Studie
Mehr als 100.000 zivile Tote im Irak
Nach eigenen Angaben ist die Studie der erste landesweite Versuch die Zahl der gestorbenen Zivilisten seit dem Kriegsbeginn im Irak zu errechnen. So würde das US-Militär keine Aufzeichnungen über zivile Verluste führen und die Aufzeichnungen des irakischen Gesundheitsministeriums seien begrenzt.
Befragt wurden 33 Nachbarschaften zu je 30 Haushalten die nach dem Zufallsprinzip ausgesucht wurden. Verglichen wurde die Todesrate unter Zivilisten während der 14,6 Monate vor der Inavasion, mit der Todesrate in den 17,8 Monaten danach. Es wurden zwei Rechnungen angefertigt: eine, in der die Stadt Falludscha mit einbezogen, eine andere, in der sie herausgelassen wurde. Dort war die Gewalt zu "exzessiv", so dass sie nicht als typisches Beispiel für das ganze Land dienen konnte. Die Rechnung ohne Falludscha kam zu der Zahl 100.000.
"Unsere Ergebnisse müssen mit einer größeren Beispielgruppe nachgeprüft werden", sagte Leitautor Les Roberts. "Trotzdem denke ich, hat unsere Untersuchung sowohl die Wichtigkeit als auch die Machbarkeit einer Untersuchung zu zivilen Kriegsopfern bewiesen." Die Studie kommt zu dem Schluss: Von den 84 Prozent der toten Zivilisten, die direkt auf Kriegshandlungen zurückzuführen wären, sei der bei weitem größte Teil (95 Prozent) durch Artilleriefeuer und Luftangriffe gestorben.
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Am 29. Okt. 2004 unter:
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