützen hingegen nur 19 Prozent. Insgesamt unterstützen 63 Prozent der Deutschen den Atomausstieg.

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Rohstoffe

Präsident der Bundesanstalt für Rohstoffe warnt vor dauerhaft teurem Erdöl

Die weltweite Ölproduktion werde sich schon bald nicht mehr steigern lassen, sagt der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Friedrich-Wilhelm Wellmer, in der ZEIT. "Wir nähern uns unerbittlich dem Fördermaximum." Bei konventionellem Erdöl werde das Fördermaximum zwischen 2015 und 2020 erreicht. Dies sei "ein historischer Wendepunkt", der "im Grunde unmittelbar bevorstehe."

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Bevölkerungsentwicklung

Junge Altersstruktur in armen Ländern garantiert anhaltendes Bevölkerungswachstum

Mehr als eine Milliarde Jugendliche (15-24 Jahre) leben derzeit auf der Welt. 85 Prozent von ihnen in den Entwicklungsländern. Von 100 Jugendlichen sind 62 Asiaten, 16 Afrikaner, 9 Lateinamerikaner, 9 Europäer und 4 Nordamerikaner. Dies geht aus dem DSW-Datenreport 2004 hervor, den die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) im Vorfeld einer internationalen Expertenkonferenz herausgibt.

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Waldschutz

Handelskonzern will auf Papier aus Regenwaldzerstörung verzichten

Die Metro, einer der größten Handelskonzerne der Welt, beendet die Geschäftsbeziehungen mit ihrem Papierlieferanten APP. Damit reagiert Metro auf Proteste von ROBIN WOOD. Die Umweltorganisation hatte kritisiert, dass der Zellstoff-Konzern APP (Asia Pulp and Paper) für seine Papierproduktion großflächig Regenwald auf Sumatra vernichtet und für Menschenrechtsverletzungen an der dort lebenden Bevölkerung verantwortlich ist. ROBIN WOOD wertet die jetzt getroffene Entscheidung der Metro als wichtiges Signal für Industrie und Handel weltweit, aus dem Handel mit Produkten aus Urwaldzerstörung auszusteigen.

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Sozialabbau

Mögliche gesetzliche Regelungen zum Mindestlohn kritisch betrachtet

Die Transportgewerkschaft TRANSNET sieht einen gesetzlichen Mindestlohn äußerst kritisch. Die Lohnfindung muss den Tarifparteien überlassen bleiben. Die Tarifautonomie dürfe nicht ausgehebelt werden. Die Gewerkschaft setzt in ihrem Bereich auf einen Flächentarifvertrag Schiene. "Wir müssen als Gewerkschaften wieder in eine stärkere Vorwärtsbewegung kommen", forderte der TRANSNET-Chef Norbert Hansen. Insbesondere in Niedriglohnbereichen und Bereichen, in denen der Organisationsgrad schwach sei, müsse verstärkt Überzeugungsarbeit geleistet werden. "Dann werden gesetzliche Mindestlöhne überflüssig", sagte Hansen.

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Afrika

Vergabe des millionsten Kleinkredits in Kenia gefeiert

Die von der Hilfsorganisation WORLD VISION gegründeten Mikrofinanz-Institutionen haben im August 2004 den 1 000 000sten Kredit seit ihrem Arbeitsbeginn vergeben. Aus diesem Anlass erhält die Kenianerin Eunice Cherono am Mittwoch ihren Kredit im Rahmen einer besonderen Zeremonie in Kabernet (Rift Valley-Provinz). Der Leiter der kenianischen Mikrofinanz-Institution NEPAD (Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung) wird der 38-jährigen Mutter von sieben Kindern eine Krediturkunde überreichen. Eunice Cherono ist Inhaberin eines kleinen Lebensmittelladens und leitet eine Kreditgenossenschaft von Kleingewerbetreibenden in dem Dorf Salawa, das einem Regionalentwicklungsprogramm von WORLD VISION angeschlossen ist.

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Datenschutz

Datenschutzgarantien für biometrische Merkmale in Pässen gefordert

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Vorsitzende der EU Datenschutzbeauftragten, Peter Schaar, hat bei der Einführung biometrischer Merkmale in Reisepässen Garantien für den Datenschutz gefordert. Aktueller Anlass ist ein entsprechender Entwurf des Europäischen Rats, der noch vor dem Herbst beraten und verabschiedet werden soll. Die biometrischen Merkmale sollen danach vor allem der besseren Identifizierung der Passinhaber dienen und Passfälschungen verhindern. Schaar fordert eine strikte Begrenzung auf diese Zwecke und erklärt: "Die Daten dürfen ausschließlich in den Dokumenten selbst und nicht in einer zentralen Passdatei gespeichert werden."

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Neue Eskalation der Gewalt in Kolumbien

Vier Jugendliche aus terre des hommes-Projekt auf offener Straße ermordet

In Altos de Cazucá, einem Vorort der Hauptstadt Bogotá in Kolumbien sind am 19. August vier Jugendliche auf offener Straße regelrecht hingerichtet worden. Insider vermuten, dass es sich dabei um eine Art "Machtdemonstration" bewaffneter Gruppierungen handeln könnte, da am selben Tag im kolumbianischen Parlament eine Anhörung zur beängstigenden Situation der Menschenrechte in eben diesem Vorort stattfand. Bei den Toten handelt sich um vier Mitglieder des Projektes "Taller de Vida" von terre des hommes für ein friedliche Beilegung des kolumbianischen Konfliktes. Angesichts des jüngsten tragischen Ereignisses fordert terre des hommes die kolumbianische Regierung eindringlich auf, die Schuldigen ausfindig zu machen und vor Gericht zur Rechenschaft zu ziehen.

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Mangel an finanzieller Unterstützung

Heuschreckenplage nimmt dramatische Ausmaße an

Die Heuschreckeninvasion in den westafrikanischen Sahelländern nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Alleine in Mali hat sich die Zahl der Heuschreckenschwärme binnen einer Woche von 55 auf 70 auf einer Fläche von 950.000 Hektar erhöht. Ein Schwarm besteht aus rund 100 Millionen Heuschrecken, jede verzehrt täglich ihr eigenes Gewicht. Die Insektenplage hat sich bereits von der westafrikanischen Küste im Senegal bis nach Nigeria und in den Tschad ausgebreitet, in Kürze könnte sie auch die sudanesische Krisenregion Darfur erreichen. Die Deutsche Welthungerhilfe appelliert an die Bundesregierung, zusätzliche Mittel für die sich abzeichnende Nahrungskrise im Sahel bereit zu stellen.

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GEZ-Gebühren zurück

Verbraucherschützer entlarven Schreiben als "Ente"

Seit mehreren Jahren erhalten Verbraucher im Land Brandenburg ein Schreiben das angeblich von der GEZ Köln stammt. Darin wird dem Empfänger angekündigt, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF im Frühjahr einen Gewinn von über 1 Mrd. Euro erwirtschaftet hätten und nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Augsburg der Gebührenzahler dadran beteiligt werden soll. Um eine anteilmäßige Rückerstattung von 115,08 Euro zu beantragen müsse man nur die die angegebene Fax-Nummer anwählen. Bei dieser Faxnummer handelt es sich aber um eine kostenpflichtige "0180er" Nummer.

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Papua Neuguinea

Regierung ist wehrlos gegen Schmuggel von Lebewesen

Die Regierung des Inselstaates Papua Neuguinea ist nach eigenen Angaben unfähig, den Diebstahl und Schmuggel von Flora und Fauna aus dem Dschungel zu verhindern, berichtet das Südpazifik-Netzwerk PINA. Demnach fehle es an Ausrüstungsgegenständen, um den ungehinderten Schmuggel effektiv zu stoppen. Forscher vermuten in dem artenreichen Regenwald zahlreiche Pflanzen und Tiere, die für die Forschung von großer Bedeutung sind. Das Department of Environment and Conservation DEC ist für den Schutz der Flora und Fauna im knapp 465.000 Quadratkilometer großen Land zuständig, kann aber den Forderungen nach besserer Kontrolle wegen der Geldnot nicht nachkommen.

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Hartz IV

Bütikofer greift PDS und Union an

Grünen-Chef Reinhard Bütikofer wirft der PDS in Zusammenhang mit den Montagsdemonstrationen gegen die "Hartz IV"-Reform einen "verlogenen Populismus" vor. So habe sie als Partei, die im Berliner Senat Regierungsverantwortung trage, in der Hauptstadt zur Demonstration aufgerufen, kritisierte Bütikofer am Dienstag in Berlin. Die Stadt profitiere wegen der hohen Zahl von Sozialhilfeempfängern aber deutlich von der "Hartz"-Reform. Auch der Anteil der Eingliederungshilfen und der erfolgreichen Ich-AGs sei hier überdurchschnittlich hoch. Vor diesem Hintergrund sei es "verlogen", die Reform als staatlich verordnete Armut zu diffamieren.

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Naturschutz

Land Hessen fördert "Naturnahe Gewässer"

Der Staatssekretär im Hessischen Umweltministerium, Karl-Winfried Seif, hat heute einen Förderbescheid in Höhe von 666.240 Euro aus dem Landesprogramm "Naturnahe Gewässer" an den Gemeindevorstand von Ludwigsau (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) übergeben. "Die finanziellen Mittel dienen zum Bau einer Flutrinne zwischen dem Kiessee Mecklar und der Mündung des Meckenbaches auf der rechten Seite der Fulda", sagte Seif. Die geplante Flutmulde schließe im Oberlauf des Mecklarer Sees an und habe eine Gesamtlänge von ca. 500 m.

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Gefährlicher Bastelspaß

Giftige Stoffe in den beliebten "Scoubidous"

In fast jedem deutschen Kinderzimmer sind die sogenannten "Scoubidou"-Bänder der letzte Schrei. Lange bunte, teilweise leuchtende und glitzernde Bänder aus Kunststoff, aus denen man etwa Schlüsselanhänger flechten kann. Das heiß begehrte Spielzeug riecht allerdings sehr strak und verpestet so ganze Wohnungen. Aus diesem Grund gingen bei Öko-Test viele Anrufe besorgter Eltern ein. Daraufhin hat Öko-Test zwei Produkte im Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis ist erschreckend: In beiden Produkten fanden sich unter anderem hormonell wirksame Substanzen und Lösungsmittel.

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Hochschulbildung

Mehrzahl der Studenten muss für Lebensunterhalt nebenbei arbeiten

Einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Höhe der Lebenshaltungskosten und dem studentischen Nebenjob sieht der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), Achim Meyer auf der Heyde. So beträgt der Nebenjob bei Studierenden bundesweit pro Woche durchschnittlich 7,4 Stunden, allerdings existieren erhebliche regionale Unterschiede, wie die aktuelle 17. Sozialerhebung des DSW zeigt. Danach wird in vielen westdeutschen Universitätsstädten deutlich mehr gearbeitet, nämlich durchschnittlich 10 Stunden, während es in ostdeutschen Städten wie Dresden, Jena und Halle nur etwa 4-5 Stunden sind.

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Fischereipolitik

"Leben ist kein Abfall" - Tote Meerestiere werben für Schutzgebiete

Mit mehreren tausend toten Meerestieren protestierten Greenpeace-Aktivisten am Dienstag auf dem Marienplatz in München gegen die derzeitige Fischereipolitik und für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten in Nord- und Ostsee. Die Umweltschützer präsentierten die toten Tiere auf Tischen vor dem Rathaus, unter einem Banner mit der Aufschrift: "Leben ist kein Abfall". Die Demonstration in München ist Teil der Meeresschutz-Kampagne, an der insgesamt sechs europäische Greenpeace-Büros beteiligt sind.

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Landwirtschaft

Maiswurzelbohrer zeigt verfehlte EU Politik und Probleme durch Pestizideinsatz

Im vergangenen Jahr waren in der Nähe des Euroairports einige Exemplare des Maiswurzelbohrers, eines vermutlich per Flugzeug eingeführten Maisschädlings, aufgetaucht. In einer beinahe militärisch anmutenden "Abwehrschlacht" wurden daraufhin im Elsass über 1,5 Tonnen Insektizide per Hubschrauber ausgebracht. Auch auf der deutschen Seite wurde ein Gebiet entlang des Rheins mit Insektiziden vorsorglich "behandelt", was der BUND Oberrhein verurteilt.

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Meeresschutz

Forscher wollen mit neuen Netzen und Signaltechnik Schweinswale retten

Jahr für Jahr ertrinken weltweit 300.000 Meeressäugetiere in Stellnetzen, die zum Fischfang entlang der Küsten aufgestellt werden. Es verenden besonders viele Schweinswale, die es auch in Nord- und Ostsee gibt. Allein in der Nordsee rechnet man mit 7.000 toten Schweinswalen pro Jahr. Zwei Kieler Meeresbiologen arbeiten daran, dieses verheerende Massaker zu vermindern. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) und T-Mobile unterstützen das Projekt.

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Geißler rügt Diskriminierung von Frauen bei der Olympiade

Doppelmoral beim IOC

Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler kritisiert die Diskriminierung von Frauen bei der Olympiade und wirft dem Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Doppelmoral vor. Bei den Spielen in Athen seien Länder zugelassen worden, in denen Frauen überhaupt keinen oder nur begrenzt Sport treiben dürften, darunter Dschibuti, Eritrea, Sudan, Tschad, Iran, Jemen, Katar, Kuweit, Oman, Pakistan, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, sagte Geißler dem Kölner "Express" (Montagausgabe). In der Olympischen Charta heiße es aber in Kapitel 1, "alle Formen der Diskriminierung mit Bezug auf ein Land oder eine Person, sei es aus Gründen von Rasse, Religion, Politik, Geschlecht oder aus sonstigen Motiven sind mit der olympischen Bewegung unvereinbar".

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Deutlicher Zuwachs im Westen

Erneut Montagsdemonstrationen in ganz Deutschland

Die Proteste gegen Hartz IV und die Agenda 2010 weiten sich noch immer aus: An diesem Montag sind nach Information des globalisierungskritischen Netzwerks Attac Demonstrationen in mindestens 140 Städten geplant, wobei gerade im Westen ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen sei. Zudem werden die Proteste von immer mehr Gruppen unterstützt. Während Teile der Gewerkschaftsführung noch zögern, rufen die regionalen Gewerkschschaftgliederungen vielerorts zu den Demonstrationen auf, so auch in Berlin, wo morgen um 18 Uhr eine große Bündnisdemonstration am Platz vor dem Roten Rathaus startet.

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Kontroverse Diskussion

Mindestlöhne

Äußerst kontrovers diskutiert wird die Einführung von Mindestlöhnen. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) lehnt die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen ab. "Wir brauchen aus meiner Sicht nicht generell einen solchen Mindestlohn", sagte er am Montag im "ARD"-Morgenmagazin. Dies gelte aber nicht für die Bauwirtschaft, da es dort einen Druck der Illegalität gabe. Die PDS begrüßt einen solchen Vorschlag, ebenso wie die Grünen. Die CDU kritisiert die Idee als populistisch.

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Kanada

Monsanto testet heimlich Gen-Weizen weiter

In Kanada gehen die Freilandversuche mit Gen-Weizen, entgegen einer anders lautenden Selbstverpflichtung aus dem Hause Monsanto, nach Angaben von Greenpeace weiter. Greenpeace Kanada war durch ein Schreiben der Lebensmittelaufsichtsbehörde (CFIA) darauf aufmerksam geworden. Erst im Mai hatte der US-amerikanische Gentechnikkonzern öffentlich angekündigt, die kommerzielle Entwicklung des Gen-Weizens auf Eis zu legen. Zuvor hatte es eine erfolgreiche Kampagne von Umweltschützern, Bauernvereinigungen und kanadischen Weizenhändlern gegen das genmanipulierte Getreide gegeben. Die kanadische Lebensmittelaufsicht schrieb Greenpeace jedoch nun, dass in diesem Jahr 16 Freilandversuche mit dem Monsanto-Weizen in dem nordamerikanischen Land stattfinden.

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Vorraussichtlich noch bis 2008 am Netz

Biblis A hat Geburtstag

Das Kernkraftwerk Biblis A in Hessen hat Geburtstag. Am 25. August 1974 wurde der Reaktor, der nach Ansicht von Kritikern heute zu den unsichersten Atommeilern in Deutschland gehört, offiziell in Betrieb genommen. Die Kraftwerksleitung geht nach neuen Berechnungen davon aus, dass Biblis A noch bis Ende 2008 Strom produzieren wird. Das wäre ein Jahr länger, als bei der Vereinbarung über den Atomausstieg erwartet worden war.

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Prominente bedanken sich bei der Krebshilfe

Plakatkampagne zu 30 Jahren Deutscher Krebshilfe

Mit einer bundesweiten Plakat-Aktion und Anzeigen will die "Deutsche Krebshilfe" anlässlich ihres 30jährigen Bestehens verstärkt auf sich aufmerksam machen. Ab Dienstag hängen in Deutschland Plakate, auf denen unter anderem Schauspieler Ben Becker, Popstar Ronan Keating und ZDF-Moderatorin Marietta Slomka der Organisation für ihre Anstrengungen bei der Krebsaufklärung danken, teilte die Krebshilfe am Montag in Bonn mit.

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Wirtschaft

Autoindustrie verschläft Herausforderungen beim Umweltschutz

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wirft der deutschen Autoindustrie Fehlentscheidungen und Ignoranz vor. Wesentliche Weichenstellungen für eine ökologische und kundenorientierte Produktentwicklung seien vernachlässigt, der Anschluss an international vorbildliche Umweltstandards verschlafen worden. Mit ihrer primären Ausrichtung auf immer schnellere, schwerere und stärker motorisierte Wagen liefen die Hersteller in eine Kostenfalle, die sie selbst zu verantworten hätten. Große deutsche Autokonzerne würden enorme Finanzmittel in Luxuswagen-Abenteuer verschleudern, während die Kunden umweltfreundlichere Autos zunehmend im Ausland orderten.

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Kunde wider Willen

Ärgerliche Folgen des "T-Online-Welcome-Pakets"

Bei der VZS häufen sich Beschwerden zu Telefon- rechnungen, auf denen unerklärliche Grundgebühren für den Tarif eco der Firma T-Online auftauchen. Regelmäßig waren die Verbraucher von der Telekom angerufen worden um die Erlaubnis zu bekommen, ihnen Informationen über T-Online zusenden zu dürfen. Diese entpuppten sich als das bereits im Juni 2004 von der Verbraucherzentrale Sachsen kritisierte unwillkommene T-Online-Welcome-Paket. Das hatten die Rat suchenden Verbraucher zum Teil gar nicht geöffnet, in keinem Falle aber nach eigenem Bekunden die darin enthaltenen Zugangsdaten für den T-Online-Internetanschluss benutzt. Trotzdem tauchten in der nächsten Telefonrechnung die Grundgebühren für den Tarif eco auf.

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Naturschutz

Tierfilmer Sielmann kauft Ex-Truppenübungsplatz in Brandenburg

Der Tierfilmer Heinz Sielmann hat einen ehemaligen Truppenübungsplatz in der Döberitzer Heide in Brandenburg gekauft. Auf dem 43 Quadratkilometer großen Gelände will die Heinz-Sielmann-Stiftung ein Wildnisgebiet für große Wildtiere wie Wisente und Wildpferde entwickeln, wie das Potsdamer Umweltministerium am Donnerstag mitteilte. Ein Anziehungspunkt soll ein Besucherzentrum sein, in dem Sielmann sein Lebenswerk vorstellt. In dem früheren Sperrgebiet entwickelte sich eine nahezu einmalige Flora und Fauna.

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Verbraucherschutz

Hygienemängel bei Trinkwasserspendern

Nach Mitteilung des Staatssekretärs im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz Karl-Winfried Seif kommt es bei den inzwischen sehr beliebten und weit verbreitet aufgestellten Trinkwasserspendern (Galonen - Watercoolern) in etwa 20 Prozent der Fälle zu hygienischen Mängeln. Untersuchungen, durchgeführt vom Staatlichen Untersuchungsamt Hessen (SUAH) in Kassel, haben ergeben, dass von 113 Trinkwasserproben aus derartigen Trinkwasserspendern alleine 22 Proben (ca. 20 %) zu beanstanden waren. Grund für die Beanstandungen sind erhöhte Keimzahlen bzw. das Vorhandensein von Fäkalindikatorkeimen in dem dargebotenen Wasser.

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Steigender Ölpreis forciert positive Entwicklung

Rückenwind für Biokunststoffe

Der Verband der europäischen Biokunststoffindustrie IBAW konstatiert ein erfreuliches Wachstum der Branche. Nach seiner Schätzung belief sich der Verbrauch von Biokunststoffen auf annähernd 40.000 Tonnen im Jahr 2003, dies bedeutet eine Verdopplung gegenüber 2001. Darin eingeschlossen sind erdölbasierte Anteile und Werkstoffe, die vollständig biologisch abbaubar sind. Sie werden für die Gebrauchstauglichkeit heute oft noch benötigt. Die Hersteller setzen jedoch auf nachwachsende Rohstoffe nach der Devise "soviel wie technisch möglich". Pflanzenstärke, Zellulose und Pflanzenöl dominieren heute bereits die Rohstoffbasis, ihr Anteil soll weiter wachsen.

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"Grundsätzlich Positiv"

Malteser Hilfsdienst begrüßt Ein-Euro-Jobs

Karl von Löwenstein, Geschäftsfüphrer der Malteser Hilfsdienst GmbH, bewertet die sich im Zuge der Hartz-IV-Reform ergebende Möglichkeit, Langzeitarbeitslosen sogenannte Ein-Euro-Jobs anzubieten als 'grundsätzlich positiv'. Es sei aber nicht abzuschätzen, wie viele dieser Arbeitskräfte die Malteser in ihren Einrichtungen und Diensten einsetzen könnten, obwohl es bei der katholischen Hilfsorganisation natürlich Arbeitsgelegenheiten gebe. "Dies wird entscheidend davon abhängen, wie die Unterstützung für die dafür notwendigen begleitenden Kräfte ausfallen wird."

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Montagsdemo

Aktion 3. Welt Saar bittet Veranstalter Lafontaine auszuladen

Die "Aktion 3. Welt Saar" hat die Veranstalter der leipziger Montagsdemonstration aufgefordert, die Einladung an Oskar Lafontaine als Redner zurück zu nehmen. Er verträte ein tendenziell nationalistisches Verständnis von sozialer Gerechtigkeit und sehe primär Deutsche als Nutznießer staatlicher Sozialleistungen. So kommentiert Erhard Kern vom Vorstand der Aktion 3. Welt Saar das Politikverständnis von Oskar Lafontaine. Lafontaine stelle sich gerne als Streiter für soziale Errungenschaften und als Vertreter des "kleinen Mannes" dar, sofern der "von hier" sei und über einen deutschen Pass verfüge. Nach Ansicht des Aktion 3. Welt Saar sorge er mit nationalistischen Untertönen für eine Entwertung der Demonstrationen gegen Sozialabbau.

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Münster

Seminar zum Bauen und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen

Am 14. September 2004 lädt Bundesministerin Renate Künast zum Statusseminar ?Bauen und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen? nach Münster ein. Konkreter Anlass der Veranstaltung ist die Fertigstellung des mit Mitteln des BMVEL geförderten Kompetenzzentrums Bauen mit Nachwachsenden Rohstoffen (KNR). Der Bundesverbandes für Umweltberatung (bfub) unterstützt die Bestrebungen des Einsatzes der nachwachsenden Rohstoffe im Bereich Bau und sieht hier ein breites Handlungsfeld zum vorbeugenden Umweltschutz, angewandt durch Umwelt-, Energieberater und Akteure der Baubiologie und Architekten

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Hartz IV

CDU kritisiert Ein-Euro-Jobs

Im Zuge der "Hartz IV"-Reformen wird weiter kontrovers über die so genannten Ein-Euro-Jobs diskutiert. CDU-Chefin Angela Merkel kritisierte am Freitag, mit dem Aufbau eines "ineffizienten zweiten Arbeitsmarktes" sei den Langzeitarbeitslosen nicht gedient. Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, warnte vor einer Gefährdung des ersten Arbeitsmarktes durch zu viele solcher Jobs. SPD-Fraktionsvize Michael Müller mahnte, man müsse auch die "soziale und humane Ebene" der Jobangebote sehen. Karl von Löwenstein, Geschäftsfüphrer der Malteser Hilfsdienst GmbH, bewertet die Möglichkeit, Langzeitarbeitslosen sogenannte Ein-Euro-Jobs anzubieten als 'grundsätzlich positiv'.

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Videla weiter im Visier

Nürnberger Justiz pocht auf Auslieferung von Argentiniens Ex-Diktator

Die Nürnberger Justiz pocht wegen der Ermordung von zwei Deutschen in der Zeit der Militär-Herrschaft in Argentinien "mit Nachdruck" auf die Auslieferung des früheren Diktators Jorge Videla. Daran ändere auch die jetzige Einstellung des Verfahrens gegen andere Mitglieder der ehemaligen Militärjunta nichts, betonte das Oberlandesgericht Nürnberg am Freitag. Gegen Videla und vier weitere Beschuldigte bestehe weiter der "dringende Tatverdacht des Mordes in mittelbarer Täterschaft" an den Studenten Elisabeth Käsemann und Klaus Zieschank.

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Greenpeace setzt internationale Kampagne fort

"Esperanza" will Doggerbank vor Überfischung schützen

Gegen die Zerstörung der ehemals artenreichen Doggerbank in der Nordsee haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace heute vor einem Fischkutter protestiert. Von drei Schlauchbooten aus sprangen fünf Umweltschützer vor dem rund 40 Meter langen und unter britischer Flagge fahrenden Kutter "Johannes Calvijn" ins Wasser. Mit Bojen demonstrieren die fünf Aktivisten gegen das Ausbringen der tonnenschweren Grundschleppnetze. Mit der Aktion setzt Greenpeace seine internationale Kampagne zum Schutz von Nord- und Ostsee fort. Erst gestern hatten die Umweltschützer vor dem Brandenburger Tor in Berlin 11.000 tote Meerestiere präsentiert, die in der vergangenen Woche von einem belgischen Kutter in der Nordsee als ungewollter Beifang nach zwei Stunden Fischerei tot aussortiert worden waren.

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Liberia

Menschenrechtslage hochgradig kritisch

Ein Jahr nach Ende des blutigen Bürgerkriegs in Liberiafordert die Menschernrechtsorganisation amnesty international (ai) die UN-Schutztruppen in Liberia (UNMIL) sowie die liberianische Übergangsregierung auf, deutlich mehr für den Menschenrechtsschutz und die Verfolgung der Täter zu tun. In Teilen des landes herrscht noch immer Gewalt. Trotz einiger Fortschritte sei die Menschenrechtslage im Land hochgradig kritisch. ai veröffentlicht heute einen Bericht, der auf Recherchen basiert die ai im Juli in Liberia vorgenommen hat. "In einigen Gegenden sind bisher weder UNMIL-Truppen eingezogen, noch haben dort die im Waffenstillstandsabkommen vom 18. August 2003 vereinbarten Entwaffnungs- und Demobilisierungsprogramme begonnen", sagte Hans-Joachim Müller, Liberia-Experte von ai.

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Lebensmittelsicherheit

Schraubdeckel könnten Babynahrung und Fruchtsaft verunreinigen

Babybreie und Fruchtsäfte, die in Glasbehältern verpackt sind, enthalten möglicherweise eine für die Gesundheit bedenkliche Substanz: 2-Ethylhexansäure (2-EHA) kann in hoher Dosierung das Ungeborene schädigen sowie Haut, Augen und Atemwege reizen. Die Säure, die meist nur in sehr geringen Mengen nachgewiesen worden ist, stammt aus den Schraubdeckeln, die die Glasbehälter verschließen, vermuten Wissenschaftler der Universität Würzburg.

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Truppenabzug

US-Truppen sollen auch Atomwaffen mitnehmen beim Abschied aus Deutschland

Wolfgang Gehrcke, der außenpolitische Sprecher des Parteivorstandes der PDS, forderte aus Anlass der von US-Präsident Bush angekündigten Truppenabzüge: "Der vom US-Präsidenten Bush angekündigte Truppenabzug aus Europa und Deutschland hat keinerlei Einfluss auf die Sicherheit unseres Landes. Das Wehklagen von CDU-Politikern ist emotional begreiflich, in der Sache aber unbegründet. Deutschland ist von niemandem bedroht. Eine Bedrohung hingegen stellen die in Deutschland stationierten US-Atomwaffen sowie das zentrale Luftkreuz der USA in Ramstein und das US-Auslandskommando in Grafenwöhr dar."

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Hartz IV

Wortbruch gegenüber fast 400.000 Langzeitarbeitslosen verurteilt

Zur Hartz IV Reform sind weitere Details bekannt geworden, nach denen ältere Langzeitarbeitslose, die die so genannte 58er-Regelung der Bundesagentur für Arbeit angenommen haben, statt bisheriger Arbeitslosenhilfe bis zu Rente nur noch Arbeitslosengeld II bekommen sollen, und nach denen Erben aus dem eventuellen Vermögen der ALG II-Empfänger Rückzahlungen an den Staat leisten sollen. Diese Praxis verurteilte PDS Bundesgeschäftsführer Rolf Kutzmutz als massiven Vertrauensbruch, da den Betroffenen nun weit weniger Geld zur Verfügung stehe, als ursprünglich zugesagt.

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Geschlechtergerechtigkeit

Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ignoriert Frauen

Die Bundesregierung komme in der Nachhaltigkeitsstrategie nach wie vor dem eigenen Anspruch, die Gleichstellung von Frauen und Männern bei allen politischen Maßnahmen zu fördern, nicht nach. Diese Kritik übt genanet - Leitstelle Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit in einer Stellungnahme zum jetzt vorliegenden Entwurf des ersten Regierungsberichts zur nationalen Nachhaltigkeitspolitik. Die Autorinnen fordern, viel konsequenter für alle Kapitel des Berichts zu prüfen, ob und in wie weit Frauen und Männer aufgrund ihrer sozialen Rollen unterschiedlich von politischen Planungen betroffen sind bzw. welche Auswirkungen die entsprechenden Entscheidungen auf die Geschlechterverhältnisse haben.

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Genmanipulation

Träge Affen durch US-Wissenschaftler zu Workoholics gespritzt

Wissenschaftler in den USA haben sonst eher behäbige Affen durch Genmanipulation zu Workaholics gemacht. Vier Tieren sei eine Substanz gespritzt worden, die ein bestimmtes Gen im Gehirn blockierte. Jener Erbgutfaktor ist für die Balance zwischen Arbeitsaufwand und Belohnung zuständig ist, berichtete das National Institute of Mental Health (NIMH) in Washington am Mittwoch.

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Erneuerbare Energien

Fotovoltaikanlagen sollen nicht freie Landschaft zerstören

Das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz macht's möglich: Fotovoltaik-Anlagen lohnen sich nun auch als Großprojekt. Im ganzen Land häufen sich demzufolge Anfragen an die Baubehörden, nach denen jeweils eine Fläche von 10 bis 30 Fußballfeldern mit Solarmodulen überstellt werden soll - und dies überwiegend in der freien Landschaft. Das ruft nun den Landesnaturschutzverband (LNV) auf den Plan. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) ist Dachverband der Natur- und Umweltschutzverbände in Baden-Württemberg. Er spricht sich eindeutig gegen eine solche neue Form des Flächenverbrauchs aus, solange im bebauten Bereich noch Alternativen "im Überfluss" vorhanden sind.

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Artenschutz

In Brandenburg alte Nutzpflanzen durch Aufessen bewahren

"Bewahren durch Aufessen" ist das nur scheinbar paradoxe Motto, des Vereins zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. (VERN). Nach Greiffenberg in der Uckermark lädt er am 22. August viele Besucher zum Kosten ein. Haben die Verbraucher erst herausgefunden, wie gut die fast vergessenen Gemüse- und Obstsorten schmecken, bleiben sie dabei, so das Kalkül. Durch den Magen soll die Liebe und damit die Bereitschaft zum Erhaltung alter Nutzpflanzen wie des Eiskrauts, der schwarzen Ungarin oder des Braunkohls zu wachsen.

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Naturzerstörung in Südostasien

Unkontrollierter Holzhandel gefährdet tropische Sumpf-Wälder

Der unkontrollierte Handel mit dem in Asien, Europa und Nordamerika beliebten Tropenholz Ramin bedroht die letzten Sumpf-Wälder in Südostasien. In Indonesien zerstört illegaler Raubbau den Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Orang Utans. Laut einer Studie, die der WWF am Donnerstag vorstellt, klafft eine große Lücke zwischen den gemeldeten Ausfuhrmengen der wichtigsten Raminexporteure Indonesien, Malaysia und Singapur und den Importzahlen der Empfängerstaaten.

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Klimaschutz

Wirkung von Klimaänderungen in Europa bereits erkennbar

Die Ergebnisse einer Studie der Europäischen Umweltagentur in Kopenhagen zeigen, dass sich auch in Europa das Klima in den vergangenen hundert Jahren deutlich verändert hat und dass in vielen Bereichen bereits Auswirkungen des Klimawandels erkennbar sind. Beispielsweise nehmen die Verluste der Versicherungsbranche - auch durch häufigere extreme Wetterereignisse verursacht - deutlich zu. Steigende Temperaturen und Hitzewellen führen zu Gesundheitsproblemen.

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Kulturaustausch

Teilnehmer für Jugendbegegnung in Polen im September gesucht

Die nächste durch den Friedenskreis organisierte internationale Jugendbegegnung beginnt bereits in etwas mehr als zwei Wochen: Vom 07.09. bis zum 14.09.04 findet in Motycy Lesny / Polen eine deutsch-polnisch- ukrainische Begegnung zum Thema "Rechtsextremismus -ein trinationaler Vergleich " statt. Während der Begegnung, an der junge Menschen aus Halle im Alter von 18 bis 26 Jahren teilnehmen können, soll es darum gehen, aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Nationalismus vorzugehen.

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Bangladesch

Nahrung und Medizin für Opfer der Flutkatastrophe benötigt

Zusammen mit ihren Partnerorganisationen HEED, PARI und BNM hat die Kindernothilfe bereits 8.000 von der Flut betroffene Familien mit Nahrung und Medikamenten versorgt. Jetzt stellt sie erneut Gelder zur Verfügung und ruft zu Spenden auf, um weitere Familien mit dem Nötigsten zu versorgen, zerstörtes Saatgut zu ersetzen und die von der Flutkatastrophe zerstörten Häuser und Schulen wieder aufzubauen.

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Zoo Zürich

Vor Wilderern gerettete Schneeleopardin wurde Mutter

Der Naturschutzbund NABU und der Zoo Zürich haben heute den Nachwuchs des 4-jährigen Schneeleoparden-Weibchens Dshamilja im Zoo Zürich der Öffentlichkeit vorgestellt. Das vitale und gesunde männliche Jungtier Erkhet kam am 5. Mai 2004 um 8:30 Uhr zur Welt, wurde aber, um Störungen zu vermeiden, erst jetzt präsentiert. "Wir freuen uns riesig über den jungen Schneeleoparden, denn es beweist, dass sich die junge Schneeleopardin erfolgreich im Zoo Zürich eingelebt hat", kommentierte Birga Dexel, Leiterin des NABU-Schneeleopardenprojektes, das Ereignis. Schließlich stand vor mehr als drei Jahren das Überleben des Schneeleopardenweibchen noch auf dem Spiel. Im Dezember 2000 konnte sie von der NABU-Wildhütereinheit "Gruppa Bars" in Kirgisistan schwer verletzt aus den Händen einer skrupellosen Händlerfamilie gerettet werden.

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Keine Patente auf Leben

Nationaler Ethikrat soll Würde des Menschen verteidigen

Mit einer Tiefkühltruhe voller Babypuppen protestiert Greenpeace heute in Berlin gegen ein europäisches Patent auf menschliche Embryonen. Das im November 2003 erteilte Patent (EP 1121015) kann sowohl im Rahmen der künstlichen Befruchtung, als auch zum Klonen menschlicher Embryonen genutzt werden. Da heute der Nationale Ethikrat beraten will, ob das Klonen menschlicher Embryonen und Patente auf Leben nach seiner Sicht zulässig sein dürfen, übergaben Greenpeace-Aktivisten dem Vorsitzenden des Rates, Professor Spiros Simitis, ihren Antrag auf Widerruf des Patentes. Greenpeace fordert den Ethikrat auf, Position gegen Patente auf Menschen, Tiere und Pflanzen zu beziehen.

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Friedensbewegung

Abrüstung statt Sozialabbau gefordert

Die DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft/Verband der Kriegsdienstverweigerer) fordert alle Initiativen auf, Druck auf die Politiker auszuüben. Hartz IV schicke die Arbeitslosen in die Armut, während gleichzeitig milliardenschwere Rüstungsprogramme aufgelegt würden.

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Truppenabzug

Schließung amerikanischer Stützpunkte in Deutschland begrüßt

Der von Präsident Bush angekündigte Abzug Zehntausender US-Soldaten auch aus Deutschland wird von der AG Frieden in Trier begrüßt. Sie hofft grundsätzlich auf Abzüge und Auflösungen von militärischen Kriegseinheiten. "Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass der Kriegsflughafen Spangdahlem geschlossen wird - Daher sind jetzt Konversionsprojekte und Alternativen zur Monostruktur der Region zu beginnen. Die Regierung handelt fahrlässig, wenn sie trotz klarer Anzeichen für den (Teil)abzug des Militärs nicht endlich mit konkreten Konversionsprojekten beginnt!" so Markus Pflüger von der AG Frieden Trier, die zusammen mit anderen Friedens- und Umweltgruppen der Region am 20. Juni 2004 mit der Konversionskonferenz zur zivilen Umwandlung der Airbase Spangdahlem einen ersten Impuls gesetzt hatten.

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Für Artenvielfalt

Blütenpreis 2004 - Bunt statt grün - lasst Blumen blühn!

Die Initiative David gegen Goliath stiftet den Blütenpreis 2004 für denjenigen, der nachweislich innerhalb der kürzesten Zeit die meisten unterschiedlichen Blühpflanzen sät oder pflanzt. "Einfalt statt Vielfalt ist der Tod jedes lebendigen, sich selbst regulierenden Systems. Deshalb kann die Lösung nur in einer umfassenden Aussaat- und Bepflanzungsinitiative von bunten Garten- und Wiesenblumen liegen, die nicht nur unsere Augen, Nasen und Herzen erfreuen, sondern vor allem auch für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und alle anderen Pflanzen bestäubenden Insekten unverzichtbare Lebensgrundlage sind", so der Vorsitzende von David gegen Goliath e.V. Bernhard Fricke.

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Arbeitslosigkeit

Kein Beschäftigungswunder durch Minijobs in Sicht

Die von der Bundesknappschaft im Juni 2003 erstmals identifizierten 6,4 Millionen Minijobs bestanden vermutlich zum größten Teil bereits vorher als kleine Beschäftigungsverhältnisse am Rande des Arbeitsmarktes, so der aktuelle Wochenbericht 34/2004 des DIW Berlin. Der seither registrierte Zuwachs könne somit zum erheblichen Teil auf Substitution aus bisheriger Beschäftigung zurückgeführt werden. Mehr Arbeitsplätze wurden jedoch nicht geschaffen.

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Turbinen im East River versorgen Big Apple mit Strom

Grüne Energie für New York

Ab kommenden September werden sechs Turbinen neun Meter unter der Flussoberfläche des East Rivers in New York eingegraben und werden etwa den Energiebedarf von 200 Haushalten auf umweltfreundliche Weise produzieren, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Wenn das 4,5 Mio. Dollar Projekt in vollem Umfang realisiert wird, ist es die erste Gezeitenkraftwerksfarm der Welt. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um zuerst einige Straßenlichter, einen Supermarkt und eine Parkgarage mit Strom zu versorgen. Wenn jedoch alles nach Plan verläuft, sollen schon bald 200 bis 300 solche Turbinen im Fluss installiert werden. Interesse an einer alternativen Stromversorgung kommt angeblich vom UN-Headquarter in New York.

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Schon einige Erfolge vorzuweisen

BigBrotherAwards

Zum fünften Mal jährt sich die Verleihung des Datenschutznegativpreises "BigBrotherAward". Eine Jury aus Menschenrechtlern, Daten- und Verbraucherschützern wählt aus den Vorschlägen die gemeinsten "Datenkraken" des Jahres aus. Der BigBrother Award kann schon einige Erfolge aufweisen. So enntarnte er im Jahr 2000 die Payback Rabatt-Karte als Datensammalkarte oder deckte 2001 auf, dass Firmen Menschen mittels des sogenannten Scoringverfahrens in wünschenswerte und weniger wünschenswerte Kunden einteilen

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11.000 tote Meerestiere vor dem Brandenburger Tor

Greenpeace protestiert gegen Fischereipolitik

Für die Einrichtung von Schutzgebieten in der Nord-und Ostsee protestieren 25 Greenpeace-Aktivisten seit heute Vormittag mit rund 11.000 toten Meerestieren vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Die Umweltschützer präsentieren die Tiere auf einem 100 Meter langen Tisch, auf einem Banner steht: "Leben ist kein Abfall". Die toten Meerestiere waren in der vergangenen Woche von einem einzigen Fischkutter nach zwei Stunden Fangzeit in der Nordsee als Abfall aussortiert worden. Aktivisten an Bord des Greenpeace-Schiffes "Esperanza" hatten daraufhin den sogenannten Beifang, der bis zu über 90 Prozent eines Fanges ausmachen kann, eingesammelt und dokumentiert. Greenpeace fordert, 40 Prozent von Nord- und Ostsee unter Schutz zu stellen.

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Sudan

Auswärtiges Amt stellt Kommunikationsmittel für AU-Mission zur Verfügung

Auf Bitten der Afrikanischen Union (AU) stellt das Auswärtige Amt dringend benötigte Kommunikationsmittel für die Mission zur Überwachung des Waffenstillstands in Darfur, Sudan, zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Satellitentelefone, Funkgeräte und weitere Kommunikationsausrüstung. Die Geräte werden in Kürze auf dem Luftweg nach Khartum transportiert und dort der AU übergeben. Ziel dieser technischen Unterstützung ist es, möglichst schnell die volle Einsatzfähigkeit der AU-Mission herzustellen, die seit gestern durch rund 150 ruandische Soldaten in Darfur verstärkt wird.

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Explosive Ladung

Tankschiff in Koblenz auf Grund gelaufen

Ein holländisches Tankschiff hat sich an einer Rheinbrücke in Koblenz festgefahren. Das mit 1800 Tonnen Rohbenzin beladene Schiff war in der Nacht zum Dienstag an einer gesperrten Durchfahrt auf Grund gelaufen, wie die Wasserschutzpolizei am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Bislang besteht den Angaben zufolge keine Gefahr, dass Teile der Ladung austreten könnten. An gleicher Stelle war bereits in der vergangenen Woche ein Tanker gestrandet.

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Rumänien

Tierhilfswerk eröffnet Tierheim in Bukarest

Am 28. August öffnet in Bukarest das erste nicht staaltiche Tierheim Rumäniens seine Pforten. Das ?Christi Bukarest des DTHW? bietet 1000 Hunden Platz. In Bukarest, wo die Bevölkerung genügend eigene Probleme hat, gibt es tausende streunender Hunde, die an Hunger und Krankheiten leiden. Um der Lage Herr zu werden, hat die Stadtverwaltung die Zahl der Tierfänger erhöht, um die Rudel systematisch auszurotten. Die Hunde landen meist in Tötungsstationen, manchmal auch dirket auf der Straße erschlagen.

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VZ Bayern warnt

Im Sommer steigt die Gefahr von Lebensmittel­infektionen

Die Verbraucherzentrale Bayern warnt vor der Gefahr von Lebensmittelinfektionen. Nicht immer sind Eier oder Hackfleisch die Ursache dafür. "Viele unterschätzen bei sommerlichen Temperaturen die Gefahr von mangelnder Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln", warnt die Ver­braucherzentrale Bayern. In Speisen, die zu lange ohne Kühlung sind, finden Erreger von Lebensmittelinfektionen einen idealen Nährboden. Ältere oder immungeschwächte Personen, aber auch Kinder und Schwangere reagieren besonders empfindlich auf verdorbene Speisen und sollten entsprechend vorsichtig sein.

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Der Umwelt zu liebe

Verbraucherzentrale rät zum Kauf von Recyclingpapier

Anlässlich des Schulstartes rät die Verbraucherzentrale NRW dazu, nur Schreibmaterialien aus Recyclingpapier zu benutzen und Schulhefte und Blöcke aus frischem Zellstoffpapier zu meiden. Seit fünf Jah­ren wirbt sie gemeinsam mit anderen Verbänden in der "Initiative 2000 plus - Schulmaterialien aus Recyclingpapier" an Schulen für umweltfreundli­chere Alternativen. Rund 800 Schulklassen haben sich bisher in Nordrhein-Westfalen freiwillig verpflichtet, nur noch Material aus hundert Prozent Altpapier für Schulaufgaben und Klassenarbeiten zu verwenden.

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Verbraucherschutz

Gericht bewertet Zeckenbiss als Unfall - Versicherung muss zahlen

Ein Zeckenbiss, aus dem eine Borreliose-Erkrankung entsteht, stellt eine Unfallverletzung dar, hat das Amtsgericht Dortmund entschieden (Az.: 128 C 5745/03). Wie das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" berichtet, wurde eine Unfallversicherung verurteilt, Krankenhaustagegeld für die Dauer einer Borreliose-Behandlung zu zahlen. Eine Klinikeinweisung aus diesem Grund ist allerdings nur sehr selten nötig.

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Häusliche Pflege

Über vier Millionen Angehörige pflegen in Deutschland oft unentgeltlich

Auch wenn zunehmend mehr alte Menschen in betreute Einrichtungen ziehen - die Familie bleibt die bedeutendste Institution für pflegebedürftige Senioren. Etwa 2,7 Millionen Frauen und 1,5 Millionen Männer opfern im Schnitt fast drei Stunden täglich für diese Aufgabe, berichtet Dr. Jürgen Schupp vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung im Apothekenmagazin "Gesundheit". Nur der kleinere Teil von ihnen, nämlich rund 1,4 Millionen Personen, bekommt dafür finanzielle Zuschüsse über die Pflegeversicherung.

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Tag der Offenen Tür beim Kanzler

Die Bundesregierung lädt die Bürger zum Staatsbesuch ein

Am 21. und 22. August 2004 rollt die Bundesregierung wieder für alle Bürgerinnen und Bürger den roten Teppich aus. Unter dem Motto "Einladung zum Staatsbesuch" öffnen das Bundeskanzleramt, alle dreizehn Bundesministerien und das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung ihre Pforten und bieten jeweils von 10-18 Uhr ein vielfältiges Informations- und Unterhaltungsprogramm. Der Eintritt ist natürlich frei.

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Afrika

Bundesregierung fordert Sicherheit für Flüchtlinge von Regierung des Sudan

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Kerstin Müller, erklärte am Freitag (13.08.): "Die Situation in Darfur im Westen des Sudan bleibt weiterhin dramatisch. Ich bin sehr besorgt über Berichte, nach denen es in den letzten Tagen weiterhin zu Luftangriffen der sudanesischen Armee auf Zivilisten in Darfur sowie Überfällen der gefürchteten Reitermilizen gekommen ist. Ich appelliere an die sudanesische Regierung, die Resolution des Sicherheitsrats 1556 umzusetzen, Angriffe auf Zivilisten sofort zu beenden und die Reitermilizen endlich zu entwaffnen. Ein klares Signal, dass die sudanesische Regierung es ernst meint, steht noch aus. Ein solches könnte die Inhaftierung von bekannten Milizenführern sein."

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Hartz IV

Breites Bündnis ruft Berlinerinnen und Berliner zur Montagsdemonstration auf

Das "Berliner Bündnis gegen Hartz IV" aus Bürgerinitiativen, Gewerkschaftern, der Initiative Volksbegehren Soziales Berlin , Erwerbslosenorganisationen, PDS Berlin, der Berliner Wahlalternative, attac Berlin und vielen anderen ruft die Berliner für den 16.8. zu einer Montagsdemonstration um 18 Uhr auf dem Alexanderplatz auf. Dort werde man Schröder und Konsorten zeigen, was am Tag der deutschen Einheit auf ihn zukommen wird, wenn sie Hartz IV nicht zurücknähmen. "Wir lassen uns nicht ausrauben.", erklärt das Bündnis.

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"Unerwartete Rückschritte" und "üble Entgleisungen"

Seelsorger veröffentlichen Bericht über Polizeiwillkür beim Castor-Transport

Neun Monate nach dem vergangenen und drei Monate vor dem nächsten Castor-Transport haben die beiden Kirchenkreise von Lüchow-Dannenberg die Berichte von Pastorinnen und Pastoren sowie kirchlichen Mitarbeitern vorgelegt, die während des vergangenen Atommüll-Transportes ins Zwischenlager als Vermittler und Beobachter unterwegs waren. Das sei einerseits spät, weil man die schockierenden Erlebnisse "nicht im Zornesausbruch", so Superintendent Kritzokat niederschreiben wollte. Das sei andererseits aber auch gewollt rechtzeitig, um im medialen Sommerloch und vor dem nächsten Transport eine große Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass und wie "vitale Rechte unseres demokratischen Gemeinwesens hier erdrückt werden".

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Atomenergie

Harmlosigkeit des Generatorschadens im AKW Gundremmingen bezweifelt

Seit wenigen Tagen teilen die Betreiber des AKW Gundremmingen mit, dass der Block C des AKW Gundremmingen seit dem 05.08.04 stillstehe. Ein Schaden am Generator erfordere einen Austausch des Bauteils. Eine Gefahr für Personal und für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, so die Pressesprecherin des AKW, Frau Simone Rusch. Die Ulmer Ärzteinitiative bezweifelt diese Darstellung. Ein defekter Generator könne nach ihrer Meinung die Turbine zerstören und damit zum Austreten riesiger Mengen radioaktiven Dampfes führen.

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Atomenergie und Rüstung in den USA

Aktivist des Atom-Widerstandes in den USA zum Gespräch in Platenlaase

Auf Einladung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg wird der US-amerikanische Aktivist Dave Kraft über den Widerstand gegen die Atomindustrie und Überschneidungen mit der Atomwaffenproduktion und deren Auswirkungen referieren. In welchem Ausmaß schon der Normalbetrieb von Atomanlagen führt, wird er anhand der Ergebnisse eines flächendeckenden Krebsregisters und unabhängiger Studien aufzeigen. Laut diesen Studien sind neben den großen Atomkatastrophen von Tschernobyl oder Three Miles Island die Atombombentests Verursacher der weltweit steigenden Krebserkrankungen.

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Kinderrechte

"Lichter für Kinder" sammelt Geld für Notleidende

Am Freitag, dem 20. August, findet in Berlin die Aktion "Lichter für Kinder" zugunsten der Kinder dieser Welt statt. Dabei werden 5.000 Schülerinnen und Schüler eine Million Kerzen anzünden und sie rund um die Siegessäule platzieren. Noch nie wurden soviele Kerzen an einem einzigen Ort entzündet. Mit der Aktion weisen wir auf die rund eine Million Kinder hin, die jeden Monat an Unterernährung, Krankheit, Missbrauch und Gewalt sterben.

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Flughafen Schönefeld

Großflughafen Berlin-Brandenburg: Zu teuer, zu groß, zu laut

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. kritisiert den heute vom brandenburgischen Verkehrsministerium vorgelegten Planfeststellungsbeschluss für den Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) als völlig überdimensioniert. "So wie der Beschluss jetzt aussieht, würde der neue Flughafen in Schönefeld viel zu teuer, zu groß und zu laut. Nach zwölf Jahren hin und her in der Planung soll ein Vorhaben umgesetzt werden, das weder der Kassenlage noch Umweltbelangen gerecht wird. Auch die Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner nach Ruhe sind nicht genügend berücksichtigt", erklärt Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand.

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Erneuerbare Energie

Größtes Solardach Griechenlands geht in Athen in Betrieb

Rechtzeitig zu den olympischen Spielen ging in Athen die mit 33 Kilowatt (kW) größte Aufdach-Solarstromanlage Griechenlands in Betrieb. Sie wurde gemeinsam mit mit griechischen und deutschen Partnern von RWE SCHOTT Solar erbaut. "Mit der Anlage auf dem Dach der Deutschen Schule in Athen wollen wir die griechische Regierung dabei unterstützen, ein Marktanreizprogramm nach dem Vorbild des deutschen Energie Einspeise Gesetzes (EEG) einzuführen", meint Dr. Winfried Hoffmann, Sprecher der Geschäftsführung bei RWE SCHOTT Solar und derzeitiger Präsident der European Photovoltaic Industry Association (EPIA).

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Olympische Spiele 2004

Monitor bezeichnet Doping-Test von Athen als Augenwischerei

Harte Kritik an der Anti-Doping-Politik übt das ARD-Magazin MONITOR in seiner Freitag-Sendung (Das Erste, 20.15 Uhr). Im Mittelpunkt der Kritik steht der neue Test auf Doping mit Wachstumshormon (hGH), der in Athen erstmals durchgeführt werden

soll. Der Heidelberger Molekularbiologe Werner Franke bezeichnet die Durchführung des Tests während der Spiele als PR-Aktion des IOC: "Da der Nachweis des Tests laut der Wissenschaftler selbst nur 36 Stunden ist, wird also jeder, der an Ort und Stelle im Wettkampf ist, es früh genug abgesetzt haben und es wird nichts nachweisbar sein."

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Flussausbau

Polnische Wasserverwaltung schafft Fakten mit illegalem Oder-Ausbau

An der Grenzoder zwischen Hohensaaten und Bielinek erfolgen zurzeit massive wasserbauliche Aktivitäten durch die polnische Wasserbauverwaltung. Es werden sowohl neue Buhnen angelegt als auch unverbaute Ufer massiv befestigt. Dabei wurden unter anderem naturnahe Altarme und Ausbuchtungen vom Flusslauf abgeschnitten. Negative Auswirkungen auf das Strömungsverhalten und die Hochwassergefahr können nicht ausgeschlossen werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) kritisiert diese Baumaßnahmen aufs Schärfste, denn sie stellen einen Ausbau dar, zu dem sowohl ein Planfeststellungsverfahren als auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) fehlen.

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Flussschutz

Ende der Naturzerstörung im ukrainischen Donaudelta gefordert

Angesichts der Zerstörung bedeutender Teile des Donaudeltas durch Kanalbauarbeiten auf ukrainischem Gebiete hat der Naturschutzbund NABU das Auswärtige Amt aufgefordert politischen Druck auf die Ukraine auszuüben. "Die Bauarbeiten am

Schifffahrtskanal und in den Uferbereichen gefährden einen der großartigsten Naturräume der Erde und die wichtigste Drehscheibe des Vogelzuges im westlichen Schwarzmeerraum", sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. Auch die UNESCO dürfe nicht tatenlos bei der Zerstörung eines ihrer Weltnaturerbegebiete zuschauen. Die Hamburger Firma Möbius Bau, die maßgeblich an der Umsetzung vor Ort beteiligt ist, forderte der NABU auf, unverzüglich die laufenden Bauarbeiten zu beenden.

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Olympia und Tiere

Tierschützer befürcheten Tötungsaktionen von Straßenhunden für das IOC

Die griechischen Behörden standen bereits im Vorfeld der beginnenden Olympiade in der Kritik der Tierschützer. Der Grund: An den Olympiastätten sollten die dort lebenden Straßenhunde getötet werden. Der daraufhin einsetzende Protest hat dazu beigetragen, dass die Behörden von den ursprünglichen Plänen abgewichen sind. Die Hunde werden eingesammelt und in zentrale Auffangstationen gebracht. Jetzt aber bahnt sich die nächste Katastrophe an. Die Spielstätten und das Olympische Dorf sind eingezäunt, die Helfer kommen nun nicht mehr an die dort noch verbliebenen Hunde heran. Das IOC hat offenbar angeordnet, dass kein Hund an den Stätten zu sehen sein darf. Der Deutsche Tierschutzbund und der ETN befürchten nun, dass diese Erklärung eine kurzfristige Tötungswelle auslöst, die vom IOC toleriert werde.

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Fahrradsicherheit

Gemeinsame Wege für Radfahrer und Fußgänger bergen Gefahren

Auf gemeinsamen Geh- und Radwegen kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) befürwortet deshalb die Trennung des Rad- und Fußgängerverkehrs. "Fußgänger fühlen sich gestört und sind oftmals gefährdet, Radfahrer können nicht zügig, sicher und komfortabel vorankommen", sagte ADFC-Bundesvorsitzender Karsten Hübener. Die unterschiedlichen Sicherheitsinteressen lassen sich nur durch die klare Trennung der Verkehrsflächen vereinbaren. Wenn der Platz für gesonderte Radwege nicht ausreicht, sollten Radfahrer besser auf der Fahrbahn als auf dem Fußweg fahren.

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Kommunikation

Verbraucherschützer warnen vor Kostenfallen in Branding-Handys

Zahlreiche Marken-Handys der Spitzenklasse sind gegenwärtig mit Kartenvertrag bei den Mobilfunk-Netzbetreibern für einen Spottpreis zu haben. Doch Vorsicht: Wenn auf dem Handy das Logo des Netzbetreibers prangt, muss man darauf gefasst sein, dass die Funktionsweise des Handys nicht mehr der des Original-Handys des Herstellers entspricht, erklärt Evelin Voß von der sächsischen Verbraucherzentrale. Diese so genannten Branding-Handys sind auf bestimmte Dienste des Netzbetreibers fest voreingestellt. Das erleichtert die Bedienung, wenn man die Datendienste des Netzbetreibers in Anspruch nehmen will, wie etwa Logos, Klingeltöne und Spiele vom WAP-Portal des Netzbetreibers herunter laden, E-Mails schreiben und Bilder versenden. Doch viele Branding-Handys nötigen ihren Besitzern durch eine veränderte Menüführung und Tastenbelegung die neuen Dienste regelrecht auf.

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Atomkraftwerke

Noch viel mehr Störungen im Akw Gundremmingen

Am Freitag, 13. August 04, hat das AKW Gundremmingen auf seiner Homepage berichtet, daß der Block C am 5.8. wieder abgeschaltet werden mußte. Allerdings verheimlicht das AKW, daß diese Probleme schon tagelang vorher auftraten. Die Hintergründe bleiben im Dunkeln. Die Energiewende atomkraftfreies Schwaben e.V. vermutet, man habe in Gundremmingen den Überblick über die Störungen verloren. Denn im Juli und August geschahen noch wesentlich mehr meldepflichtige Ereignisse.

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Euronatur schlägt Alarm

Griechenlands Naturschätze als Verlierer der Olympischen Spiele

Die Umweltstiftung Euronatur betont, dass die grieschiche Olympiaeuphorie die 27 Nationalparke Griechenlands und deren einzigartige Naturschätze belastet. Euronatur kritisiert, dass sich Griechenland der Olympiade und damit der Antike besinnt, den Schutz der aber ebenfalls schon in der Antike vorhandenen Tiere und Lebensräume missachtet. Bereits im Juni letzten Jahres habe die damalige sozialistische Regierung Gelder zum Aufbau der Parkverwaltungen zugesagt ? Gelder, die auch die jetzige konservative Regierungspartei nicht auszahlt. Der Meeresnationalpark Nördliche Sporaden zum Beispiel, der seit 1992 auf dem Papier existiert, erhielt zwar im letzten Jahr einen sogenannten ?Management-Body?, welcher für die langfristigen Planungen innerhalb des Parks zuständig ist, zur Umsetzung der hier getroffenen Entscheidungen aber fehlt aufgrund der Finanzsperre in Sachen Natur das nötige Geld.

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Atomkraft

Reaktoren in Lubmin vor Zerlegung

Der Rückbau des stillgelegten Kernkraftwerks Lubmin bei Greifswald geht in seine heiße Phase. Nach umfassender Prüfung habe das Land Ende Juli die ferngelenkte Zerlegung der vier hoch verstrahlten Reaktorblöcke genehmigt, sagte der zuständige Abteilungsleiter im Schweriner Umweltministerium, Herbert Schattke, am Donnerstag. Den Plänen zufolge sollen zunächst die Reaktoren der Blöcke 1 und 2 in einem abgeschirmten Raum mit robotergestützter Zerlegetechnik in Einzelteile zerlegt werden. Die Segmente werden anschließend im benachbarten atomaren Zwischenlager Nord deponiert.

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Hartz IV

Attac kritisiert Nachbesserungen als "rein kosmetisch

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die Nachbesserungen der Bundesregierung bei Hartz IV als völlig unzureichend kritisiert und weitere Proteste angekündigt. "Diese kosmetischen Korrekturen ändern nichts am grundlegenden Problem, dass Hartz IV zur Verarmung führt und keine Arbeitsplätze schafft", sagte Astrid Kraus vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Die Ankündigung, dass das neue Arbeitslosengeld II im Jahr 2005 zwölf Mal ausgezahlt werde, sei kein Zugeständnis, sondern eine Selbstverständlichkeit, sagte Kraus.

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Mit Leuchtraketen beschossen

Greenpeace-Schiff "Esperanza" verteidigt gefordertes Schutzgebiet

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben heute, Donnerstag, an einen Fischtrawler gegen die weitere Zerstörung der Doggerbank protestiert. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung mit der Besatzung eines zweiten Trawlers. Die Umweltschützer versuchten von Schlauchbooten aus, Bojen in die Öffnung des Netzes zu hängen, das das Fangschiff gerade hinab lassen wollte. Die Besatzung des zweiten Trawlers feuerte mit Leuchtraketen auf das Greenpeace-Flagschiff "Esperanza". Eine Rakete schlug im Mast ein. Greenpeace verlangt, dass die Doggerbank zum Schutzgebiet erklärt wird. Die Aktivisten hatten den Kapitaen des Trawlers zuvor mehrfach aufgefordert, dass "Schutzgebiet Doggerbank" zu verlassen.

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Medizin

UK vergibt Lizenz für therapeutisches Klonen

Britische Wissenschaftler haben grünes Licht für das Klonen menschlicher Embryos für therapeutische Zwecke gegeben. Dieser Schritt soll Forschern helfen zu verstehen, warum Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Diabetes ansteigen. Außerdem soll er die Entwicklung neuer Therapien beschleunigen. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature Die Human Fertilisation and Embryology Authority hat bekannt gegeben, dass sie den Forschern am Centre for Life in Newcastle eine Lizenz erteilt. Damit wird in Großbritannien zum ersten Mal eine solche Lizenz eingeführt.

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Irak

Vier iranische Journalisten verhaftet

Reporter ohne Grenzen verurteilt die Verhaftung von vier iranischen Journalisten im Irak. Mostafa Darban, Leiter des Bagdader Büros der iranischen Nachrichtenagentur IRNA und drei seiner Mitarbeiter wurden am späten Montagabend von der irakischen Polizei festgenommen. Alle vier werden derzeit im Innenministerium festgehalten. Die Polizei hat bislang keine Gründe für die Verhaftung genannt und sich auch nicht zum Zustand der Vier geäußert. Daher verlangt die internationale Menschenrechtsorganisation von Innenminister Falah al-Naqib Auskunft über den Anlass der Festnahmen sowie die sofortige Freilassung der iranischen Journalisten.

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Nach dem Seehundsterben

Seehundbestand hat sich deutlich erholt

Nach dem Seuchenzug vor zwei Jahren hat sich der Seehundbestand in der Nordsee wieder deutlich erholt: In diesem Jahr wurden bei den Zählflügen vor der niedersächsischen Küste mehr als 4.000 Seehunde gezählt, darunter knapp 1000 Jungtiere. "Das sind wieder rund 600 Seehunde mehr als noch im vergangenen Jahr", betonte Herma Heyken, Sprecherin der Bezirksregierung Weser-Ems. Die neuen Zahlen zeigen, dass sich der Bestand der Seehunde an Niedersachsens Küste wieder erholt hat und bei gutem Gesundheitszustand wieder expandiert. Dies wird auch belegt durch die Ergebnisse der veterinärmedizinischen Untersuchungen jener Heuler, die in der Seehundaufzucht- und Forschungsstation in Norddeich aufgepäppelt wurden.

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Meere

Oregons Küste von Massensterben getroffen

Zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Jahren haben Wissenschaftler vor der Küste des US-Bundesstaates Oregon eine tote Meereszone entdeckt. Zwischen den Städten Newport und Florence ereignet sich demnach ähnlich wie bereits 2002 ein massives Sterben von Fischen, Krebsen und anderen Wirbellosen. Gründe dafür liegen in einer Kombination aus Wetterlage, Wind und anderen Umweltfaktoren. Nach jüngsten Angaben ist der Sauerstoffgehalt des Wassers so niedrig, dass die meisten Tiere verenden, berichtet die State University of Oregon. 2002 nahmen die Forscher an, sei ein Ausnahmezustand gewesen, der sich so schnell nicht mehr wiederhole. Doch waren auch im Vorjahr die gemessenen Sauerstoffgehalte in den Küstengewässern extrem niedrig gewesen. In diesem Jahr erreichten die Werte allerdings den tiefsten Stand seit 40 Jahren.

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Nach 18 Jahren

Deutsche La-Belle-Opfer erhalten 35 Millionen Dollar

Mehr als 18 Jahre nach dem Sprengstoffanschlag auf die Berliner Diskothek "La Belle" ist am Dienstag in Berlin eine Übereinkunft über die Entschädigung der deutschen Opfer erzielt worden. Die libysche Gaddafi-Stiftung und die Vertretung der deutschen Opfer einigten sich nach Jahre langen, zähen Verhandlungen auf eine abschließende Entschädigung von 35 Millionen Dollar. Die Bundesregierung begrüßte den Abschluss der Verhandlungen. Bei dem Attentat im Auftrag Libyens starben im April 1986 drei Menschen, mehr als 300 wurden zum Teil schwer verletzt.

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Ohne Begründung

CIA-Chef Tenet darf nicht in Hamburg aussagen

Im Hamburger Terrorprozess gegen den Marokkaner Mounir El Motassadeq muss das Gericht auf einen weiteren wichtigen Zeugen verzichten. Das US-Justizministerium untersagte es dem ehemaligen CIA-Chef George Tenet, im Hamburger Prozess auszusagen. Das geht aus einem Fax des Ministeriums hervor, das dem Gericht am Mittwochmorgen zugeleitet wurde. Eine Begründung für die Ablehnung enthielt das Schreiben, das eine Antwort auf ein Rechtshilfeersuchen des Hanseatischen Oberlandesgerichts war, nicht. Auch eine Zuleitung von Fragen durch das Gericht an den Ex-Geheimdienstchef wurde nicht gestattet.

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Alcopops

Harte Kritik an den Umgehungsstrategien der Spirituosenindustrie

Der stellvertretende finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Initiator des Alkopops-Gesetzes, Reinhard Schultz kritisiert die Pläne der Spirituosenindustrie, kurz nach der Einführung der Steuer auf alkoholische Mischgetränke auf Branntweinbasis, den Alkohol ihrer süssen Mischgetränke künftig aus Bier oder Wein zu gewinnen. Das Vorgehen von Teilen der Spirituosenindustrie beweise, dass es lediglich darum geht, Kinder möglichst frühzeitig an den Alkoholkonsum zu gewöhnen, erklärt Schultz. Das ganze Marketing der Branche ziele auf das Image "Erwachsen durch Alkohol". Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt ins Besondere vor den neuen alkoholhaltigen Energiedrinks. Denn gerade der Mix von Alkohol und Koffein ist heikel, daran ändert sich auch nichts, wenn der Alkohol aus Wein oder Bier stammt.

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Solaranlage ist vorteilhaft

Erneuerung mit Augenmaß spart Kosten

Am 1. November 2004 laufen die Übergangsfristen für alte Heizkessel aus. Der Bund der Energieverbraucher nimmt dies zum Anlass, um die Verbraucher anzuregen sich über die eigene Heizung Gedanken zu machen. Angesichts steigender Öl- und Gaspreise sei dies auch sinnvoll, denn die Bußgelddrohung für die Heizungs-Abgassünder von maximal 1.000 Euro sei weniger bedrohlich als über Jahre zu hohe Energiekosten einer energiefressenden Heizung zu zahlen.

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Bombodrom

Gegner fordern friedliche Nutzung der Heide

Gegner des geplanten Bombenabwurfplatzes bei Wittstock haben Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) nachdrücklich zur Aufgabe der "Bombodrom"-Pläne aufgerufen. Das rechtskräftige Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Frankfurt (Oder) sei zwar mit "großer Freude" aufgenommen worden, sagte am Mittwoch in Berlin der Sprecher der Bürgerinitiative "Freie Heide", Bernd Lüdemann. Jetzt werde jedoch eine politische Entscheidung Strucks erwartet, auf die Inbetriebnahme des Schießplatzes zu verzichten.

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Schweine-Schlachtung

Tierhilfswerk ruft zum Boykott vom TV-Sender "9LIVE" auf

Das Deutsche Tierhilfswerk ruft zum Boykott gegen den TV-Sender "9 Live" auf. Am Freitag soll bei dem Quiz-Sender das Schwein Schnappi geschlachtet werden. Schnappi wurde am Montag in das "9 Live Sommercamp" geschickt, mit dem Plan es nach einer Woche zu schlachten. "9 Live" wirbt mit dem Motto "Der Countdown für Schnappi läuft" damit auf seiner Internetseite. Das Deutsche Tierhilfswerk sieht dadrin einen Einstieg in den " quotenträchtig inszenierten Tod von Tieren", wie bereits beim "Dschungel Camp" (RTL) und "Die Alm" (Pro7) geschehen. Das Deutsche Tierhilfswerk bietet an, das Schwein in seine Obhut zu nehmen.

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U-Boot-Detektor stört Wale hunderte Meilen weit

Experten warnen vor Sonarattacke auf Sinnesorgane der Meeressäuger

Wissenschaftler haben Militärs erneut vor den Gefahren von Sonarsystemen für Meeressäuger gewarnt. Das neueste Sonarsystem, das U-Boote aufspürt, ist so laut, dass ein einziger Ton Tiere über eine Fläche von 3,8 Mio. Quadratkilometer stören könne, berichtet die Umweltgruppe Ecoterra. Die Militärs wissen, dass das rund 510 Mio. Euro teure System, das mit ultra-low-Frequenz arbeitet schon im Vorfeld zum Tod mehrerer Wale geführt hat. Forscher haben bewiesen, dass bei den Tieren Gehörsysteme stark beschädigt waren.

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Nach Unfall in Mihama

Schutz der Beschäftigten und der Allgemeinheit nicht gewährleistet

Anlässlich des Unfalls in dem japanischen Atomkraftwerk Mihama fordert die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW, die deutschen Atomkraftwerke sofort vom Netz zu nehmen, weil der vom Atomgesetz geforderte Schutz der Beschäftigten nicht gewährleistet sei. In dem japanischen Druckwasserreaktor war am Montag eine Leitung des Sekundärsystems geplatzt, woraufhin Dampf in die Turbinenhalle ausströmte und mindestens fünf Arbeiter starben. Der Unfall in Japan zeige erneut, dass es zum Platzen von Rohrleitungen kommen kann. "Derartige Lecks von Rohrleitungen darf es nach der Theorie von Gutachtern, Atomkraftwerksbetreibern und Behörden eigentlich gar nicht geben", erklärte die IPPNW.

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Niederlage

Klage von Bayer gegen englische Umweltschützer gescheitert

Der Bayer-Konzern ist mit seiner Klage gegen den britischen Umweltverband Friends of the Earth (FOE) gescheitert. Das Unternehmen versuchte FOE daran zu hindern, Studienergebnisse über Risiken des Pestizids Glufosinat zu veröffentlichen. Obwohl die Untersuchungen in mehreren Ländern frei zugänglich sind, wollte der Konzern bei Zuwiderhandlung hohe Strafzahlungen erzwingen. Philipp Mimkes von der Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG): "Wir verurteilen die aggressiven Einschüchterungsversuche von Bayer gegenüber Umwelt-Organisationen." Mit der Macht starker Rechtsabteilungen würde immer wieder verhindert, dass Informationen über Gesundheitsrisiken in die Öffentlichkeit gelangen. Die Coordination gegen Bayer-Gefahren war selbst mehrfach Opfer juristischer Attacken des Bayer-Konzerns.

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Stierkampf schadet dem Image

Barcelona spricht sich gegen den Stierkampf aus

Barcelona, eine der bekanntesten Städte Spaniens wagt einen revolutionären Schritt in Richtung Tierschutz. Der Stadtrat sprach sich im April gegen die Fortsetzung einer blutigen Tradition aus: Stierkampf soll in Barcelona künftig verboten sein da dies dem Image der Stadt schade. Das Deutsche Tierhilfswerk begrüßt die Entscheidung als einen Schritt in die richtige Richtung. "Dennoch erlebt das blutige Spektakel dieser Tage wieder seine Hochzeit", beklagt Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk. Alle für diese Saison in Barcelona geplanten Stierkämpfe finden statt.

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Sozialabbau

Demonstrationen gegen Hartz IV und die Agenda 2010

Am Montag protestierten rund 40.000 Menschen an verschiedenen Orten der Bundesrepublik gegen den Sozialabbau und die Regelungen des Hartz IV-Gestzes. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat seine Mitglieder und Regionalgruppen aufgerufen, die Proteste und Demonstrationen gegen Hartz IV aktiv zu unterstützen. "Mit der Agenda 2010 erleben wir den größten Angriff auf soziale Rechte in der Geschichte der Bundesrepublik", sagte Pedram Shahyar vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. "Hartz IV ist der übelste Auswuchs der Agenda 2010. Dieses Gesetz treibt Hunderttausende in die Armut, raubt Kindern ihre Zukunftschancen und Älteren ihre Ersparnisse. Dieses unsoziale und menschenverachtende Gesetz muss weg."

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Tierschutz

Gericht untersagt Tierversuch unter Hinweis auf Staatsziel Tierschutz

Das Staatsziel Tierschutz (Artikel 20 a / Schutz der Tiere) zeigt Wirkung. Der 11. Senat des Hessischen Verwaltungsgerichtshof gibt jetzt ein Urteil bekannt, in dem ein Tierversuch u.a. mit Hinweis auf das seit 2002 existierende Staatsziel untersagt wird. (Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs, AZ 11 ZU 3040 / 03) Die Begründung: Die Versuche seien ethisch nicht vertretbar und es bestehe keine Notwendigkeit. Vorgenommen werden sollten Versuche an Ratten, um die Gewichtszunahme bei Menschen als Nebenwirkung bei Einnahme des Antipsychotikums Clozapin zu untersuchen. Der Deutsche Tierschutzbund wertet dieses Urteil als Durchbruch.

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Schutz vor Salmonellen

Tipps zum Umgang mit Lebensmitteln in der Sommerzeit

Nach dem Auftreten von gefährlichen - gegen viele Stoffe resistente Salmonellen - wird die Vorbeugung besonders wichtig, raten die Ernährungsexpertinnen der Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V. Salmonellen sind in vielen Speisen vorhanden. Eine Gefahr für die Gesundheit besteht vor allem dann, wenn sich die Keime vermehren. Gerade bei sommerlichen Temperaturen können sich die Erreger von Magen- und Darmerkrankungen stark ausbreiten. Eier, Geflügel und Schweinefleisch sowie daraus hergestellte Speisen, sind dann mögliche Quellen für Lebensmittelvergiftungen.

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Schulstart

Empfehlungen für die richtige Mischung in Schultüte und Pausensnacks

Bald ist es wieder soweit! Aufgeregt fiebern die künftigen Erstklässler ihrer Einschulung entgegen. Mit dabei die heiß begehrte Schultüte, oft prall gefüllt mit Süßigkeiten. Damit die Kids gleich fit durchstarten, kommt es hierbei auf die richtige Mischung an. Die Ernährungsexpertinnen der Verbraucherzentrale raten Eltern, neben einer kleinen Auswahl vom Lieblings-Naschwerk auch an alternative Snacks zu denken, wie z. B. Äpfel oder Kirschen, Knuspernüsse oder Trockenfrüchte. Mit selbst gemachtem Popcorn in kleinen bunten Tüten können beispielsweise Lücken der Schultüte ausgepolstert werden.

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EU-Verfassung und Co.

Worüber das Volk abstimmen darf, sollte es selbst entscheiden

Rechtschreibreform oder Länderneugliederung - worüber sollen die Deutschen abstimmen dürfen? Aus Sicht der Bürgeraktion Mehr Demokratie sollte diese Entscheidung den Bürgern überlassen bleiben. Die laufende Debatte zeige, wie wichtig die Einführung bundesweiter Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheide sei, erklärte Vorstandssprecher Gerald Häfner. "Die Bürger sind der Souverän und wissen selbst am besten, welche Fragen sie bewegen und worüber sie direkt entscheiden wollen", sagte Häfner. Damit dies auch praktisch möglich wird, fordert er die Einführung bundesweiter Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheide. Ein entsprechender Vorschlag von Mehr Demokratie liege schon seit langem vor.

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Sozialabbau

Kein Steuergeld für Hartz-IV-Propaganda verschwenden

Zu Ankündigungen der Bundesregierung, mit einer Öffentlichkeitskampagne Hartz IV "besser vermitteln" zu wollen, erklärt der PDS-Bundesgeschäftsführer Rolf Kutzmutz: "Wie immer, wenn die Bundesregierung mit ihrem Latein am Ende ist, soll es eine Aufklärungskampagne richten. Getreu dem Motto: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, kann nur die schlechte Vermittlung, aber natürlich nicht der Inhalt von Hartz IV Schuld daran sein, dass die Menschen, statt den Segnungen der Regierung zu huldigen, doch tatsächlich auf der Straße protestieren."

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Verbraucherschutz

Gericht entscheidet für weitere freie Arztwahl auch für Arbeitnehmer

Auf Antrag der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. (Wettbewerbszentrale) hat das Landgericht Erfurt mit Beschluss vom 4. August 2004 - 2 HK O 180/04 - einem Thüringer Unternehmen untersagt, seinen Arbeitnehmern mitzuteilen, dass Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von zwei konkret benannten Ärzten nicht anerkannt werden mit der Folge, dass keine Lohnfortzahlung geleistet wird.

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Olympische Spiele

Spitzensportler unterstützen Aids-Prävention

In ihrem Gepäck nach Athen haben alle Sportler der deutschen Olympiamannschaft ein Exemplar der limitierten "Go for Gold"-Kondomedition dabei. Da Spitzensportler für viele junge Menschen eine Vorbildfunktion haben, unterstützen mehrere deutsche Olympioniken die Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die BZgA will im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 2004 mit "Go for Gold" auf die weltweite Aids-Problematik und auf Safer Sex als den besten Schutz vor einer HIV-Infektion hinweisen.

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Arbeitsmarkt

Montagsdemos gegen Hartz

In zahlreichen ostdeutschen Städten sind für Montag Protestaktionen gegen die "Hartz IV"-Arbeitsmarktreformen geplant. Die Demonstrationen hatten am vergangenen Montag ihren Ausgangspunkt in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg genommen. Daraufhin war eine heftige Debatte über die Anlehnung der Proteste an die so genannten Montagsdemonstrationen entbrannt. Diese hatten 1989 letztlich zum Sturz des SED-Regimes in der damaligen DDR geführt.

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Armut

Immer mehr Kinder leben von Sozialhilfe

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind so arm, dass sie Sozialhilfe beziehen. Ihre Zahl stieg im letzten Jahr im Vergleich zu 2002 um 6,2 Prozent auf nunmehr 1.080.000 Personen. Damit erhält jedes 14. Kind in Deutschland Sozialhilfe (7,2 Prozent gegenüber 6,7 Prozent 2002 und 6,4 Prozent in 2001). Kinder sind in Deutschland mehr als doppelt so häufig von Armut betroffen als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Der Anteil der Sozialhilfeempfänger insgesamt erhöhte sich 2002 auf 3,4 Prozent.

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Wetterlage

Trockenheit verursacht hohe Waldbrandgefahr

Die Feuerwehren appellieren aufgrund der aktuellen Wetterlage zu brandschutzgerechtem Verhalten in der Natur und beim Grillen. Hohe Temperaturen und Trockenheit hätten in weiten Teilen Deutschlands inzwischen zur zweithöchsten Waldbrand-Warnstufe geführt. "Schon eine unbedacht weggeworfene Zigarette, ein im hohen Gras abgestelltes Auto oder unbeaufsichtigte Grill- und Lagerfeuer können jetzt zu Wald- und Flächenbränden führen", warnt Hartmut Ziebs, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

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Nicht mit Fingerabdruck vergleichbar

Datenschützer gegen Ausweitung der DNA-Analyse

Die Pläne der Innenminister, die DNA-Analysen auszuweiten, stoßen beim Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar auf Widerstand. "Es stimmt einfach nicht, dass der genetische mit dem herkömmlichen Fingerabdruck vergleichbar ist", sagte Schaar der "Berliner Zeitung". So könnten schon aus den nicht codierenden Teilen der DNA Rückschlüsse auf das ungefähre Alter, manche Krankheitsbilder und die Zugehörigkeit zu bestimmten Ethnien gezogen werden, warnte er. Deshalb müsse es dabei bleiben, dass ein Richter die DNA-Analyse anordne.

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Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung

Israelischer Anwalt hält Humana-Entschädigung für zu niedrig

Einem Anwalt israelischer Opferfamilien ist die von dem Herforder Babynahrungshersteller Humana angebotene Entschädigung wegen fehlerhafter Säuglingsnahrung von umgerechnet bis zu 18,3 Millionen Euro zu niedrig. "Sie übernehmen Verantwortung, aber wollen so wenig wie möglich zahlen", sagte Anwalt Zvi Jellinek dem Nachrichtenmagazin "Focus". Dabei sei das wahre Ausmaß des Skandals noch nicht abzusehen. "Ärzte sagen, dass sich Schäden in manchen Fällen erst bei der Einschulung zeigen werden."

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Afghanistan

Eurokorps mit 2000 Bundeswehrsoldaten übernimmt ISAF-Kommando in Kabul

Das Eurokorps hat am 9. August das Kommando über die von der NATO geführten Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) übernommen. Eine der wichtigsten Aufgabe des Eurokorps in den nächsten sechs Monaten ist es, laut Bundesregierung die Sicherheitslage in Afghanistan insbesondere vor den im Oktober geplanten Wahlen zu verbessern.

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Lust am Naturschutz

Ehrenamtliches Engagement für Tier und Umwelt soll ausgezeichnet werden

Zum dritten Mal veranstalten "ZDF.umwelt" und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) den Naturschutzwettbewerb "muna" (Mensch und Natur). Hierbei werden Privatpersonen und -initiativen ausgezeichnet, die sich ehrenamtlich für Projekte zur Erhaltung und Förderung der Natur engagieren. Aber auch Menschen, die sich in besonderer Weise für die Kommunikation von Naturschutzthemen einsetzen, können zu den Preisträgern gehören. Der Startschuss zum diesjährigen Wettbewerb fiel heute Nachmittag in der Sendung "ZDF.umwelt". Fünf Preisträger wird es bei der "muna 2004" geben, von denen jeder mit 5000 Euro belohnt wird.

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IT und Umweltschutz

Umweltfreundliche Solar-Tastatur spart Batterien und Müll

Eine wissenschaftliche Studie der Fachhochschule Amberg bestätigt der solar betriebenen Computertastatur der Cherry GmbH, dass damit energiepolitische Forderungen der EU erfüllt werden und alle Umweltrichtlinien eingehalten sind. Nach den zukünftigen gesetzlichen Bestimmungen muss ein Produkt der IT- und Telekommunikation eine Verwertungsquote (stoffliche und energetische Verwertung) von 75 Prozent und eine Recyclingquote (stoffliche Verwertung) von 65 Prozent des durchschnittlichen Gerätegewichts erfüllen können. Bei der Solar Tastatur sind 93 Prozent stofflich recycelbar.

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Meeresschutz

Neues Aktionsschiff "Beluga II" in Betrieb - "Beluga" geht ins Museum

Das neue Greenpeace-Schiff "Beluga II" ist fertig. Mit einer symbolträchtigen Begegnung von "Beluga II" und "Beluga" auf der Elbe stellte Greenpeace am Freitag das neue Aktionsschiff in Dienst und schickte das alte in den wohlverdienten Ruhestand. "Greenpeace und Schiffe gehören zusammen", sagt Peter Küster, Projektleiter für den Bau der "Beluga II". "Mit der 'Beluga II' haben wir das erste Mal einen Neubau gewagt und damit ein für unsere Bedürfnisse perfektes Schiff bekommen. Klar, dass uns der Abschied von der alten 'Beluga' nach 20 Jahren nicht leicht fällt. Aber wir alle freuen uns auf die Umweltschutzarbeit mit ihrer Nachfolgerin.

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Tag der indigenen Völker

Bundesregierung soll Rechte der Ureinwohner garantieren helfen

Aus Anlass des "Internationalen Tages der indigenen Bevölkerungsgruppen der Welt" am 9. August fordert das Klima-Bündnis die Bundesregierung auf, endlich die ILO-Konvention Nr. 169 zu ratifizieren. Die "Übereinkunft Nr. 169 über indigene und in Stämmen lebende Völker" der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ist das stärkste internationale Rechtsinstrument, das den Schutz und die Förderung der Rechte indigener Völker garantiert. Hierzu gehören die volle Gewährleistung der Menschenrechte, die Gleichberechtigung gegenüber dem Staat, das Recht auf Land und Ressourcen sowie das Recht auf die eigene kulturelle Identität. In insgesamt 44 Artikel verpflichten sich bis heute 17 Unterzeichnerstaaten, indigenen Völkern Rechtsgarantien zu gewähren und eine Entwicklung zu ermöglichen, die ihrem Anspruch auf Selbstbestimmung entgegenkommt.

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Pressefreiheit

Zwei Journalisten innerhalb einer Woche auf den Philippinen ermordet

In der vergangenen Woche auf den Philippinen zwei Journalisten ermordet worden. Laut Reporter ohne Grenzen wurde Arnel Manalo am Donnerstag in Bauan, 80 Kilometer südlich von Manila, erschossen. Er war Korrespondent der Tageszeitung Bulga und des Radio-Senders DZRH. Am vergangenen Samstag wurde Roger Mariano, Moderator des privaten Radio-Senders DZJC-Akyson, in San Nicola im Osten der Philippinen erschossen. Damit sind dieses Jahr bereits vier Journalisten auf den Philippinen getötet worden.

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Medien

Bundeskartellamt genehmigt Übernahme von Viva durch Viacom

Das Bundeskartellamt in Bonn hat den beabsichtigten Anteilserwerb der Viacom Inc., New York, an der Viva Media AG, Köln, freigegeben. Die Übernahme führe auf keinem der betroffenen Märkte, insbesondere dem Markt für Fernsehwerbung, zur Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung. Das Vorhaben konnte daher in der ersten Phase freigegeben werden. Viacom ist ein amerikanisches Unternehmen mit globalen Aktivitäten in verschiedenen Bereichen des Medien- und Unterhaltungsgeschäfts. In Deutschland umfasst die Geschäftstätigkeit von Viacom den werbefinanzierten Betrieb der Musiksender MTV und MTV2Pop. Daneben betreibt das Unternehmen in Deutschland den Verkauf und die Lizensierung von Filmen und Fernsehserien sowie verschiedene Nebenaktivitäten.

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Rechtschreibreform

Die Kultusminister sollen an der Rechtschreibung festhalten

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert die Kultusministerkonferenz auf, an der Rechtschreibreform festzuhalten und sich nicht von den Alleingängen verschiedener Verlage unter Druck setzen zu lassen. "Es ist unverantwortlich, wir hier auf Kosten von Kindern, Eltern und Schulen Stimmung gemacht wird, um das Sommerloch zu füllen und die eigene Macht zu demonstrieren", so Marianne Demmer, die Schulexpertin im Geschäftsführenden Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

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Kommunale Wasserversorgung

Preisexplosion bei Trinkwasser vor allem im Osten erwartet

Dieser Sommer könnte der letzte mit noch relativ moderaten Wasserpreisen sein. Fehlplanungen der Kommunen vor allem in den neuen Bundesländern treiben die Versorgungskosten in die Höhe. Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent in den nächsten Jahren schließt ein Sprecher des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) nicht mehr aus, wie das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO in seiner nächsten Ausgabe am Montag den 9. August berichtet.

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Afrika

Auswärtiges Amt unterstützt Sudan-Flüchtlinge aus Darfur im Tschad

Das Auswärtige Amt hat dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) aus Mitteln der humanitären Hilfe 451.800 Euro zur Verfügung gestellt. Mit den Mitteln wird ein Projekt des DRK im östlichen Tschad zur Basisgesundheitsversorgung für Flüchtlinge aus der

Darfur-Region im Sudan unterstützt. Die Hilfsmaßnahmen werden rund 20.000 Menschen zugute kommen.

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