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Schraubdeckel könnten Babynahrung und Fruchtsaft verunreinigen

Lebensmittelsicherheit

Babybreie und Fruchtsäfte, die in Glasbehältern verpackt sind, enthalten möglicherweise eine für die Gesundheit bedenkliche Substanz: 2-Ethylhexansäure (2-EHA) kann in hoher Dosierung das Ungeborene schädigen sowie Haut, Augen und Atemwege reizen. Die Säure, die meist nur in sehr geringen Mengen nachgewiesen worden ist, stammt aus den Schraubdeckeln, die die Glasbehälter verschließen, vermuten Wissenschaftler der Universität Würzburg.

Für eine abschließende Einschätzung der Risiken sind allerdings weitere Untersuchungen nötig. Das Bundesverbraucherministerium fordert jedoch schon jetzt ein Umdenken der Hersteller, die die Salze der Säure bei der Abdichtung der Glaskonserven einsetzen. Lebensmittelchemiker der Universität Würzburg nahmen 60 Proben unter die Lupe: In 80 Prozent der Kleinkindernahrung und 73 Prozent der Fruchtsäfte in Glasbehältern mit Metallverschluss konnten sie die Säure nachweisen. In den meisten Produkten seien die Mengen jedoch mit weniger als 0,6 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel so gering, dass für die Gesundheit keine Gefahr bestehe, erklärte das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Bei einer Probe der Baby-Gläschenkost hingegen stellten die Wissenschaftler eine Belastung von 3,2 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel fest. Da der Körper zusätzlich 2-EHA aus Weichmachern bilde, sei ein Gesundheitsrisiko gerade für Kleinkinder nicht auszuschließen. Weichmacher sind Stoffe, die Kunststoffen zugesetzt werden, um sie geschmeidiger zu machen. Im vergangenen Sommer hatten Lebensmittelüberwachung und Wirtschaft Verunreinigungen von glasverpackten Lebensmitteln durch Semicarbazid festgestellt, das ebenfalls aus den Schraubdeckeln von Gläsern stammte. Die EU hatte daraufhin ab August 2005 das Treibgas Azodicarbonamid verboten, das als Quelle für Semicarbazid festgestellt wurde.

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