Bedroht
Handel mit Heilpflanzen wenig kontrolliert
Bisher unterliegen erst knapp 300 Heilpflanzenarten den Handelskontrollen des CITES-Abkommens. Den Löwenanteil machten 220 Orchideenarten aus. "Die rücksichtslose Ausbeutung wertvoller Heilpflanzen nützt dem Geldbeutel der Pharmakonzerne. Die Verlierer sind die Menschen und die Natur.", so WWF-Artenschützer Volker Homes.
Ein Opfer der medizinischen Nutzung seien die asiatischen Eibenarten: Aus ihren Extrakten wird das Krebsmittel Paclitaxel gewonnen - der weltweit am meisten gehandelte Wirkstoff gegen Krebs. Um die nötige Menge für eine einzige Behandlung zu gewinnen, müssten etwa acht Eiben gefällt werden. Prognosen zeigten, dass der Bedarf in den nächsten zwanzig Jahren auf bis zu einer Million Bäume pro Jahr ansteigen könnte. Schon heute litten die nur langsam wachsenden Taxus-Arten an ihrer Übernutzung. Bisher genieße nur die Himalaya-Eibe den Schutz des CITES-Abkommens.
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