Rangliste veröffentlicht
Keine freie Presse im Nahen Osten und in Ostasien
Der Irak zähle mit Platz 148 zu den gefährlichsten Gebieten der Welt. Seit Kriegsbeginn im März 2003 seien dort 44 Journalisten getötet worden.
Kuba (Platz 166) und China (Platz 162) zählten zu den größten Gefängnissen der Welt für Journalisten. In Eritrea und Turkmenistan sei die Bevölkerung ausschließlich auf staatlich kontrollierte Information angewiesen. Unabhängige Medien seien dort verboten.
Spitzenreiter sind wie im Jahr zuvor die skandinavischen Länder. Ganz oben stehen Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und die Niederlande. Deutschland nimmt mit Estland, Schweden und Trinidad Rang Elf ein. Lediglich drei außereuropäische Länder haben es unter die ersten Zwanzig der Liste geschafft, darunter Neuseeland (Platz 9), Trinidad (11) und Kanada (18).
Auch kleinere Demokratien, oft ärmere Länder, wie El Salvador und Costa Rica in Zentralamerika, die Kapverden und Namibia in Afrika oder Osttimor in Asien hätten gut abgeschnitten und gelten als Länder, die Medienfreiheit als Voraussetzung für Demokratie anerkennen und respektieren.
Für die Auswertung der Rangliste hat Reporter ohne Grenzen 14 Partnerorganisationen in fünf Kontinenten, ein Netzwerk von 130 Korrespondenten sowie Journalisten, Wissenschaftler, Juristen und Menschenrechtler interviewt. Der Katalog umfasste 52 Fragen zur Situation der Medienfreiheit in ihrem jeweiligen Land. Sie wurden unterschiedlich gewichtetet und bezogen sich auf Themen wie gewalttätige Übergriffe, Morde oder Verhaftungen. Auch nach Zensur, staatlichen Monopolen oder dem Engagement von Regierungen für die Medienfreiheit hat RoG sich erkundigt.
In diesem Jahr lagen für 165 Länder auswertbare Fragebögen vor, im Jahr 2003 waren es 164, im Jahr 2002 nur 139. Israel (besetzte Gebiete/Israel) und die USA (Irak/USA) sind wie im Jahr zuvor zweifach bewertet worden. Die Rangliste bezieht die Lage der Medien im Zeitraum zwischen 1. September 2003 und 1. September 2004 ein. Sie spiegelt nicht die allgemeine Menschenrechtslage eines Landes wider.
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Am 26. Okt. 2004 unter:
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