Ermittlungen

Abrechnungsbetrug durch Apotheken befürchtet

Nach Angaben des Bundes-verbandes der Betriebs-krankenkassen ermittelt die Staatsanwaltschaft Bochum bereits seit Juni gegen Apotheken wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug. So sollen Apotheken teure Medikamente von den Originalherstellern bei den Kassen abgerechnet haben, obwohl die Patienten billigere Produkte aus anderen Quellen erhielten. Auf internen Internetseiten soll es Tipps zum Abrechnungsbetrug bei Medikamenten gegeben haben, behauptet der Verband. Es gäbe Verdachtsfälle in mindestens 500 bis 600 Apotheken.

Wegen rückläufiger Einnahmen müssten die Apotheker bei den Abrechnungen "kreativer" werden, hieß es beim Austausch von Informationen im Internet, sagte der zuständige Direktor des Krankenkassen-Bundesverbandes, Wolfgang Kaesbach, dem Westfalenblatt. Daraufhin seien entsprechende "Ideen" ausgetauscht worden. Finanziell geschädigt würden so Pharmaunternehmen und Krankenkassen.

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