Hoffnung für Legehennen
Käfighennenhalter scheitern vor dem Bundesverfassungsgericht
"Käfighalter und Legebatteriebetreiber sind mit ihrem Versuch gescheitert, die tierquälerische Käfighaltung der Legehennen gerichtlich durchzusetzen", begrüßt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die Entscheidung. "Die Nutztierhaltungsverordnung und das darin festgeschriebene Aus für die Käfighaltung ist geltendes Recht, das nicht um des Profits Willen gebrochen werden darf."
"Mit dieser Entscheidung gibt das oberste deutsche Gericht auch ein deutliches Signal an die Bundesländer, den Ausstieg aus der nicht artgerechten Käfighaltung voranzutreiben", so Apel weiter. Einzelne Landesregierungen bemühen sich derzeit das ab 2007 geltende Verbot der Käfighaltung von Legehennen, das Bundestag und Bundesrat im Jahr 2001 beschlossen haben, und das seit 2002 in Kraft ist, rückgängig zu machen.
Das BVG hat am gestrigen Mittwoch die Verfassungsbeschwerde mehrerer Käfighalter und Batteriebetreiber ohne mündliche Verhandlung abgewiesen. Die Batteriebetreiber hatten in dem Ende der Käfighaltung einen Verstoß gegen ihre Grundrechte der Berufsfreiheit, Eigentumsfreiheit und Gleichbehandlung gesehen.
Der Deutsche Tierschutzbund erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass das BVG die Käfighaltung der Legehennen bereits vor fünf Jahren - im Jahr 1999 - als tierquälerisch verurteilt und die damals geltende Hennenhaltungsverordnung für nichtig erklärt. Da der Tierschutz zudem seit 2002 als Staatsziel in der Verfassung verankert ist, steht er heute auf Augenhöhe mit den anderen Grundrechten. Mit seiner Entscheidung, die Klage der Käfighalter nicht zu verhandeln, habe das Bundesverfassungsgericht auch im Sinne des Staatsziels Tierschutz konsequent entschieden, betont der Deutsche Tierschutzbund.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
