TRAFFIC-Studie

Neue Handelswege für Elfenbein erleichtern Schmuggel

Der Handel mit Elfenbein boomt trotz Verbot. Das ist das Ergebnis einer aktuellen TRAFFIC-Studie zum Elfenbeinschmuggel in den USA. Konsumenten der begehrten Souvenirs, Schnitzereien und Schmuckstücke seien vor allem Privatpersonen. Besonders die technischen Möglichkeiten im Internethandel hätten im vergangenen Jahrzehnt neue Schlupflöcher und neue Handelswege geschaffen, sodass es immer leichter werde, an die Produkte heranzukommen, berichtet die Tierschutzorganisation WWF. Hinzu komme die Einfuhr durch Touristen.

Gleichzeitig belege die Studie, dass in den USA die weltweit höchste Rate der Aufgriffe von Elfenbeinschmuggel zu verzeichnen ist. TRAFFIC, das gemeinsame Artenschutzprogramm von WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN, präsentiert die Studie im Vorfeld der nächsten Weltartenschutzkonferenz CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora), die im Oktober in Bangkok stattfindet. Dort stehen auch mehrere Anträge zum Handel mit Produkten von afrikanischen Elefanten auf der Tagesordnung.

"Zwar greifen die USA beim Elfenbeinschmuggel gut durch, doch scheinen die Menschen die bestehenden Verbote überhaupt nicht zu stören.", so Volker Homes, WWF-Artenschutzexperte. Es müssten stärkere Kontrollen durchgeführt werden, um die Abschreckung zu erhöhen. Außerdem müssten Touristen noch stärker über bestehende Gesetze informiert werden. Vor allem die Online-Angebote müssten nach Ansicht des Artenschützers besser überwacht werden.

Neben den USA sieht der WWF vor allem die lokalen Märkte in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern wie China, Thailand, Kamerun, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien und Nigeria als Zentren des Elfenbeinschmuggels.

Der kommerzielle Elfenbeinhandel ist seit 1989 international verboten.

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