Stärkere Nachfrage

Benzin und Öl auch künftig teuer

Verbraucher sollten sich auf künftig viel höhere Benzin- und Ölpreise einstellen. Darauf weist der Bund der Energieverbraucher hin. Das weltweite Fördermaximum sei bereits überschritten. Die Nachfrage steige weltweit stark an. Großbritannien als früherer Exporteur beispielsweise, frage nun selbst am Weltmarkt Öl nach, weil die Nordseeölfelder zur Neige gingen. Auch Chinas Ölnachfrage steige ständig. Alle Versuche zur Ausweitung der Förderung blieben dagegen relativ erfolglos. Die Reserven der großen Ölfirmen reichten nur für sieben bis 13 Jahre, so der Bund der Energieverbraucher.

Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher rät: "Je früher man sich darauf einstellt, umso einfacher können die Preissteigerungen verkraftet werden." So sollten Hausbesitzer ihre Häuser möglichst rasch auf Niedrigenergiestandard bringen. Dies fördere die KfW durch zinsgünstige Darlehen. Autofahrer sollten auf ein sparsames Auto und spritschonende Fahrweise umsteigen.

Auch vor einer Absenkung der Energiesteuern warnt der Bund der Energieverbraucher. Das sei der falsche Weg, weil Steuerlöcher an anderen Stellen die Volkswirtschaft bremsen würde. Auch der Umstieg auf Gas sei keine Lösung, weil auch bei Gas der Verbrauch seit Jahren die Neufunde übersteigen würde. Vielmehr sollte der Staat durch höhere Energiesteuern den Strukturwandel zusätzlich beschleunigen. Das bringe Deutschland einen Vorteil vor anderen Ländern und lasse hier zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

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