CITES-Konferenz
Menschenaffen sollen besser geschützt werden
Verantwortlich für diesen Trend sind nach Ansicht der NABU-Artenschutzexpertin Heike Finke nicht nur das Kultivieren immer größerer Waldgebiete, sondern auch der großflächige Holzeinschlag, die zunehmende Wilderei, die steigende Nachfrage nach "Bushmeat" und der Handel mit lebenden Tieren. "Die Listung des Tropenholzes Ramin bei der CITES-Konferenz in der vergangenen Woche war gleichzeitig auch ein wichtiger Schritt zum Schutz der Orang Utans", so Finke. Denn durch den illegalen Holzeinschlag würden nicht nur die Lebensräume zerstört, sondern auch die Wege in den Urwald geöffnet. "Erst diese Schneisen ermöglichen, dass "Bushmeat" aus den betreffenden Gebieten abtransportiert wird", so Finke. Durch die weltweit steigende Nachfrage nach "Affenfleisch" als exotischer Leckerbissen sei mittlerweile ein weiterer und lukrativer Markt entstanden.
Die aktuell beschlossenen Schutzmaßnahmen beinhalten sowohl eine verschärfte Kontrolle der Wilderei und des Schmuggels als auch eine intensivierte grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Erhalt von Lebensräumen. Ein aktueller Fall aus einem Safaripark in Thailand belege die Notwendigkeit solcher Maßnahmen: "Hier werden über 100 in der Wildnis gefangene Jungtiere unter äußerst schlechten Bedingungen gehalten, in Kleider gesteckt und zu Kunststückchen gezwungen, die zum vergnüglichen Zeitvertreib der zahlenden Besucher dienen", sagte Finke. Nach Angaben der Borneo Oranutan Survival Foundation seien über 15 Orang Utans in den vergangenen Monaten gestorben.
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Am 11. Okt. 2004 unter:
politikStichworte:
« Nelson Mandela erhält Umweltpreis
Handel mit Elfenbein bleibt verboten »

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