Naturathlon 2004
Quer durch Deutschland im Einklang von Sport und Umwelt
Die Strecke führt vom Nationalpark Berchtesgaden (Bayern) über 41 Natur- beziehungsweise Nationalparks und Biosphärenreservate bis zum Kap Arkona auf Rügen (Mecklenburg-Vorpommern). Bevor die 25 Freizeitsportlerinnen und -sportler dort am 3. Oktober eintreffen, durchfahren sie in Brandenburg die Naturparks Hoher Fläming, Nuthe-Nieplitz, Dahme-Heideseen, Barnim und Uckermärkische Seen.
An jedem Tag öffnet mit der Etappenparty ein Markt der Umweltmöglichkeiten, auf dem sich die Sportler, Einwohner und Gäste informieren und bei Musik und Aktionen amüsieren können. Auf den abschließenden 10 bis 20 Kilometern einer jeden Etappe kann jedermann und jede Frau mitradeln, -skaten oder laufen.
Vor dem in Berchtesgaden beginnenden "Naturathlon 2004", der unter dem Motto "Natur bewegt" für eine naturverträgliche Sportausübung in Deutschland wirbt, hat der Naturschutzbund NABU an alle Natursportler appelliert, die Fairness-Regeln gegenüber der Natur zu respektieren. "Wenn Sportler bei ihren Aktivitäten als wichtigsten Grundsatz beherzigen, dass die Natur durch den Sport keinen Schaden nehmen darf, kann ein langfristiger Gewinn für alle Interessen dabei herausspringen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Der NABU setze sich dafür ein, dass die gegenseitige Akzeptanz von Natursport und Naturschutz zukünftig verbessert werde. Besonders erfreulich sei es daher auch, dass sich der NABU-Mitarbeiter und begeisterte Sportler Florian Schöne für den Naturathlon qualifiziert habe und an diesem Natursport-Ereignis quer durch Deutschland aktiv teilnehmen werde.
"Der Dialog zwischen Naturschützern und Sportlern muss von einem ausgewogenen Verhältnis von Naturschutz und Freizeitnutzung bestimmt werden", so Tschimpke. Dann könnte im Sinne von Naturerlebnis nicht nur der erholungssuchende Mensch, sondern auch die Natur profitieren. Die klassischen Konflikte zwischen Naturschutzbelangen und den Interessen der Sportler basierten auf der Erfahrung, dass bevorzugt solche Naturräume für die Freizeitaktivitäten genutzt würden, die besonders empfindlich und "leicht verwundbar" seien. Ursprünglich isolierte Felslebensräume, die in Jahrtausenden von einer spezialisierten Flora besiedelt wurden, würden laut NABU mancherorts unter dem Freizeitdruck genauso leiden wie artenreiche Ufer- und Flussabschnitte, die als Raststätten für Wasservögel keinerlei Störung vertragen.
Der Freizeitdruck auf die Natur ginge aber nicht allein auf eine vielfach höhere Nutzung durch den Menschen zurück. "Auch die totale Erschließung der Landschaft hat einen großen Beitrag zur heutigen Situation beigetragen", erklärte der NABU-Präsident. Selbst der heimische Wald werde mit 125 Metern Wegstrecke pro Hektar durchzogen und breche damit weltweit alle Rekorde. "Wenn Flächen für die Erholung in landschaftlich schöner Lage zur Verfügung stehen sollen, muss in gleichem Maße für den Schutz sensibler Naturräume gesorgt werden", betonte Tschimpke.
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Am 16. Sep. 2004 unter:
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Giftige Pflanzen und Früchte können kleine Kinder gefährden »
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