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Aktion 3. Welt Saar bittet Veranstalter Lafontaine auszuladen

Montagsdemo

Die "Aktion 3. Welt Saar" hat die Veranstalter der leipziger Montagsdemonstration aufgefordert, die Einladung an Oskar Lafontaine als Redner zurück zu nehmen. Er verträte ein tendenziell nationalistisches Verständnis von sozialer Gerechtigkeit und sehe primär Deutsche als Nutznießer staatlicher Sozialleistungen. So kommentiert Erhard Kern vom Vorstand der Aktion 3. Welt Saar das Politikverständnis von Oskar Lafontaine. Lafontaine stelle sich gerne als Streiter für soziale Errungenschaften und als Vertreter des "kleinen Mannes" dar, sofern der "von hier" sei und über einen deutschen Pass verfüge. Nach Ansicht des Aktion 3. Welt Saar sorge er mit nationalistischen Untertönen für eine Entwertung der Demonstrationen gegen Sozialabbau.

Lafontaine habe in der Vergangenheit häufiger für die Abgrenzung gegenüber Menschen nicht-deutscher Herkunft plädiert. Erst vor kurzem habe sich Lafontaine positiv auf den Vorschlag von Innenminister Schily bezogen, Flüchtlinge in Lagern an der afrikanischen Mittelmeerküste zu kasernieren und sie damit abzuhalten, nach Europa zu fliehen. "Soziale Gerechtigkeit bedeutet für uns die Teilhabe von allen Menschen an den materiellen und kulturellen Ressourcen einer Gesellschaft. Das Ausgrenzen von Menschen nicht-deutscher Herkunft ist für uns der falsche Weg", so Erhard Kern.

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