Handelsabkommen "einzig wirksames Instrument"
Artenschutzkonferenz für manche Arten "Frage von Sein oder Nichtsein"
"Die Art, die es in den Schutzstatus schafft, hat Aussicht auf Schonung, abgesehen von den illegalen Praktiken, die damit noch lange nicht unterbunden sind", so Finke. Die CITES-Mitgliedstaaten werden vom 2. bis 14. Oktober über rund 50 Schutzanträge sowie ebenso viele Diskussionspapiere und Managementpläne verhandeln.
Traditionell gibt es auf den Konferenzen ein heftiges Ringen zwischen den Vertretern mächtiger Handelsinteressen und den Befürwortern von Naturschutzinteressen. "Japan geht nicht nur auf Wal-, sondern auch auf Stimmenfang; das Geschachere hinter den Kulissen hat sicher bereits vor Auftakt der Konferenz begonnen", so NABU-Expertin Finke. Dabei betone schon der Vertragstext des Abkommens sehr deutlich, dass es sich um "von der Ausrottung bedrohte" Arten handele. "Mit seinem Gewinnstreben bei Fischerei, Kosmetik und traditioneller chinesischer Medizin oder mit der Trophäenjagd und dem Souvenirhandel ist der Mensch auch heute noch die größte Bedrohung für seltene Arten", so Finke.
So wird es in Bangkok auch darum gehen, ob der Weiße Hai weiterhin wegen seines Gebisses getötet werden darf, ob Haiknorpelkapseln oder Pulver aus dem Horn der männlichen Saiga-Antilopen als krankheitsvorbeugende und potenzsteigernde Mittel gehandelt werden dürfen, ob noch mehr Leoparden zur Trophäenjagd freigegeben werden, ob die Stoßzähne der Elefanten wieder für Schmuck herhalten müssen und die Japaner nun wieder offiziell mehr Minkewale fangen. Auch wenn die Verhandlungen angesichts der Milliardengewinne, die beim legalen Handel mit bedrohten Arten auch heute noch erzielt werden, mitunter einem deprimierenden Machtspiel glichen, machten die Erfolge für den Naturschutz dennoch Mut, so der NABU.
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Am 30. Sep. 2004 unter:
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Experten loben britischen Beschluss zur Bahn-Verstaatlichung »
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