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Gaspreiserhöhung für Verbraucherschützer nicht nachvollziehbar

Preissenkung nicht weitergegeben

Die angekündigte Gaspreiserhöhung von E.ON-Hanse um 10 Prozent hält die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein für "völlig unberechtigt". Vom derzeitigen Gaspreis von etwa 5 Cent fließt nur 1 Cent an die Lieferanten aus Russland, Norwegen oder den Niederlanden. Wenn die Gaspreise jetzt um 10 Prozent also 0,5 Cent steigen sollen, dann müssten sich demnach die Einkaufspreise für E.ON um 50 Prozent erhöht haben, so die Rechnung der Verbraucherzentale. Laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle seien die Grenzübergangspreise für Gas in der Zeit von Januar bis Juni 2004 im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 10,8 Prozent gesunken. Diese Preissenkung ist noch immer nicht an die Verbraucher weitergegeben worden, so die Kritik.

Für Margrit Hintz von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein liegt daher die Vermutung nahe, dass sich die Energiekonzerne vor der Einrichtung einer staatlichen Regulierungsbehörde noch einmal kräftig die Taschen füllen - zum Leidwesen der Endverbraucher. Sie fordert daher E.ON-Hanse auf, die Einsparungen beim Gaseinkauf an die Kunden weiterzugeben und die Gaspreise zu senken.

Die Verbraucher sollten eine eventuelle Gaspreiserhöhung daher nur unter Vorbehalt des Nachweises zahlen, dass die jeweilige Preiserhöhung nach "billigem Ermessen" erfolgte. Der Energieversorger sei dann beweispflichtig für die "Billigkeit" der getroffenen Preiserhöhung und muss die überprüfbaren Gründe offen legen, die zur Erhöhung geführt haben.

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