Privatisierung der Wasserversorgung
Protest gegen RWE-Wassergeschäft mit bundesweiter Vortragstour
Ein Aktivist im Jackett mit großem RWE-Logo vor der Brust nimmt symbolisch das Trinkwasser an die Leine und kettet es schließlich vor dem RWE-Haupteingang fest. Demonstranten mit Schildern "Wasser ist Leben" und "Stopp Privatisierung" versuchen, ihn abzuhalten und die Ketten zu lösen.
Attac demonstriert gegen die zunehmende Privatisierung von Wasser. Saskia Teepe, Privatisierungsexpertin bei Attac: "Wasserkonzerne nehmen dramatische Folgen in Kauf, damit ihre Gewinne stimmen: Steigende Preise, abnehmende Wasserqualität, schlechte Arbeitsbedingungen und für die Ärmsten oft gar keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Es gibt weltweit Proteste."
RWE ist seit der Übernahme von Thames Water global das drittgrößte Wasserunternehmen und übernimmt in Deutschland und weltweit Strukturen der Wasserversorgung. Nur selten sind diese Privatisierungen für die Bevölkerung von Vorteil. Besonders in Entwicklungsländern, aber auch hier in Deutschland kam es zu Kungeleien mit der Politik, zu extremen Preissteigerungen und anderen Skandalen.
Die deutsche und europäische Politik fördert diese Expansion durch Privatisierungen, Liberalisierungsrichtlinien, im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) und über so genannte Entwicklungshilfe. Deshalb richtet sich der Protest auch an die Politik. Die Aktion ist zugleich der Auftakt zu einer bundesweiten Vortragstour zum Thema Wasserprivatisierung, zu der Attac den Südafrikaner Eddie Cottle eingeladen hat. Er ist ehemaliger Direktor des ländlichen Entwicklungsnetzes für Dienstleistungen, unabhängiger Wissenschaftler und aktiv im Anti-Privatisierungs-Forum.
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Am 28. Okt. 2004 unter:
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« Legitimationsdefizit der europäischen Verfassung befürchtet
Lotsen und Doppelhüllentanker sollen Ostsee vor Öllecks schützen »

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