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Dokumentarfilme auf immer späteren Sendeplätzen

Leipziger Dokfilmfestival

Der Leiter des Internationalen Leipziger Dokfilmfestivals, Claas Danielsen, hat Kritik an der Sendeplatzpolitik der Fernsehsender geübt. Reine Dokumentarproduktionen würden auf immer spätere Sendeplätze geschoben, sagte Danielsen am Dienstag in Leipzig zur Eröffnung des 47. Internationalen Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm. Dennoch sei das Fernsehen immer noch der größte Abnehmer und zeige sich bei der Erprobung neuer Formate durchaus mutig.

Angesichts der Globalisierung und der Verlagerung von Arbeitsplätzen in Europa belege in diesem Jahr das Thema Arbeit und Arbeitskampf großen Raum auf dem Leipziger Festival. Es gebe sehr interessante Produktionen unter anderem aus Dänemark und Südkorea, sagte Danielsen. Erfreut zeigte er sich, dass mit der Anwerbung verschiedener Sponsoren die Preisgelder für die Goldenen Tauben und weitere Auszeichnungen von bisher insgesamt 28.000 auf 47.000 Euro erhöht werden konnte. Mit der neu ausgelobten, mit 10.000 Euro dotierten "Talent-Taube" der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig sei zudem ein erster Schritt getan, auf dem Leipziger Festival dem Nachwuchs künftig mehr Raum zu geben.

Insgesamt werden bis zum 24. Oktober mehr als 350 Dokumentar- und Animationsfilme in Leipzig zu sehen sein, darunter zahlreiche Welt- und Deutschlandpremieren. Künftig wolle er das Festival noch stärker in Richtung Mittel- und Osteuropa ausrichten, kündigte Danielsen an.

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