Gewalt

Heftige Ausschreitungen in Liberia

Liberia wird von den schwersten Ausschreitungen seit Beginn des Waffenstillstands am 18. August erschüttert. Dies meldet die Deutsche Welthungerhilfe. Seit Donnerstag Abend setzen marodierende Jugendliche im Stadtteil Paynesville und dem Zentrum der Hauptstadt Monrovia Häuser, Kirchen, Moscheen und Tankstellen in Brand. Heute morgen konnten Soldaten der UN-Friedenstruppe verhindern, dass das Büro der Deutschen Welthungerhilfe in Monrovia geplündert wurde.

"Es ist zum ersten Mal, dass gewalttätige Auseinandersetzungen stark religiös geprägt sind", erklärt Corinna Kreidler, Projektleiterin der Welthungerhilfe in Liberia. Christliche und muslimische Autoritäten rufen daher den ganzen Tag über Radio dazu auf, die Ausgangssperre der Übergangsregierung zu respektieren und zur Ruhe zurückzukehren.

Vor Ablauf des offiziellen UN-Entwaffnungsprogramms am kommenden Montag versuchen unterschiedliche Milizengruppierungen, das in 14 Jahren Bürgerkrieg völlig zerstörte Land weiter zu destabilisieren. 80.000 ehemalige Kämpfer sind bereits entwaffnet, momentan ist in Liberia die weltgrößte UN-Friedenstruppe mit 15.000 Soldaten stationiert.

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