Treibhausgas
CO2-Werte in den letzten Jahren angestiegen
Am Observatorium des Mauna Loa werden vom Forscher Charles Keeling von der Universität von Kalifornien in San Diego seit 1958 die Kohlendioxid-Werte gemessen und aufgezeichnet. Änderungen der Konzentration seien bis vor etwa 20 Jahren natürlichen Wetterextremen zugeschrieben worden. Keeling ist jedoch der Ansicht, dass die Zunahme in den vergangenen Jahren Grund zur Besorgnis gebe. "Der Anstieg der Werte um mehr als zwei ppm in den vergangenen zwei Jahren ist ein Phänomen", so der Wissenschaftler, der einräumt, dass es möglich sei, dass dies einfach eine Folge der natürlichen Ereignisse sei. "Es ist aber auch möglich, dass dies der Anfang eines bisher noch nie da gewesenen Prozesses ist", erklärt Keeling.
Es könnte die Abkoppelung der südlichen Oszillation von den El-Nino-Ereignissen sein, die selbst durch erhöhte CO2-Werte in der Atmosphäre angeheizt werden. Es sei auch möglich, dass es sich um eine Verringerung der globalen Aufnahmefähigkeit von Kohlendioxid durch die Meere und Wälder handelt. Dass selbst kleine Veränderungen der globalen CO2-Werte tatsächlich bedrohlich sind, meint auch Piers Forster von der University of Reading. "Sämtliche Berechnungen über globale Erwärmung müsste neu gemacht werden", so der Experte, der auch zu bedenken gibt, dass noch höhere CO2-Konzentrationen die bisherigen Szenarien noch verschärfen würde. Der Forscher meint, dass nunmehrige Aktionen zu einer Verringerung der CO2-Werte erst in der kommenden Generation spürbare Auswirkungen haben werden.
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Am 11. Okt. 2004 unter:
arbeitStichworte:
« Bevölkerung will mehr Güter auf der Schiene
Nelson Mandela erhält Umweltpreis »

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