Umwelt und Chemie
Umweltverbände begrüßen neue Studie zur Chemiepolitik (REACH)
Patricia Cameron, BUND-Chemikalienexpertin: "Genau so eine Studie hat in der Debatte gefehlt. Bisher wurden die kurzfristigen betriebswirtschaftlichen Kosten überbetont. Die Interviews mit verschiedenen Firmen zeigen, dass sich durch das REACH-System konkrete Verbesserungen für die Unternehmen ergeben, z.B. bei der Kommunikation mit den Kunden. Umwelt und Gesundheit gehören ohnehin zu den Gewinnern der Reform."
Beispielsweise seien durch den Einsatz von PCBs in deutschen Kindergärten und Schulen rund 22 Euro Entsorgungskosten pro Einwohner entstanden. Chemikalienbedingte Haut- und Atemwegserkrankungen kosteten jeden Deutschen jährlich sechs Euro. Die EU-Kommission beziffere die Kosten über 11 Jahre bei Einführung von REACH hingegen auf lediglich 1-1,5 Euro pro Person und Jahr.
Die Studie mache deutlich, dass bei sehr vielen Unternehmen Unklarheit darüber herrsche, welche Anforderungen durch die neue Gesetzgebung auf sie zukämen. Hier war die Informationspolitik der Industrieverbände bisher nicht förderlich. Diese Wissenslücken führten dazu, dass Unternehmen die Belastung oft weit überschätzten. Dem könne mit verständlichen Umsetzungsvorschriften begegnet werden.
"Derzeit sind jene Unternehmen benachteiligt, die verantwortungsbewusst bestimmte gefährliche Stoffe nicht mehr einsetzen. REACH wird dies umkehren. Denn in Zukunft führt kein Weg mehr an der Anmeldung der Chemikalien vorbei. Damit werden Unternehmen gleichzeitig vor Imageschäden und Haftungsrisiken geschützt," sagt Dr. Ninja Reineke, Chemikalienexpertin des WWF.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 01. Sep. 2004 unter:
verbraucherschutzStichworte:
« Zahlen belegen wie Gaswirtschaft Verbraucher täuscht
Proteste gegen Atommüll im Münsterland »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
