Meeresschutz
Lotsen und Doppelhüllentanker sollen Ostsee vor Öllecks schützen
"Doppelhüllen sind für die BP Gruppe bereits seit Jahrzehnten ein ganz wichtiges Thema," so Dr. Uwe Franke, Vorstandsvorsitzender der Deutsche BP AG. "Wir sind Vorreiter, was die Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften und Technologien angeht." Für die Transporte der BP zu Wasser ist die BP Shipping Ltd. Mit Sitz in London zuständig. Sie transportiert pro Jahr rund 220 Millionen Tonnen Rohöl und Ölprodukte, das sind etwa fünf Prozent der weltweiten Öltransporte. Die Flotte umfasst 61 Schiffe. Bis 2006 werden 46 Doppelhüllentanker dazukommen. Das Durchschnittsalter der Schiffe wird dann bei rund drei Jahren liegen. Damit wird die BP Tankerflotte eine der jüngsten weltweit sein.
Tankerunfälle haben zwei Arten von Ursachen - entweder eine strukturelle Schwäche des Schiffs oder menschliches Versagen, wie etwa Fehler der Besatzung bei der Führung des Schiffes. Zu den "Hardware-Ursachen" gehören die Schwächung des Schiffsrumpfs durch angerostete Platten oder Spanten, und Ausfälle des Schiffsantriebs oder der Ruderanlage, so dass der Tanker nicht mehr stoppen oder gesteuert werden kann. Häufige Ursache dafür ist die unzureichende Wartung des Schiffes, um Geld beim Betrieb und der Unterhaltung des Tankers zu sparen. Menschliches Versagen kann sich in vielen Formen zeigen, etwa in der Fehleinschätzung einer gefährlichen Situation aufgrund schlechter Ausbildung oder mangelnder Erfahrung der Besatzung, oder etwa durch Unaufmerksamkeit oder Nachlässigkeit.
Es ist wenig bekannt, dass nur etwa 20 Prozent der Tankerunglücke auf Schwächen und Fehlfunktionen des Schiffes und seiner Ausrüstung, beruhen, aber 80 Prozent auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. Wenn also gefordert wird, Tanker mit einfacher Hülle möglichst schnell gegen Doppelhüllentanker auszutauschen, ist das eine Maßnahme, die sich bestenfalls positiv auf einen von fünf Risikofällen auswirken kann - zumindest statistisch gesehen.
Trotzdem sieht BP es als äußerst wichtig an, auch die möglichen "Hardware-Ursachen" zu bekämpfen und dafür zu sorgen, dass Tanker strukturell und technisch sicher sind. Auch bei gecharterten Schiffen prüft BP sehr genau, ob sie in gutem Zustand sind und allen Vorschriften entsprechen - sogenanntes "vetting", und zwar jedes Mal bevor sie gechartert werden. In 2003 hat BP rund 25.000 Vetting-Anfragen dazu beantwortet, ob bestimmte fremde Schiffe für BP Ladungen gechartert werden dürfen, und 2.200 Tanker von Inspektoren an Bord auf ihren Zustand überprüfen lassen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
