Steigender Ölpreis forciert positive Entwicklung
Rückenwind für Biokunststoffe
Durch den sinkenden Erdölanteil im Produkt nimmt die Abhängigkeit der Biokunststoffe vom Erdölpreis ab und verwandelt sich zunehmend in einen Vorteil gegenüber den marktbeherrschenden Standardkunststoffen. Als erdölbasierte Produkte konkurrieren diese mit der Energiegewinnung und dem weltweit wachsenden Verkehr um die endliche Ressource Erdöl.
"Zuerst hat die Industrie reagiert, Chemie- und Kunststoffindustrie verfolgen die Innovation Biokunststoffe mit zunehmender Intensität", stellt Harald Käb, Vorsitzender der IBAW, fest. Nun reagiert auch die Politik, wie die jüngsten Diskussionspapiere der Bundestagsfraktionen zeigen: Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe für technische Produkte soll zukünftig ebenfalls unterstützt werden. Die Nutzung von Biomasse als Kraftstoff oder Energieträger zur Stromgewinnung boomt heute aufgrund der förderlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen. "Biokunststoffe und Erneuerbare Energien folgen dem gleichen Leitbild", so Käb.
In Anwendungen wie kompostierbaren Tragetaschen, biologisch abbaubaren Mulchfolien, Verpackungschips oder Bioabfalltüten sind Biomaterialien bereits sehr erfolgreich. In mehreren europäischen Ländern werden Biokunststoffe zunehmend auch als Verpackungen für Lebensmittel wie Obst- und Gemüse und für Hygieneprodukte eingesetzt.
Kunststoffe benötigen mindestens 20 Jahre von ihrer Entwicklung bis zur breiten Durchsetzung im Markt. Das Zeitalter der Biokunststoffe hat gerade erst begonnen. Die IBAW erwartet eine Fortsetzung des dynamischen Wachstums.
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Am 20. Aug. 2004 unter:
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